Leica Kameras

Leica M11-V: Erste M-Kamera mit elektronischem Sucher soll im Oktober erscheinen

Die Veröffentlichung der wahrscheinlich ungewöhnlichsten Leica M rückt immer näher. Ein Insider will jetzt den Monat der Vorstellung in Erfahrung gebracht haben.

Nur noch wenige Monate

Leica steht vor einem bedeutenden Schritt in der Geschichte der M-Serie: Im Oktober 2025 soll erstmals die M-Kamera mit fest integriertem elektronischem Sucher (EVF) erscheinen. Das berichtet die Gerüchteseite Leicarumors unter Berufung auf Insider-Informationen.

Die neue Kamera trägt voraussichtlich den Namen M11-V, wobei das “V” für “Viewfinder” steht. Der Name M11-V ist nicht in Stein gemeißelt, womöglich entscheiden sich die Wetzlarer auch noch für ein kompakteres “M-V” als Namenszusatz.

Als Basis dient die 2023 eingeführte M11-P, allerdings verzichtet Leica zugunsten des EVF auf das charakteristische ISO-Wahlrad in der Deckplatte. Mockups zeigen eine deutlich aufgeräumtere Oberseite ohne die gewohnte Bedienelemente.

Erste konkrete Hinweise auf die baldige Markteinführung liefert die Beta-Version der Leica-Fotos-App, in der bereits Referenzen zur M11-V entdeckt wurden. Zudem registrierte Leica in China eine neue Kamera mit der Modellnummer “M 4246”, deren Funkspezifikationen der M11-D entsprechen.

Parallele Entwicklung zur M12

Wichtig ist die Abgrenzung zur ebenfalls in Entwicklung befindlichen M12: Leicarumors betont, dass es sich um zwei völlig getrennte Projekte handelt. Während die M11-V als moderne Ergänzung zur bestehenden M11-Serie positioniert wird, bleibt die M12 als traditioneller Nachfolger mit Messsucher in der Pipeline. Allerdings wird diese frühestens Ende 2026 erwartet, möglicherweise sogar erst später.

Das jüngste Firmware-Update für die M11-Kameras habe die Produktlinie stabilisiert und Startprobleme behoben. Leica plane daher, die M11-Serie noch längere Zeit parallel zu verkaufen, was die Strategie einer schrittweisen Produkterweiterung statt radikaler Ablösung unterstreiche. Das Basismodell der M11 ist sogar bereits am Ende ihres Zyklus angelangt.

Beitragsbild: Leicarumors

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Alfred Proksch

Den klappbaren EVF an der Fuji GFX liebe ich, den möchte ich nicht missen. Genau so wenig den EVF-Visoflex an der M-11 wenn ich Fremdobjektive verwende.

Bin ich mit den drei Festbrennweiten und der M11 unterwegs genieße ich den klaren Durchblick des optischen Suchers. Der eingeblendete Leuchtrahmen ermöglicht es auch die außerhalb des Bildausschnittes befindlichen Dinge zu sehen. Kontrast, Farben sind so wie es mein Auge empfindet dargestellt. Ich sehe das „reflektierte“ und nicht ein elektronisch aufgehübschtes „hinterleuchtetes“ Bild.

Für mich ist der EVF einer M-11V ein Zugeständnis an die jüngere Kundschaft, sozusagen ein „Kaufanreiz“. Eine weitere Obsession Umsatz zu generieren!

Möchte Leica eine der üblichen Vollformat Kisten in den Verkauf bringen böte sich eine mit dem L-Bajonett ausgestattete Q4-L an. Fände ich persönlich die bessere Lösung.

J.Friedrich

Du nutzt doch selbst den Visoflex, insofern, denke ich, hat sich die “Weltsicht” mit u ohne Durchblick sowieso geändert – Leitz ist da insofern Kundenorientiert – 90% derer, die nachwachsen können dem optischen Sucher wahrscheinlich garnix mehr abgewinnen …

Mirko

warum nicht eine Leica M EVF und von Panasonic das “Schwestermodell” mit AF und L-Mount 🤔 so würde man sich auch nicht in die Quere kommen

J.Friedrich

Die S9 beweist, basierend fehlender integrierter, bzw. optionaler Aufsteck-Sucher, dass man wohl “leider solche Gespräche” führt, zwischen den Partnern u natürlich auch Konkurrenten …

Mirko

Ich weiß nicht ob Du es schon gesehen hast, bei Krolop & Gerst kannst Du dir ein kostenloses LUT Paket für die S5II runter laden 📷
Jetzt mal den Preis aussen vor gelassen, ich wüsste nicht ob ich eine M EVF nehmen würde oder eine S9 (mit Sucher) mit Adapter 🤔

Klaus

Ich bin selbst gespannt, wie sich dieses System am Markt schlägt. Persönlich habe ich mir immer einen verbauten EVF für ein M-Modell gewünscht. Die Kamera bleibt in seiner Größe erhalten und die Makroscharfstellung und Schärfetiefenbeurteilung wird erheblich erleichtert. Das wird spannend. Eine Q für Wechselobjektive würde ich aber, so glaube ich, vorziehen.

J.Friedrich

Es ist der erste Schritt zum System QM …

chris xx

… oder L-M, mit L-Bajonett und AF …

Red and Gold

Interessant. Dann ist wohl sicherlich eine Naheinstellgrenze von 50cm möglich.

Mirko

…vielleicht verstehe ich dich falsch aber es ist doch schon möglich

Red and Gold

Der Messsucher geht nur bis 70cm. Mir ist das mit Live View oder Visoflex viel zu fummelig.

Rolf Carl

Schade, dann ist es wohl nichts mehr mit dem entschleunigten Fotografieren mit einer Leica.

Turmfalke

Vermutlich eher ein Sammlerstück mehr für die persönliche Vitrine. 😉 Bisher habe ich noch keinen Fotografen angetroffen, mit einer Leica, entweder fotografieren sie mit Nikon, Canon, Sony und ein paar wenige noch mit Fuji oder Minolta Kameras, aber Leica? Die meisten aber mit Nikon oder Canon. Das ist nur meine persönliche Beobachtung!

Nepomuk Hirrlinger

Das liegt daran, dass die Leica ja so unauffällig ist! 😉

Peter Braczko

Ja, ja – das übliche Leica-Geplapper. Gerade klickte ich mich einmal durch die Photografix-Lesergalerie bis zum Monat April und legte mein Augenmerk nicht nur auf die Motive, sondern auch, mit welcher Kameramarke da belichtet wurde. Also viel Nikon und Canon, Sony und Fuji auch dabei, Panasonic nicht so stark – aber egal, hier haben einige Photografix-Leser aktiv mitgemacht. Sehr gut! Allerdings: Die Leica-Amateure Proksch und Irrlinger beschränken sich – wie erwartet, nur auf Textbeiträge – und von April 2025 bis Juli 2025 ist in der Lesergalerie kein einziges Leica-Foto zu sehen?!

Matthias

…gut beobachtet. Aber macht das jetzt Sinn, die Fotos danach zu beurteilen, mit welcher Kameramarke sie gemacht worden sind? Und jetzt sag nicht, die Nikon-Fotos sind herausragende Meisterwerke der Fotokunst allein weil sie mit Nikon gemacht wurden…:-))

Peter Braczko

…hatte ich auch mit keinem einzigen Wort so formuliert, ich beschrieb nur den Anteil verschiedener Kameramarken in der Lesergalerie. Nicht verstanden? !

Martin Bauer

Hallo Herr Braczko,
es gibt selbstverständlich einige Leica User, deren Kameras mit Zubehör nicht in Vitrinen landen und an die fotografische Front kommen. Ich kann mir ehrlich gesagt auch nicht so recht vorstellen, dass Sie das nicht wissen?! Dass Leica/ Leitz auch gerne den Luxusmarkt und Sammler bedient ist doch nicht schlecht. Jede Kameramarke hat hoffentlich auch diese Anhängerschaft.
Der relativ hohe Preis bremst selbstverständlich eine noch weitere Verbreitung von Leica Produkten aus, fördert aber auch den exklusiven Status. Bei Armbanduhren und Autos ist das ähnlich und die überwiegend männliche Klientel sehr anfällig für diese Anschaffungen.
Die Lesergalerie hier ist doch nur repräsentativ für eine für mich teilweise gespielt erscheinende, sich langweilende sehr streitlustige Gefolgschaft, bedient meist nur ihren Fotostil und überträgt das leider auf alles andere ohne den Hauch einer Selbstkritik erkennen zu lassen.
Ich kenne einige Leica User. Im letzten Artikel über Leica zum Jubiläum habe ich noch relativ spät vor ein paar Tagen ein paar Gedanken zum Thema geäußert, wurde aber wahrscheinlich nicht mehr wahrgenommen. Das kann aber dort noch gerne nachgelesen werden.
Einige Leica- Bildbeispiele von mir auf Instagram unter cmb.foto.

Leonhard

Vergebene Liebesmühe, werter Herr Bauer!

Allerdings ist ihr Name ein Hinweis auf genau das Problem, welche viele Leica-Kritiker hier haben, ist auch aus der Landwirtschaft bekannt: Wenn man am Kuhstall die Türe nur ein Paar Meter versetzt, dann steht so ein Rindvieh muhend vor der zugemauerten Tür, bis man ihm zeigt, dass die Tür jetzt ein Paar Meter weiter auf der Seite ist. In der Fotografie sind einige altersbedingt darauf angewiesen, dass sie mit ihrer Marke ablichten, weswegen die meinen, man könne nur “mit dieser Marke” Bilder machen, was aber, wenn zwischen den Ohren noch was ginge auch mit anderen Marken, ergo auch mit einer Leica klappen würde.

Monatsgalerie und LEICA: Erstens hat LEICA einen etwas geringeren Marktanteil als andere Hersteller, zweitens sind LEICA-Fotografen in der Regel entspannte Menschen, denen ein krankhafter Darstellungsdrang abgeht, was zu weniger “zeigen wollen” führt, vgl. unseren geschätzten Alfred, der weiß was er kann und mampft lieber eine Leberkässemmel.

Martin Bauer

Ist sehr nett zu lesen, lieber Leonhard! Die Hoffnung stirbt aber bekanntlich zuletzt. So wäre es schön, wenn man sich, auch in diesem Forum, ausgehend von der gemeinsamen Minimalschnittmenge, der Freude und Begeisterung für Fotografie, dem Bilder/ Video Produzieren und der hierfür erforderlichen Technik, mehr gegenseitige Wertschätzung gönnen würde.
Gerade, wenn hier viele behaupten, professionell zu arbeiten und dies vielleicht auch wirklich tun, dann sollte bekannt sein, dass es Auftraggebern völlig egal ist mit welchem technischen Gerät das gewünschte Ergebnis erzielt wurde bzw. wie viel Schweiß und, bei Unerfahrenheit, auch Angst zu versagen mit einfloss. Einzig das gewünschte Resultat zählt.
Schöne Grüße

Klaus

Bei dem Marktanteil von Leica wundert mich diese Beobachtung nicht. Meine Beobachtung ist eine andere. 90% fotografieren mit einer Leica, selbst wenn sie schon 60 Jahre alt ist. Gut, bezogen auf ein Leicatreffen unter Leicafreunden. Aber Recht hast Du schon. Eine Leica ist ein Nischenprodukt. Wann hast Du den letzten Ferrari auf der Autobahn gesehen der dich überholt hat?

Turmfalke

Ein Ferrari habe ich bisher glaube ich einmal in meinem Leben gesehen. ;-), und keiner hat mich bisher überholt, das ist so, und ich fotografiere sehr viel in der Natur, das habe ich vergessen zu erwähnen, und dort eben, kein Fotograf mit einer Leica. Habe aber auch noch nie mit einer Leica Kamera fotografiert, es ist eine reine Beobachtung, ohne zu werten. Könnte sie mir aber auch nicht leisten, schade, leider einfach eine Luxusmarke.

Rolf Carl

Stimmt, in der Natur habe ich noch überhaupt niemanden mit einer Leica gesehen

Peter Braczko

Das wird auch weiterhin so bleiben…..Kälte, Feuchtigkeit, Sand, extreme Hitze, alles nix für Leica-Besitzer!

Klaus

Nicht unbedingt. Vor Jahren habe ich mir eine solche Kamera aus der GX80 “gebastelt”. AF deaktiviert und Blendenvorwahl eingestellt. Bestückt mit einigen lichtstarken Leica DG Objektiven und man hat nicht anderes. Nur eben nicht mehr wie im letzten Jahrhundert. Der Entschleunigungseffekt bleibt vorhanden, oder gerade deswegen.

Rolf Carl

Sag ich ja immer, entschleunigen kann man mit jeder Kamera: einfach alles auf M und los gehts.

Alfred Proksch

Sehe ich mir Mirkos X-Half Bilder, oder seine sonstigen Experimente an dann ist mir klar, er hat richtig Spaß an der Fotografie. Alles was Technik, Zubehör, Software und eigene Kreativität zu bieten hat wird gezielt miteinander verwurstet. Echt klasse!

Eine Leica M11-V ist für mich persönlich NUR eine weitere Variante im M-Universum. Aus meiner Sicht würde das M-Bajonett sehr gut an ein weiteres Q-Modell passen. So würde Leica nicht mit dem L-Allianz Partner Panasonic und dessen S9 System kollidieren, könnte gleichzeitig ohne die Puristen zu verärgern einige Software Funktionen an alten M-Objektiven zur Geltung bringen.

Mirko

Danke für den Blumenstrauß 💐
Ja die X-Half macht mir mal richtig Spaß und die teuerste Kamera ist ja die welche nur in der Ecke liegt. Vorletztes Wochenende spielte ich, bei der XT-50, Ektachrome 320T auf und habe gewartet bis endlich meine “Neonpalme” in der Dämmerung anspringt. Für mich, Test bestanden 😎 Leider lag auch meine Halbe auf dem Gartentisch, mit der bin ich dann durch die Blumentöpfe gezogen. 😂 Morgen kommt wohl der Druck auf Alu an (inkl. neuen Gutschein), den werde ich wohl mal nutzen für eine Collage auf Alu in Gold 🤔
https://ibb.co/x8YkjL3r

Alfred Proksch

Super – so etwas muss an die Wand sofern noch ein Plätzchen frei ist!

Das Beharrlichkeit mit gezielt eingesetztem „Fortschritt“ kombiniert werden kann beweist Leicas M-System mit Bravur. Warum sich das rechnet? Weil kluge Menschen das dahinter stehende Konzept verstanden haben.

Richtig ist das an fast jeder DSLM die Automatikfunktionen abgeschaltet werden können. Objektive ohne Blendenring, Kameragehäuse ohne Zeiten-Rad und ohne ISO Rädchen lassen das Gefühl selbst Herr der Dinge zu sein nur sehr schwer aufkommen. Hochwertige moderne Kunststoffe sind eine feine Sache. Welche Haptik sie an den DSLM Boliden sowie den dazu gehörigen Objektiven vermitteln kennt jeder aus eigener Erfahrung.

Wie schön das es Alternativen gibt. Übrigens ebenfalls für die riesigen Smartwatch Klötze die heute gern stolz am Handgelenk mitgeschleppt werden. Die Schweizer Uhrenindustrie erfreut sich währenddessen an der exklusiven Kundschaft mit Stil.

Übrigens bietet Fuji mit der X-Half, der GFX100RF, den X-Pro Modellen Kameras für den besonderen Fotografen an. Den (Entschuldigung im Voraus) üblichen Vollformat Boliden Schrott überlassen sie gern den „Platzhirschen“ Canon, Nikon und Sony. Die dürfen sich gerne um die weniger werdende Kundschaft mit dem Millisekunden schnellen AF und den 10.000 Bildern pro Sekunde prügeln.

Klaus

Schon wenn man keinen Smartwatchklotz am Arm trägt, zeigt man schon mal Stil. Zum Glück braucht man dazu aber auch keine Schweizer Uhr, welche in der Produktion keine 10 Franken kostet (SWATCH-Modelle) und dann für 400 Franken verkloppt werden.

Gerald Pfeiffer-Raab

Ein Kombinierter Sucher, wie der von Fuji`s X Pro Modellen, fände ich schon Reizvoll. Ich selbst nutze für Street, meine für Vollspektrum umgebaute PEN F, mit zwei Leica M Linsen (28mm und 90mm) plus Einsteckfilter. Damit kann ich normal und Infrarot fotografieren.

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