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Oppo bringt Find X9 Ultra mit Hasselblad-Optik und 300-mm-Telekonverter

Oppo bringt das Find X9 Ultra global auf den Markt. Hasselblad steuert Optik und Farbprofile bei, ein Telekonverter erweitert die Brennweite.

Es ist das erste Modell der Ultra-Reihe, das offiziell auch außerhalb Chinas verkauft wird. Auf der Rückseite sitzen vier Kameras, darunter ein 50-MP-Periskop mit zehnfachem optischen Zoom und zwei 200-MP-Sensoren.

Vier feste Brennweiten plus verlustarme Crops

Das 10-fach-Periskop-Tele arbeitet mit f/3.5 und Sensor-Shift-Stabilisierung. Damit das lange Objektiv ins Smartphone passt, wird das Licht im Modul über fünf Prismen umgelenkt. Laut Oppo lässt sich die Modullänge dadurch um rund 30 Prozent reduzieren.

Die 200-MP-Hauptkamera setzt auf einen 1/1,12-Zoll-Sensor (Sony Lytia 901, f/1.5) und ist damit minimal kleiner als der 1-Zoll-Sensor des Vorgängers Find X8 Ultra. Durch die offenere Blende soll sie laut Oppo trotzdem die gleiche Lichtmenge einfangen. Das zweite 200-MP-Modul ist ein 3-fach-Tele mit 1/1,28-Zoll-Sensor und 15 Zentimeter Naheinstellgrenze. Hinzu kommen eine 50-MP-Ultraweitwinkelkamera (14 mm) und ein multispektraler Farbsensor für den Weißabgleich.

Im Hasselblad Master Mode liefert das Smartphone 50-MP-Aufnahmen in RAW und JPEG bei vier optisch erreichbaren Brennweiten (14, 23, 70 und 230 mm) sowie zwei verlustarmen Sensor-Crops (47 und 139 mm). Dazu kommen neun Filmsimulationen und der XPan-Modus für Panorama-Aufnahmen im Hasselblad-Format.

Earth Explorer Kit für 599 €

Auch außen positioniert sich Oppo bewusst auf der Kameraseite. Das große, runde Kameramodul mit hexagonalem Innendetail erinnert optisch an das Leica Leitzphone. Drehen lässt sich der Ring beim Find X9 Ultra anders als beim Leitzphone aber nicht, er ist rein dekorativ und hilft beim Halten. Die Designvorlage holt sich Oppo allerdings direkt bei Hasselblad: Die Tundra-Umber-Variante mit veganer Lederrückseite ist an die mittelformatige Hasselblad X2D angelehnt.

Eine dedizierte Quick-Taste an der Seite des Geräts dient als Auslöser. Ein Doppeldruck öffnet die Kamera-App, ein Wischen über die Taste steuert den Zoom. Die orangefarbenen Akzente zitieren klassische Hasselblad-Auslöser.

Wer noch näher an das Kamera-Feeling heranrücken möchte, greift zum Earth Explorer Kit für 599 Euro. Es enthält eine Hülle mit zweistufigem Auslöser und Zoom-Rad sowie einen 300-mm-Telekonverter mit f/2.2, der auf das 3-fach-Tele aufgesetzt wird. Aus den 70 Millimetern Brennweite werden so 300 Millimeter, in Kombination mit dem 200-MP-Sensor sind dann effektiv bis zu 690 mm beziehungsweise 30-facher Zoom möglich.

Pro-Video bis 8K und O-Log2

Auch beim Filmen schiebt Oppo das Find X9 Ultra in Richtung Profi-Workflows. Das Smartphone erreicht 4K bei 120 fps und 8K bei 30 fps, jede der vier Rückkameras nimmt zusätzlich in 4K bei 60 fps mit Dolby Vision auf.

Das neue O-Log2-Profil unterstützt zudem den ACES-Standard, ein in der Filmproduktion etabliertes Farbsystem. Drittanbieter-LUTs lassen sich in Echtzeit im Sucher anzeigen oder beim Aufnehmen direkt ins Material brennen.

Europa-Marktstart für 1.699 €

Die nötige Rechenleistung liefert Qualcomms Snapdragon 8 Elite Gen 5. Dazu kommen ein 6,82-Zoll-AMOLED mit 144 Hertz und bis zu 3.600 Nits sowie ein 7.050-mAh-Akku, der mit 100 Watt kabelgebunden und 50 Watt drahtlos lädt. Das Gehäuse erfüllt IP66, IP68 und IP69, als Betriebssystem läuft ColorOS 16 auf Android-16-Basis. Oppo verspricht fünf Jahre Android-Major-Updates und zusätzlich ein Jahr Sicherheitspatches.

Marktstart in Europa ist im Mai 2026, die Variante mit 12 GB RAM und 512 GB Speicher kostet 1.699 Euro. Direkter Konkurrent ist das ebenfalls international vermarktete Vivo X300 Ultra, das für rund 2.000 Euro nach Europa kommt. Die ersten Tests sehen die beiden Smartphones bei der Bildqualität nah beieinander.

Am Rande des Launch-Events hat Schofield Lu, Produktmanager für die Find-Reihe bei Oppo, bestätigt, dass das Unternehmen die Entwicklung einer eigenen Gimbal-Kamera prüft. Details zu Design, Spezifikationen oder Zeitplan nannte Oppo nicht. Den Markt für kompakte Gimbal-Kameras dominiert bislang DJI mit der Osmo-Pocket-Reihe. Mehrere Hersteller wollen das ändern: Insta360 hat seine Luna bereits angekündigt, und auch Vivo arbeitet seit Ende 2025 an einer ähnlichen Pocket-Kamera.

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licht+perspektive

Mit Oppo/Hasselblad, Vivo/Zeiss und Xiaomi/Leica wird tatsächlich der Schritt vom MainsttreamSmartphone zur Kamera vollzogen. Zukunft entsteht halt jeden Tag neu 😉

Uneternal

Für den Gelegenheitsknipser mag das reichen, aber für den Schritt zur Kamera benötigt es für mich etwas mehr als ein Megapixel-überladener Sensor und ein eingekauftes Kameraherstellerlogo.

licht+perspektive

Soweit deine Meinung. Wir haben verschiedene.

Benjamin

Neulich gelernt, dass Oppo und Vivo vom gleichen Konzern kommen. Ich bin leider noch ein “Apple-Jünger”, aber bei solch guten Smartphone-Kameras überlege ich mir schon, ob ich nicht besser wechseln soll

licht+perspektive

Ich kann da eine absolute Empfehlung aussprechen.

Es ist ja nicht nur so, dass die genannten Kamerahersteller ihr Logo zur Verfügung stellen, sondern zwischenzeitlich in Hardware und Software kräftig mitbauen. M.E. sind diese Teile dem Apfel Jahre voraus (in Bezug auf Kameraleistung).
Allein die Haptik der teils mitgelieferten Kameragriffe ist mit einem regulären SP nicht mehr vergleichbar.

Man muss nur darauf klar kommen, dass vermutlich nach Erwerb eines solches Gerätes die eigentliche und “richtige Kamera” noch mehr im Schrank verstauben lässt, als ohnehin schon 😉

Benjamin

Interessant – danke für die Empfehlung. Ich bin immer noch hin- und hergerissen, ob ich das Fotografieren mit der großen Kamera noch weiter betreiben will oder ob ich sagen soll, dass ein gutes Smartphone gut genug ist. Gerade auf Reisen, beim Wandern und am Flughafen nervt es schon, immer ein zusätzliches Gerät mit Akkus, Objektiven usw. mitzuschleppen. Bisher hatte mich aber zumindest das iPhone nicht davon überzeugt, dass die Bildqualität gut genug ist

Alfred Proksch

JA – das geht in Richtung Kamera, mal sehen was die Praxistests bringen. Für Menschen denen eine Fototasche lästig ist, die auf das „Rohr“ verzichten können ein praktisches Multimedia Gerät.

Immer dabei, vernetzt, für das Urlaubsalbum geeignet, damit kann man sich anfreunden. Die Eingewöhnungsphase dürfte schnell überwunden sein. Der Preis geht für „zwei“ Geräte in Ordnung.

Bitte jetzt nicht die Vorteile von DSLM Geräten aufzählen – das Oppo Find X9 Ultra will gar nicht bei Systemkameras mitspielen. Mich haben die Oppo Leute mit den technischen Daten jedenfalls neugierig gemacht – vielleicht endlich meine neue Hosentaschenkamera?

joe

Also der Charme und der Vorteil einer Smartphone Kamera liegt doch in der Kompaktheit, wenn ich so was dranschrauben muss und zu dem Preis, dann ist doch das ganze Konzept nicht mehr stimmig. Aber es gibt ja Liebhaber für alles, es finden sich sicher Käufer, die das toll finden.

Turmfalke

Ja, für diejenigen die nur das Smartphone als Referenz für die Bildqualität nehmen, wo alles sehr gut aussieht, wird es reichen, sehe ich auch so, bisschen Youtube Filmchen drehen und Sozial Media KI Schnappschüsse. In dieser immer mehr schnelllebigen Welt, ist das super, und wird auch genug Interessenten anlocken.

Leonhard

Also meinereiner wird sich so einen Laberknochen-Phallus mit Sicherheit nicht zulegen.

Allerdings hat meinereiner gestern in der Kirche aus Lageweile mal ein Bild mit dem Xiaomi gemacht, zwischen 30-36m Entfernung zum INRI und den dann formatfüllend auf den Bildschirm gezogen, das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Geht es besser? Aber sicher doch, klar geht es besser, aber nicht einfacher und das Erstaunliche ist ja, dass es heute so überhaupt geht.

VaMiWa

Eigentlich wollte ich nichts chinesisches mehr kaufen……. Also ich hab’s mir bestellt weil ich ein Zweithandy zum iPhone suche und dann bei Ausflügen das OPPO nehme wo nichts anderes drauf ist. Mittlerweile habe ich so viele wichtige Apps und Daten am iPhone, dass mir ein Verlust extrem schaden könnte. Warum das OPPO? Weil ich ein Snob bin und Hasselblad drauf steht und ich mir dementsprechende Fotoqualität erwarte.

Alfred Proksch

Genau so – dir muss es gefallen – wenn der angebissene Apfel so wichtig ist dann bleibt dir nichts anderes übrig als das zweit beste zu erwerben wenn du auch Bilder machen möchtest. Herzlichen Glückwunsch vorab.

joe

Sei dir gegönnt!

Mirko

Weil ich ein Snob bin und Hasselblad drauf steht”
Und da ich Sozialist bin habe ich mir das Stasi-Phone mit VEB Carl Zeiss Jena Optik gegönnt ✊😂

Johannes Pottfay

Tja, wer’s benötigt …

Uneternal

Bevor ich mir so eine Kurbel ans Smartphone dranschraube, pack ich lieber meine richtige Kamera ein, mit richtigem Zoom und nicht nur Digitalcrop aus einem 200MP Wasserfarbenbild mit K.I. Verbesserungen.

Michael Moos

sehe ich auch so, gefällt mir auch nicht optisch so eine Kombi und zu teuer

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