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Erste Leica mit EVF kommt wohl bald (Wochenrückblick)

Mit der M EV 1 wird Leica wohl diesen Monat das erste M-Modell mit elektronischem Sucher vorstellen. Im Photografix-Wochenrückblick werfen wir einen letzten Blick auf die Gerüchte!

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Die wichtigsten Foto-News der Kalenderwoche 39

Erstes Makro in der G-Master-Serie

Ich habe heute Lust mit dem Sony 100mm f/2.8 Macro GM zu starten! Denn damit hat Sony für die G-Master-Serie ein neues Makroobjektiv präsentiert, das eine wirklich starke 2,8-fache Vergrößerung schafft.

Möglich ist das, da das Sony-Objektiv kompatibel mit Telekonvertern ist. Ohne Konverter schafft das Objektiv immer hin eine 1,4-fache Vergrößerung. Die Naheinstellgrenze liegt insgesamt bei 26 Zentimetern. Das ist okay!

Spannend ist auch, dass Sonys neues Makro eine Focus-Clutch-Funktion bietet. Heißt, Ihr könnt den Fokusring nach vorne bewegen, um dann auf einen manuellen Fokus mit linearem Fokusring zu schalten. Ich hab’ die OM-1 Mark II mal mit dem 90mm-Makro von OM System genutzt und gibt’s das auch. Wirklich praktisch, um nochmal feinzujustieren – Video gibt’s über den Link hier oben irgendwo.

Aber zurück zu Sony: Das neue 100mm Makro wiegt 646 Gramm, Filtergewinde misst 67 Millimeter und preislich liegen wir bei 1.599 Euro!

Fuji X-T30 III kommt wohl noch im Oktober

Ganz kurz eine Info für Fuji-Fans: Laut der Seite Fujirumors soll diesen Oktober schon die X-T30 Mark III auf den Markt kommen. Dabei spekuliert die anonyme Quelle, dass die neue Generation wohl mehr sein soll als nur ein kosmetisches Update.

Mehr Infos – auch darüber, wie das mit der X-T50 zusammenpasst – gibt’s in Jürgens verlinkter News!

“Oktober-Offensive” von Leica

Ebenfalls im Oktober kommen wohl zwei Kameras von Leica! Aktuelle Leaks sprechen dabei von einer “Oktober-Offensive”, die sowohl eine Q3 Monochrom als auch die neue M EV1 mit elektronischem Sucher umfassen soll.

Zu dieser gibt’s ja schon seit einigen Monaten Gerüchte und ich hatte auch in Photografix-News schon ein paar mal davon gesprochen. Basieren soll sie auf der M11-P aus dem Jahr 2023 und einen 0,5 Zoll großen elektronischen Sucher mit 5,76 Millionen Bildpunkten erhalten. Da das Fenster für den Messsucher wegfällt, wird die Kamera ein bisschen untypisch für Leica aussehen. Dafür soll’s aber eine Belederung mit Rautenmuster geben.

Technisch wird die M EV1 wohl sonst keine großen Änderungen bieten. Muss ja auch nicht unbedingt, ein Vollformat-Sensor mit Triple-Resolution-Technik für 60, 36 und 18 Megapixel klingt schonmal ganz gut. Der Maestro-III-Prozessor ist ebenfalls noch aktuell und 64 GB interner Speicher helfen weiter, wenn man die Speicherkarte vergisst!

Zusätzlich zur M EV1 soll auch noch ein neues Leitz-Smartphone kommen. Eher weniger spannend, da es sich wohl wieder um eine Japan-exklusive Koproduktion mit Sharp handelt. Viel spannender wäre es, endlich die M12 zu sehen. Die soll noch mit Messsucher kommen – aber wohl erst 2026.

Glaube, wir können mal weiter machen mit dem nächsten Thema!

Kodak zeigt neuen Farbengativfilm

Als Nächstes gibt’s noch eine analoge Kamera-News! Denn mit dem Kodacolor 100 bringt Kodak einen neuen Farbnegativfilm auf den Markt. Das besondere dabei: Kodak selbst übernimmt das erste Mal seit 10 Jahren wieder selbst den Vertrieb in die Hand.

Laut Instagram-Beitrag von Kodak will man so die Verfügbarkeit und die Marktstabilität verbessern. Das soll auch für eine bessere Preisstabilität sorgen, was dem Film-Markt mal wirklich ganz guttun könnte. Der Kodacolor 100 wird zum Marktstart zum US-Preis von 9,50 Dollar – das sind umgerechnet knapp 8 Euro ohne Aufrechnen der Steuern – verkauft. Für den europäischen Markt gibt’s aktuell noch keine Preisinfos.

Bei US-Händlern wird der Film als besonders feinkörnig mit natürlichen Farben und ausgewogenen Hauttönen beschrieben. Zukünftig soll’s zudem noch eine Version mit ASA 200 geben.

Ebenfalls interessant: Die Seite Analog Café berichtet von Fotografen, die vermuten, dass der neue Kodacolor dem Kodak Pro Image 100 sehr ähnlich oder sogar identisch sein könnte. Und den hatte ich neulich in der Sommerpause mit im Urlaub. Zwei Fotos gibt’s in dieser Folge, für mehr schaut nochmal hier oben links im Bild in die erste Folge nach der Pause.

Vielversprechende MFT-Kompakte auf Kickstarter?

Wir enden diese Woche mit einer ganz netten Idee auf Kickstarter. Dabei gibt’s gleich noch was zum Diskutieren, also bleibt dran.

Okay, die “Esquisse Camera” soll eine nur 350 Gramm schwere superkompakte Systemakera im Stile der Panasonic GM5 oder der Olympus Pen-F werden. Dabei soll sie einen 20-Megapixel Micro-Four-Thirds -Sensor nutzen und 256 GB internen Speicher bieten.

Preislich will der Hersteller Esquisse bei unter 2.000 US-Dollar bleiben. Jürgen stellt die Kamera nochmal ein bisschen genauer vor in seinem Artikel. Aber ich frage mir bei solchen Kameras immer:

Wer kauft das? Es gibt ja durchaus einige interessante Ideen bei Kickstarter und Kameras wie die Pixii-Kamera kriegen auch durchaus positive Reviews. Aber zu Preisen um 2.000 US-Dollar würde ich persönlich echt auf bewährte Hersteller zurückgreifen. Allein schon wegen Reparaturmöglichkeiten, Software-Support, Zubehörteilen und so weiter.

Seid Ihr da experimentierfreudiger? Wie viel gebt Ihr für Foto-Experimente aus? Vielleicht bin ich da auch ein Sonderfall – mir war ja sogar die X-Half für 800 Euro zu experimentell.



Damit verabschiede ich mich und sage wie immer: „Bis zum nächsten Mal!“

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Leonhard

Kameraden, dann sollten wir uns sputen, damit wir uns gleich zu Anfang eine Leica sichern!

Zwar soll die mit der zum Model passenden Vitrine 15.000 Ucken kosten, was aber gemessen an der Nikon Zf, welche etwa zeitgleich als Sondermodel mit dem genau aus deren Entwicklungszeit passenden spätgotischen Altar zu erwerben ist, nicht mal ein Drittel vom Preis dieser Profikamera kostet.

Fairer Weise muss meinereiner allerdings noch erwähnen, dass bei der Nikon noch ein Zertifikat beiliegt, auf welchem der Jakob Fugger mit eigenhändiger Unterschrift bestätigt, dass er mit seinem Portraitbild, geschossen mit dieser Kamera von einem damals noch jungen Pressefotografen, höchst zufrieden war.

Stefan Zimmermann

Leica bringt Rautenmuster, 64 GB Speicher und elektronischen Sucher, alles was man braucht, um Luxus zu spüren, während man die Speicherkarte zu Hause lässt und nach drei Fotos merkt, dass’s auch intern eng wird.

Alfred Proksch

Cleane digitale Bilder gibt es wie Sand am Meer !! Zukünftig jede Menge KI generierte Bilder von „Promt-Künstlern“!! Wer es mag darf seine eigenen Werke gerne zu den Milliarden bereits im öffentlichen Netz befindlichen Fotos hinzufügen.

Foto-Experimente sind das Salz in der kreativen Suppe. Damit meine ich keinesfalls die nachträglich im Bildbearbeitungsprogramm entstandenen durchaus sehenswerten Fotos sonder das was VOR dem Auslösen passiert. Eine Bildidee konsequent ausarbeiten, das nötige Zubehör dafür besorgen, mit den Modellen die Szenen absprechen, oder Landschaftsaufnahmen vorbereiten indem der richtige Zeitpunkt, der perfekte Lichteinfall, die richtigen Filter und die für das Foto richtigen Kamera internen Einstellungen vom Bildermacher vorgenommen werden. Frei nach dem Motto: Selbst ist der Fotograf !

Das lasse ich mir gerne einige Euronen kosten, denn wenn nachher alles so ist wie von mir gedacht macht es mich glücklich, denn ich und nicht ein Algorithmus war der Kreative.

Alfred Proksch

Warum ich den voll beweglichen Sucher der Fuji GFX100-2 so liebe und warum ich eine “M EV1” mit sicherlich sehr guten EVF nicht kaufen werde! Der Fuji Sucher ist ein Genuss, kombiniert mit dem Display lässt sich damit wunderbar arbeiten, der AF ist für meine Art der Fotografie mehr als ausreichend, ebenso die Bildrate. Auf die Schnelle mit den Filmsimulationen etwas Abwechslung erzeugen funktioniert wunderbar. Welche ungeahnten Möglichkeiten in einem EVF stecken zeigt die GFX100RF mit ihrer Festbrennweite, den Beschnitten und den Filmsimulationen, LUTS. Einfach genial! Wie von einem anderen Planeten ist die Handhabung der Leica M-11 mit dem 35mm Objektiv. Erstens das wunderbare optische Bild. Der eingeblendete Leuchtrahmen zeigt außerhalb seiner Begrenzung ein erweitertes Blickfeld, das macht der EVF nicht. Nicht überflüssiges muss per Menü aufgerufen, an oder abgewählt werden. Der AF! Die KI schreibt dazu: Die Hyperfokale Schärfe beschreibt die Fokussierungsentfernung bei der eine maximale Schärfentiefe erreicht wird. Das würde ich als Blenden abhängigen Autofokus beschreiben. Hat der Fotograf seine M einmal eingestellt bleibt sein Kopf frei für die Bildgestaltung und für seine Motive. Manuell die Entfernung einstellen weil er bei Porträt freigestellt arbeiten möchte ist auch bei schlechtem Licht kein Problem, das funktioniert nach kurzer Eingewöhnung blitzschnell.… Weiterlesen »

Mirko

Welche ungeahnten Möglichkeiten in einem EVF stecken zeigt die GFX100RF mit ihrer Festbrennweite, den Beschnitten und den Filmsimulationen, LUTS. Einfach genial! “

Da bin ich ja so ganz bei Dir 👍 Dreh Quadrat, dreh Hochformat, dreh X-Pan usw, bin echt gespannt was die nächste XPro alles so “erben” wird. Heute war Friseur angesagt, eigentlich hatte ich eine Idee aber leider hatte ich den Everyday Filter vergessen. Mein Friseur kam auch noch auf dumme Gedanken …jetzt kann ich beim nächsten Besuch auch noch das Stativ mitschleppen 😂
https://ibb.co/nN3C66Df

chris XX

… so´n Telephon hab ich auch …

J.Friedrich

Jo’mei, der’Robert’hald, der’Pfundskerl, der … 😉

Mirko

… sag bloß Du kennst ihn 😳

J.Friedrich

Wer kennt ihn nicht … den Robert und den Louis 😉😂 … Mia san in der Welt und de san in uns! Lg

Mirko

… ich verstehen 😂

chris XX

Aus meiner Sicht ist ein EVF bei so einer Camera nur sinnvoll wenn sie auch einen AF bekäme. Das wäre dann eine
M-AF mit L-Bajonett. Das man dann das Gehäuse nicht 1:1 Übernehmen kann ist mir auch klar. Ich kenne das Auflagemaß der beiden Bajonette nicht. Je nach dem, müßte dann die M-L halt etwas dicker werden.

Thyl Engelhardt

Sollte die Überschrift nicht eher lauten “Letzte Leica bekommt EVF”? soweit ich das sehen kann, haben alle andere Modelle das mittlerweile, sollte jemals eine S4 kommen, wäre sie dann das Allerletzte.

Thomas H

Was soll das denn: “Da das Fenster für den Messsucher wegfällt, wird die Kamera ein bisschen untypisch für Leica aussehen.” Die Kamera sieht untypisch Leica aus, bloß weil das kleine Fenster wegfällt? Wie sieht sie denn dann aus, wie eine Sony?