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Wir müssen mal wieder über RF-Objektive von Drittherstellern reden

Die CP+ 2024 hat neue Aussagen zutage gefördert, wie Canon derzeit zu RF-Objektiven von Drittherstellern steht. Auch Sigma hat sich geäußert.

Satz mit X, das war mal wieder nix

Das Thema „RF-Objektive von Drittherstellern“ begleitet uns nun schon seit Jahren. Zuletzt durfte man sich im November 2023 Hoffnungen machen, dass der Einstieg von Sigma im Rahmen der CP+ 2024 erfolgen könnte – doch die Gerüchte haben sich schlussendlich nicht bewahrheitet. Mal wieder.

Aktuelle Interviews haben aber zumindest einige neue Aussagen von Sigma und auch von Canon selbst zutage gefördert, die wir uns hier etwas genauer anschauen wollen.

Aussagen von Sigma CEO Kazuto Yamaki

Sigmas CEO Kazuto Yamaki hat sich im Gespräch mit phototrend.fr folgendermaßen geäußert (maschinell übersetzt):


„Leider kann ich Ihnen zu diesem Thema keine weiteren Informationen geben. Wie ich Ihnen bereits im letzten Jahr gesagt habe, sind wir uns der Nachfrage der Kunden nach solchen Objektiven bewusst. Um ehrlich zu sein, wird diese Nachfrage immer stärker. Wir alle bei Sigma sind der Meinung, dass wir auf diese Nachfrage reagieren müssen, aber im Moment können wir keine Antwort geben. Ich kann Ihnen keine Roadmap für das Canon RF-Bajonett ankündigen.“
Kazuto Yamaki, Sigma CEO

Also keine großen Neuigkeiten von Seiten Sigmas, eine Aussage fand ich dennoch interessant: Wir sind der Meinung, dass wir auf diese Nachfrage reagieren müssen, aber im Moment können wir keine Antwort geben.

Das klingt schon sehr eindeutig danach, dass Sigma unbedingt eigene RF-Objektive anbieten möchte, es bisher aber nicht zu einer Einigung mit Canon kam (oder eine potenzielle Einigung zumindest nicht kommuniziert werden darf).

Canon: „Es gibt keine Einschränkungen“

Kommen wir zu den Aussagen von Canon. Diese stammen von Tsuyoshi Tokura, Senior Managing Executive Officer und stellvertretender Geschäftsführer der Canon Imaging Group. Ich zitiere aus dem Interview mit dem japanischen Magazin mynavi.jp (maschinell übersetzt):


Diese Situation [= nur sehr wenige RF-Objektive von Drittherstellern, keine mit Autofokus] hat unter Fotofans zu Spekulationen und Gerüchten geführt, wie z. B. ‚Gibt es eine Politik, den RF-Anschluss nicht für andere Unternehmen zu öffnen?‘ und ‚Gibt es irgendwelche Einschränkungen, wie z. B. keine AF-Objektive, aber MF-Objektive sind erlaubt?‘
Als diese Fragen an Herrn Tokura gestellt wurden, antwortete er sofort, dass Canon mit Drittanbietern auf verschiedene Weise über Objektive mit RF-Anschluss kommuniziert und „dass es keine Einschränkungen gibt“. Er dementierte schnell die gerüchteweisen Spekulationen unter Fotofans.
Mynavi.jp im Gespräch mit Tsuyoshi Tokura

Hier muss ich gleich mal einhaken:

  • Dass Canon in der Vergangenheit aktiv gegen Dritthersteller vorgegangen ist, die RF-Objektive mit Autofokus auf den Markt gebracht haben, ist keine Spekulation. Canon hat – unter anderem in einem Statement gegenüber Photografix – selbst bestätigt, dass das der Fall ist.
  • Canon hat zuletzt im Sommer 2023 davon gesprochen, dass man das RF-Bajonett durch Lizenzierung für Dritthersteller geöffnet habe (wir berichteten). Allerdings sei die Lizenzierung auf bestimmte Unternehmen beschränkt und man prüfe von Fall zu Fall, ob eine Lizenz erteilt wird oder nicht. In meinen Ohren klingt das keineswegs nach „es gibt keine Einschränkungen“.

Im weiteren Verlauf des Interviews ist der folgende Abschnitt interessant:


Auf die Frage, wann RF-gestützte Produkte von Dritten erhältlich sein werden, vermied er [Tsuyoshi Tokura] eine endgültige Antwort, sagte aber, dass „die Kommunikationstiefe (bis zur Kommerzialisierung) wahrscheinlich mehr als zur Hälfte abgeschlossen ist“. Er deutete an, dass die Verhandlungen gut vorankämen. […] „Die Kommunikation mit Drittherstellern ist intensiver als in den Anfangstagen“.
Mynavi.jp im Gespräch mit Tsuyoshi Tokura

Ich habe hier mal die „originale“ Übersetzung von DeepL eingebunden, als alternative Übersetzung des entscheidenden Satzes wird „dass die Gespräche (bis zur Markteinführung) wahrscheinlich mehr als zur Hälfte abgeschlossen sind“ vorgeschlagen. Das klingt schon etwas weniger sperrig und inhaltlich eindeutiger. Trotzdem muss man da ein kleines bisschen vorsichtig sein, eine maschinelle Übersetzung kann immer zu Missverständnissen führen.

Trotzdem, dieser Aussage kann man ganz klar entnehmen, dass derzeit (langwierige?) Verhandlung zwischen Canon und verschiedenen Drittherstellern geführt werden.

Es bleibt eine zähe Geschichte mit den RF-Objektiven von Drittherstellern. Hinter den Kulissen scheint es zwar durchaus Annäherungen und Fortschritte zu geben, als Kunde hat man davon bisher aber nicht profitieren können. Da ist weiter Geduld gefragt, die hoffentlich irgendwann belohnt wird.

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m0nk3y4rt

Bei Fuji hat die Öffnung bei den Drittherstellern auch zu mehr Kameraverkäufen geführt, Canon wäre gut beraten es den Herstellern einfacher zu machen.

K.W.

Es kommt darauf an.
Wo ist die Gewinnspanne größer.
Bei den Kameras oder den Objektiven. Wenn der Geldbringer die Optiker sind, möchte man verständlicher Weise keine Fremdhersteller.
Es seidenn man kann ziemlich hohe Lizenzgebühr verlangen.
Mehr Gehäuse zu verkaufen würde nichts bringen wenn man das Geld über die Objektive verdient.

Fremdhersteller sind zwar für uns Kunden schön, interessiert aber Canon nicht.
Marktwirtschaft bedeutet ich will keine Kunden sondern das Geld. Und dieses bekommt man über die Kunden.
Der Kunde ist also Mittel zum Zweck.
Der Kunde ist nicht König sondern der Goldesel.

Thomas Müller

Eine grössere Anzahl an verkauften Gehäusen kann auch zur Folge haben, dass man mehr eigene Objektive verkauft, trotz der Existenz von Fremdobjektiven. Insofern muss die Rechnung nicht stimmen.

Lehrmann Rudolf

In der heutige Zeit wo immer mehr aufhören zu fotografieren dank Smartphone-iPhone, immer weniger Kameras verkauft werden; sollten die Hersteller sich mal überlegen ob in 10 Jahren es Sie noch alle gibt auf dem Markt!

Carsten Klatt

Das wird der Sargnagel für Canon. Irgendwann ist ihr eigenes Klientel von DSLR auf DSLM umgestiegen. Neukunden finden bei anderen Herstellern alles was sie brauchen. Angesichts der Apothekenpreise geht kaum mehr einer zu Canon. Darüber hinaus gibt es für Einsteiger einen wundervollen Gebrauchtmarkt. Sinken die Absatzzahlen, müssen sie handeln. Der Erosionsprozess ist ja schon im Gange.

John

Ich habe selber eine R5 gekauft. Bin sehr zufrieden und hoffe noch immer auf Sigma oder Tamron. Wenn da aber nichts kommt, bleibe ich bei meinen EF Objektiven. Habe das Hobby geliebt. Aber wenn da nichts kommt, ist es leider nichts mehr für mich. Und in nicht all zu ferner Zukunft sind die Handys auf einem Level, dass eine Kamera als Hobby sich nicht mehr lohnt. Ist ja eigentlich jetzt schon fast so weit.

lichtbetrieb

Das Thema Dritthersteller ist längst ein Emotionales Thema, vor allem da die Konkurrenz von Canon sich strategisch anders aufgestellt hat. Auch wenn mir nur wenig fehlt, finde ich es wichtig die Auswahl zu haben. Insofern bin ich mir sicher, ohne Drittanbieter wird Canon die Marktführerschaft verlieren.

Eine Ergänzung eventuell, soweit ich mich erinnere war es Canon Deutschland, die bestätigt hatten, was Drittanbieter anging. Möglicherweise war das nicht im Interesse der Führungsriege in Japan. Raum für Spekulation lassen die Äußerungen. Ich glaube Canon will schon 3. Anbieter, ist aber noch zu gierig und Sigma und Co. sind nicht so blöd und lassen sich nicht auf die Spielchen ein.

J.Friedrich

👍 – Wir zwei werden in Zukunft keine Wartezeiten mehr haben, wenn neue Canon-Toplevel-Produkte auf den Markt kommen – genial wie Canon es mit uns beiden alleine schafft Marktführer & teilweise Technologieführer zu sein und Rendite ohne Ende zu erwirtschaften – Die Japaner haben’s drauf, genauso wie wir beiden als die letzten Canonista. 😉

Ich

„….teilweise Technologieführer zu sein“

Von welchem Jahr redest du? Oder meinst du aktuell?

lichtbetrieb

Haha habe auch das Gefühl das Canon bald für uns exklusiv Produkte bringen wird. Da habe ich ja richtig das Gefühl zu einem ausgelesenen Kreis zu gehören.

Canon schlecht zu machen ist ja wieder dermaßen angesagt, schon erstaunlich. Dabei werden immer neue Sachen gesucht. Damals war es der Dynamik Umfang, da ist Canon jetzt jeder aktuellen VF überlegen, AF konnte schon immer locker mithalten und die Objektive sowieso. 👍

Peter

Hauptsache ihr fühlt euch einigermassen (lichtstarke WW Festbrennweiten😇) gut aufgehoben, dann ist doch alles gut.👍

(Hauptsache, ihr habt kein Sendungsbewusstsein, um in jedem Faden für eure Marke zu missionieren…😇😉)

lichtbetrieb

Nee, das wäre mir zu anstrengend. Bei manchen Kommentaren wird es auch so wild, da weiß man gar nicht wo man anfangen sollte. 😉

J.Friedrich

So isses!

A. Y

Es werden wahrscheinlich nur noch die eingefleischten, Canon Fanboys Canon kaufen, denen ist der Preis nämlich egal, die Profis und Berufsfotografen die das beste vollen und sich auch leisten können werden sich das kaufen. Aber auch viele Hobbyfotografen Profi oder Einsteiger werden sich nach alternative umschauen müssen, bei dem guten Lichtstärke Objektive von Canon Preispolitik jenseits der gut und Böse, die alternative noch bezahlbare Objektive da fängt die blende bei 4 an und endet bei blende 11 VF .

Rolf Carl

Das Problem ist, dass die Canon-Dunkelobjektive für das was sie hergeben auch noch massiv zu teuer sind.

J.Friedrich

😂👍😂 Sprach der CaSoPaLei-Bashing-RistR-NiD500SiTa-Fanboy-Spezialist 😂👍😂

N1USER

Solange es sich für Canon rechnet, ist doch alles prima. Und der Schutz geistigen Eigentums ist nun einmal ein hohes Gut. Da gibt es keinen Rechtsanspruch auf Nachahmung. Wenn Canon diesen Weg zu Ende geht, ist das ein starkes Signal, welches in letzter Konsequenz wahrscheinlich den Gewinn für die Zeit des Patentschutzes positiv beeinflusst. Danach werden die Karten neu gemischt 😉

Rolf Carl

Stimmt, solange jeden Morgen genug Dumme aufstehen und das überteuerte Zeugs kaufen, ist die Canon-Welt doch in Ordnung. Wie du sagst, nachdem Canon abkassiert hat, dulden sie dann Sigma und Tamron, aber vermutlich haben die meisten dann schon zu Sony oder Nikon gewechselt. Wenn Canon nicht noch andere Geschäftsfelder hätte, wären die schon längst pleite.

J.Friedrich

😂👍😂 Sprach der CaSoPaLei-Bashing-RistR-NiD500SiTa-Fanboy-Spezialist 😂👍😂

Lehrmann Rudolf

Ja, Canon wäre Pleite und Sony auch! Weil Sony vom Sensoren Geschäft lebt da Nikon zu blöd ist selbst zu bauen und wartet auf Restposten. Sony verbaut 60 Megapixel und Nikon bekommt paar Exemplare in 3 Jahren!

Rolf Carl

Nikon ist zu klein, um selber Sensoren zu entwickeln und herzustellen. Und dann kommt es ja noch darauf an, was man aus den Sensoren macht, und darin ist Nikon wirklich gut. Und wer braucht schon 60 MP? Vielleicht 1%, und die haben sowieso Mittelformat. Bei den Sensoren hinkt übrigens Canon gewaltig hinterher, 1 Stacked-Sensor mit 24 MP ist alles, was sie zu bieten haben. Nikon hat 2, beide mit 45 MP. Wem das nicht reicht, kann ja zu Sony gehen und Versuchskaninchen für den 24 MP GS-Sensor spielen.

J.Friedrich

👍 – Es muss mit deinem üblichen RistR-Duktus, also wenn es um andere Hersteller als Nikon geht, im ersten Satz heißen: Nikon ist ein Zwerg der nicht in der Lage ist, selbst einen Sensor auf die Kette zu bekommen – ein Abhängiger von Sonys Gunst! 😉 So musst Du das schreiben, sonst erkennt man deinen Stil nicht und denkt Du wärst ein Nikon-Fanatiker!

Peter

😁

Carsten Klatt

Nikon hat genau keinen Sensor. Den baut immer noch Sony. Völlig unwichtig nach welchen Spezifikationen.

Rolf Carl

Ich weiss ja nicht, was für ein Auto du hast, aber egal welche Marke es ist, die Teile sind zu 90% nicht von dem Logo, das vorne drauf ist. Und wenn du nur deutsches Benzin benützen möchtest, dann kannst du gleich zu Fuss gehen.

alex

Vor 3 Jahren stand Nikon kurz vor der Pleite.

Rolf Carl

Mit Betonung auf „stand“.

Carsten Klatt

Seitdem stagnieren die Marktanteile des einstigen Klassenprimus auf solide niedrigem Niveau. Man baut wieder unglaubliche Backsteine und bei den Objektiven fragt man sich zu oft: Wieso?

Rolf Carl

Ich mag Backsteine lieber als Spielzeuge, ich bin schon erwachsen. Für mich passts, was andere machen, ist mir egal.

Martin Berding

Vielleicht stehen sie da immer noch.

Maratony

Auch bei Canon gibt es Menschen die sich darüber Gedanken machen. Scheinbar geht es Ihnen gut genug.
Mit wäre es auch zu teuer, allerdings trifft das auch für Nikon und Sony zu. Da bin ich bei mir sehr zufrieden.

Thomas Müller

Wieso ist es für Canon-Nutzer prima, wenn sie keine Auswahl haben, im Zweifelsfall hohe Preise zahlen müssen, es sich aber für Canon „rechnet“? Stehen für Dich Deine Interessen oder die eines Unternehmens im Vordergrund von dem Du nicht mehr als ein Kunde bist?

Wenn Canon diesen Weg zu Ende geht, ist das ein starkes Signal, welches in letzter Konsequenz wahrscheinlich den Gewinn für die Zeit des Patentschutzes positiv beeinflusst. Danach werden die Karten neu gemischt“

Ich habe mir den ersten Satz nun ca 10x durchgelesen und habe immer noch nicht verstanden, was genau Du damit zum Ausdruck bringen möchtest. Was ist daran ein starke Signal? Meinst Du, Canon erhöht durch den Ausschluss von Drittanbietern seinen Gewinn? Das ist Spekulation, denn niemand kann sagen, wieviele zusätzliche Kunden Canon gewonnen hätte, wenn man auch die Kunden für sich hätte, denen ein grosses Objektivangebot und Auswahl wichtig ist. Ich würde jedenfalls unter den derzeitigen Bedingungen nie und nimmer ins R-System einsteigen.

N1USER

Wenn Canon es schafft, die Zeit des Patentschutzes wirtschaftlich unbeschadet zu überstehen, ist das ein Signal für die gesamte Branche, das es möglich ist, sich Nachahmer so lange wie möglich vom Leib zu halten – sozusagen ein Paradigmenwechsel. Es muss halt nur mal einer es machen 😉

Übrigens hat mich bis heute noch kein mutmaßlich fehlendes Objektiv im Canon-Portfolio von der fotografischen Umsetzung meiner Anforderungen abgehalten 😉

Peter

Du nennst es Nachahmer, ich nenne es mehr Auswahl für den Konsumenten.😊

N1USER

Ja, ich habe es bewusst mal Nachahmer genannt, weil Fremdhersteller zwar eigene Objektivrechnungen einsetzen, die Firmware als zentrales Element für die Funktion aber als geistiges Eigentum des Originalherstellers geschützt ist und bestenfalls nachgeahmt werden kann (Sigma-Prinzip). Und der Hardware-Bajonettanschluss kann eh‘ nicht patentrechtlich geschützt werden. Die Zeiten von Tamron-Adaptall-2 sind leider vorbei – schön war die Zeit 😉

Carsten Klatt

„Wenn Canon es schafft, die Zeit des Patentschutzes wirtschaftlich unbeschadet zu überstehen, ist das ein Signal für die gesamte Branche, das es möglich ist, sich Nachahmer so lange wie möglich vom Leib zu halten – sozusagen ein Paradigmenwechsel. Es muss halt nur mal einer es machen 😉“

Lest Ihr auch mal was Ihr schreibt? 😱

N1USER

Lest Ihr auch mal was Ihr schreibt?“

Wieso? Rechtschreibfehler drin?

Thomas Müller

Wie kommst Du darauf, dass es nicht möglich sein sollte, sich durch Patentschutz Nachahmer vom Leib zu halten? Das weiss doch eigentlich jeder, dass dies möglich ist, vorausgesetzt man hat gut formulierte Patente und ist bereit eine Menge Geld in die Hand zu nehmen, um den Patentschutz auch durchzusetzen. Ich bin mir sicher, auch die Wettbewerber wie Sony, Nikon und Fuji haben ihren Mount und dessen elektronische Schnittstelle mit Patenten abgesichert. Sie gehen aber wohl ganz bewusst einen anderen Weg und vergeben an ausgesuchte Lizenznehmer Lizenzen. Ich sehe es deshalb eher als „starkes Signal“, dass Sony mit seiner Geschäftspolitik ein derart erfolgreiches DSLM-System aufbauen und Nikon, als einer der letzten Einsteiger in den DSLM-Bereich, seine wirtschaftlichen Schwierigkeiten überwinden konnte. Diese Hersteller haben wohl verstanden, dass die Attraktivität und damit auch der wirtschaftliche Erfolg eines DSLM-Systems auf Dauer von einer grossen Auswahl an Objektiven abhängig ist.

Wenn man bereit ist Kompromisse einzugehen bzw auch EF-Objektive zu adaptieren, dann findet man bei Canon sicherlich Objektive. Das ist bei Nikon und seinen FX-Objektiven nicht anders. Trotzdem hat Nikon seinen Z-Mount für Lizenznehmer und im Sinne seiner Kunden geöffnet.

N1USER

Haben wir uns derartig falsch verstanden? Canon hält sich durch den Patentschutz bisher erfolgreich Nachahmer vom Leib – nichts anderes habe ich gemeint. Nach 20 Jahren können die Anderen dann ihr Glück versuchen, z. B. durch Reverse-Engineering. Wenn Canon also 20 Jahre an seinem geschlossenen System erfolgreich festhält, dann ist es ein starkes Signal für die Branche, das dieses möglich ist. Dann werden es vielleicht zukünftig auch andere Hersteller durchziehen, sofern es in ihr Konzept passt. Der Patentschutz betrifft meines Wissens grundsätzlich aber nur die Hard- und Softwareschnittstelle und nicht den Anschluss selbst.

Carsten Klatt

Rechnet sich schon lange nicht mehr. Deswegen steigen ja die Preise ins Unisono. Man kompensiert gerade rückläufige Marktanteile mit höheren Preisen. Das geht noch eine Weile gut…

Tom

Mich hat Canon wieder verloren nachdem seit 5 Jahren immer noch kein RF 35 1.4 erschienen ist.
Bin jetzt beim L Mount

alex

Es ist inzwischen echt absurd wie lange ein RF 35mm 1,4 nun schon überfällig ist. Ich verstehe jeden, der da jetzt die Geduld verloren hat.

Thomas Müller

Bei Nikon sieht es ähnlich aus. Wenn ich mich nicht täusche, ist auch bei Nikon keine Festbrennweite mit f1,4 auf deren Roadmap, erst recht kein 35mm/f1,4. Hätte ich das vor der Anschaffung meiner Z6II gewusst, wäre ich vermutlich im E- oder L-System gelandet. Zum Glück kann man praktisch ohne spürbare Einschränkung E-Objektive an den Z-Mount adaptieren. Sobald ich „von zu Hause“ wieder eine Erlaubnis erhalte, mir ein Objektiv zu kaufen, werde ich wohl bei Sony oder Sigma zuschlagen.

Cat

Einfach Sony oder Sigma oder Nikon FX verwenden – vielfältigstes Bajonett er Welt: Nikon Z

alex

wenn man sich von irgendwelchen fragwürdigen Chinaadaptern abhängig machen will…

Cat

Quatsch – probiere selbst Megadap und dann lernst du mal was Neues!

N1USER

Egal, wie fragwürdig der Adapter sein mag: Es passiert ja nichts 😉

Thomas Müller

Ich habe sowohl den Megadap Adapter der ersten als auch der zweiten Generation und beide funktionieren einwandfrei einschliesslich des AFs (nun gibt es sogar eine MKIII Version). Meine E-Mount Objektive funktionieren mit beiden Adaptern an meiner Z6II wie native Z-Objektive, sogar meine beiden Tamrons. Da ist absolut nichts „fragwürdig“. Wenn Du mir nicht glaubst, dann glaube zumindest Cat, der ist Profi und kann das aufgrund seiner Erfahrung sicherlich nochmals besser als ich beurteilen.

lichtbetrieb

Ich dachte immer Adapter wären verpönt. Wohl nur solange, wie es der eigenen Argumentation nutzt. Nicht wahr?

Cat

Was soll die Anmache?
Offene Menschen, die bereit sind zu lernen u zu verstehen, ändern Meinungen und passen sie rasch neuen Gegebenheiten an.
Ja ich mag per se keine Adapter.
Was Megadap da leistet hat mich aber total überrascht- es ist eine Sensation.
Aber natürlich können sie nicht, oder nicht vollständig die vorgenommenen Korrekturen von Sony nach Nikon transportieren. Das ist he nach Objektiv unterschiedlich.
Aber trotzdem – so etwas kann man sich nur für alle Objektive u Hersteller wünschen, wo es technisch möglich ist. Eine A1 ist eine klasse Kamera, aber die Z9 ist eine ganz andere Klasse und mir lieber, vor allem mit Sony GM Objektiven.
Also – ausprobieren und nicht hetzen oder in Abrede stellen oder einfach alles ablehnen. Bitte mehr aus ERFAHRUNG Kommentare abgeben!
Ich habe wahrlich nicht immer recht und weiß nie alles u überdenke auch bei sachlichen Kommentaren meinen Wissensstand.
Das sollten bisher alle tun und sich nie an Hersteller Klammern, das ist affig – obwohl das Affen nie tun.
Das war jetzt nicht alles auf dich gemünzt, aber deine Anmache war der Anlass.

lichtbetrieb

Das war gar nicht als Anmache gemeint. Alles gut. Zu lernen und auch ggf. seine Meinung zu revidieren finde ich gut. Mein Kommentar zielte auf eine Diskussion ab, wo Adapter als schlecht und nachteilig dargestellt wurden. Das hatte damals schon meiner Erfahrung widersprochen. Deshalb war das für mich einfach eine gewisse Genugtuung. 🙂

An Herstellern klammern ist nicht affig, für die meisten aus finanzieller Sicht sogar ganz empfehlenswert. Affig ist es, wenn man einen Hersteller nicht mag und jede Gelegenheit nutzt, über diesen Hersteller herzuziehen, sei es ist noch so belangloses Detail. Damit meine ich übrigens nicht dich.

OlliKa

Meinst du wirklich, das der Unterschied zwischen 1.4 und 1.8 so riesig ist? Ich bin jedenfalls sehr zufrieden mit den 1.8ern für meine Z6ll und vermisse die 1.4er nicht wirklich. Zur Not gibt’s da ja noch die beiden 1.2er-Linsen. Sind aber echte Trümmer! Und der Preis ist auch nicht von schlechten Eltern.

Thomas Müller

Natürlich ist der Unterschied hinsichtlich Bokeh und Lowlightfähigkeit nicht riesig. Aber trotzdem spürbar. Ausserdem habe ich den Eindruck, dass die BQ bei 1,4er Objektiven oftmals etwas besser ist. Ich finde es jedenfalls schade, dass ich mit meinem Wunsch nach einem 35mmf1,4 im Z-Angebot von Nikon nichts finde und auf andere Hersteller ausweichen muss. Nikons Politik führt dazu, dass ich bald einen für meine Zwecke fast kompletten E-Mount Objektivsatz habe und ich damit sofort mit einem Sony-Body zu fotografieren anfangen könnte. Somit ist für mich ua die Sony A7C II (R) interessant geworden.

N1USER

Ich denke, wir reden hier über die oberen 10%, der Rest der Kundschaft (zu denen ich mich auch zähle) kann mit dem RF 35mm f/1,8 ganz gut leben – auch, wenn es wirklich sehr laut ist 😉

J.Friedrich

Ich gebe Dir absolut recht und wenn Du hier länger mitliest, dann weißt Du, dass ich Ls mit 28/35 in 1,4/(1,2) ebenfalls als Brot u Butteroptiken für mich einschätze – traurig, sehr traurig, dass – berechtigterweise – treue, engagierte Kunden wie Du so verloren gehen und immernoch nur angekündigt wird.

Azzaro

Habe mittlerweile mit Canon RF die Geduld verloren, werde mir in Kürze wohl eine Nikon zulegen aber noch einen Teil meines RF Systems behalten. Sollte mich Nikon überzeugen dann werde ich wohl nach 19 Jahren Canon das System wechseln.

Nicht nur weil Nikon ein sehr attraktives Z Objektiv Angebot mit vergleichsweise lichtstarken Linsen hat sondern weil durch die Dritthersteller und durch das adaptieren von Sony E Mount Objektiven die Möglichkeiten enorm sind!

Rolf Carl

Gratuliere! Ich bin als Nikon-Fotograf zwar nicht gerade neutral, aber ich habe mich in den letzten Jahren auch schon oft darüber geärgert, dass es nicht vorwärts geht. Aber jetzt ist Nikon super aufgestellt und die Preise sind sehr human.

Azzaro

Es geht mir ja gar nicht mal um die Preise von Canon sondern vielmehr darum das mir Canon nicht die Objektive bietet die ich gerne für meine Fotografie hätte/benötige und das sie diesbezüglich auch ihre Kunden vera….!

Einziger Wehrmutstropfen ist für mich die Größe und Gewicht der Z8 da ich etwas Probleme mit den Gelenken in den Händen habe, aber dafür hat Nikon ein schönes Klappdisplay was ich an meinen Canon Kameras sehr vermisse! 🙂

Vielleicht kommt ja in Kürze noch eine kleinere/leichtere Alternative zur Z8, hatte mir seinerzeit die Z9 bei meinem Dealer bestellt, die war mir aber einfach zu groß.

Rolf Carl

Für mich ist die Z8 perfekt, sie ist nur etwa 70 g schwerer als meine jetzige D500. Wenn du Zeit hast, könntest du noch auf eine Z500 spekulieren, wenn dir APS-C genügt. Aber viel leichter als die Z8 wird die auch nicht. Wenn du die schnelle Fotografie nicht benötigst, wäre die Z7II eventuell noch etwas, eine super Allround-Kamera mit sehr guter BQ, und etwa 200 g leichter als die Z8.

alex

Ich halte es für recht unrealistisch, dass sowas wie eine „Z500“ aka High End APS-C Kamera je kommen wird wenn man sich anschaut wie stiefmütterlich Nikon das APS-C Segment seit 2018 betreibt.

Rolf Carl

Ich halte das absolut nicht für unrealistisch, ich denke sogar, dass das der nächste grosse Wurf von Nikon sein wird, denn oben raus sind sie schon einmalig aufgestellt mit 2 Kameras mit Stacked-Sensoren. Eine allfällige Z500 wird für die schnelle Fotografie konzipiert sein, das heisst, dass man sowieso VF-Teleobjektive benützt, und da ist Nikon sehr gut aufgestellt. Unten raus könnte man z.B. die Sigmas 18-35 und 50-100 f1.8 adaptieren. So aufgestellt wäre die Z500 kaum zu toppen, auch von Fuji nicht.

Übrigens betreibe ich meine D500 mit VF-Teles, mit Sigma Art f1.8 18-35, Sigma Art f4 24-105, Sigma Art f1.4 35, und für die Bergtouren zusätzlich die feinen AF-P Objektive 10-20 und 70-300. Dazu kommen noch mehrere Sigma Makroobjektive.

Wer mit dieser Nikon APS-C Ausrüstung keine guten Bilder hinkriegt, sollte sich eventuell überlegen, ein anders Hobby zu betreiben.

alex

Ich wette klar dagegen, Rolf. Nikon macht seit Jahren deutlich, dass APS-C außerhalb des absoluten Einsteigerbereichs mit KIT Objektiven keine Rolle mehr spielt. Angesichts schneller, hochauflösender KB Kameras wie der Z8 und Z9 sehe ich da auch absolut keinen Bedarf für eine hausinterne Konkurrenz. Viel vordringlicher ist momentan eine Z6III, wenn man in der KB Mittelklasse wieder Anschluss an Canon, Sony und Panasonic bekommen will.

Rolf Carl

Sehe ich nicht so. Bei den Spiegelrefexen hat es mit D500, D850 und D5 auch funktioniert, wieso soll es jetzt nicht auch funktionieren? Das „Problem“ mit den Objektiven wird überbewertet, es reichen ja ein paar Zooms, die den Brennweitenbereich von 10 bis 300 mm abdecken. Als Ergänzung hat man dann die VF Objektive zur Auswahl, der grosse Vorteil ist ja, dass die Objektive zwischen den beiden Systemen kompatibel sind. Ich hatte z.B. gar nie ein VF-Weitwinkel, bei denen man meistens ein Gestell anbringen muss, damit Filter verwendet werden können, sondern habe auf ein paar Pixel verzichtet und das APS-C 10-20 an die Vollformat geschraubt.

Ein Problem mit der Z6-Reihe sehe ich auch nicht, Nikon hat längst Anschluss an die Mittelklasse, nämlich mit der Z7-Reihe.

Peter

Alex, wenn man sich mal erinnert, wie lange es dauerte, bis die D300 (2007) von der D500 (2016) abgelöst wurde, ist da noch locker alles drin. 😉

Azzaro

Die Z8 ist bis auf die Größe perfekt für mich, ich benötige die Geschwindigkeit da ich hauptsächlich in der Hunde und Tierfotografie unterwegs bin. Eine APS-C benötige ich bei den 45MP der Nikon nicht mehr, da durch den internen Crop ja immer noch 20MP zur Verfügung stehen! Von Größe/Gewicht wäre die Z7II perfekt, nur zu langsam…aber man kann eben nicht alles haben 😉

Rolf Carl

Das ist genau auch meine Überlegung, man hat mit der Z8 auch APS- C mit 20 MP, dazu noch mit vollem Sucherbild. Etwas zwischen der Z7 II und der Z8 gibt es bei Nikon garantiert nicht mehr, du müsstest also die 900 g der Z8 in Kauf nehmen. Oder dann halt noch bei Sony schauen, die haben kleine und leichte Gehäuse und auch ein gutes Angebot an Objektiven.

Azzaro

Ja, wird wohl ne Z8 werden, hatte drei Sony und wurde nie warm damit, auch in der Beabreitung der RAW`s.

Rolf Carl

Gute Entscheidung! Bei mir wirds auch die Z8. Die Farben sind bei Nikon sehr natürlich, da ist die Bearbeitung kein Problem. Sogar das Gratis-Programm NX Studio ist sehr gut, ich habe zusätzlich noch DxO PL.

Azzaro

Ja, Nikon kann besonders Grün sehr gut, Sony hingegen gar nicht. Hatte mir schon bei DP Review RAW Dateien der Z8 heruntergeladen und bearbeitet, war sehr zufrieden mit den Ergebnissen. Arbeite auch mit DXO PL und LR.

Rolf Carl

Sehr gut! Ich bearbeite meine RAWs schon seit Jahren mit DxO PL. An den Farben muss ich praktisch nie etwas machen, sehr selten liegt die rot/grün-Balance etwas daneben, lässt sich aber sehr einfach korrigieren. Da steht bei dir den guten Fotos nichts mehr im Wege!

Thorsten

Ist Geschmacksache.
Zu Zeiten von Nikon Spiegelreflex: D600, D200, D7000, empfand ich das Nikon Grün in Lightroom entwicktelt, nicht besonders schön, hatte immer eine Tendenz zu giftgrün.
Das Olympus- Grün, war/ist mir immer etwas zu warm.
Als sehr natürlich empfinde ich das Pflanzengrün bei Panasonic (L- Mount und MFT), sehr neutral und sehr gut differentiert, besonders bei L- Mount mit sehr guter Differentierung, klar besser als bei Olympus, wo ich den direkten Vergleich zu aktuellen Kameras habe.

Azzaro

…stimmt, Panasonic intepretiert überhaupt alle Farben sehr schön.

Peter

Thorsten, ab der D750 wurden die Farben bei Nikon deutlich besser, gerade Grüntöne.

OlliKa

Bald kommt ja die Z6lll und dann sicher auch bald die Z7lll. Da ist sicher was passendes für dich dabei, leichter und kleiner als die (tolle) Z8.

Azzaro

Die Z8 wäre schon perfekt, muss sie mal ausgiebig testen, hatte sie nur mal für 20 Minuten bei meinem Dealer in den Händen.
Eine Z7 III mit ähmlichen Specs wäre halt noch besser für mich, aber man kann nicht immer alles haben 😉

J.Friedrich

RistR – kaufen, endlich kaufen, damit endlich diese Basis-Fotozeitschriften-Vorträge ein Ende haben. 1200 Titel im Aktiendepot sollten ja genug Dividende für Z9/8 und 5-6 g’scheite Linsen ausreichen. 😉

Rolf Carl

1000, nicht 1200

J.Friedrich

Oder 100 oder doch nur 10 😉

Rolf Carl

1000, weltweit

Ich

1000, weltweit“

Ist das erwähnenswert? Das ganze kann man mit einem ETF abdecken… Rendite ist aber eher bescheiden, wenn man so breit streut.

Rolf Carl

Ich habe nur korrigiert, musst es ja nicht lesen. Richtig, ich habe das mit einer Handvoll ETFs abgedeckt. Die Rendite ist jeweils etwa 2.8%, auf dem Sparkonto gibts in der Schweiz ca. 0.8%. Rechne!

Ich

„Die Rendite ist jeweils etwa 2.8%, auf dem Sparkonto gibts in der Schweiz ca. 0.8%. Rechne!“

Da gibt’s für mich nichts zu rechnen, das klingt für mich nach einem lohnenswerten Investment.

Ich weiß nicht genau wie Kapitalerträge in der Schweiz versteuert werden, aber in Deutschland würde bei einer Rendite von 2,8% nicht mehr viel übrig bleiben.

Rolf Carl

Die 2.8% Dividendenerträge müssen normal als Einkommen versteuert werden, Zinserträge auf Sparkonten aber auch. Deshalb lohnt es sich sowieso, denn bei höheren Erträgen bleibt auch nach Steuern mehr übrig.

Kapitalausschüttungen und Kursgewinne sind hingegen steuerfrei, wenn man es nicht gewerbsmässig betreibt. In Deutschland muss eine Haltedauer eingehalten werden (ich glaube 1 Jahr), sonst ist eine Kapitalgewinnsteuer fällig.

Vor allem in den Emerging Markets und bei den Schweizer Indizes sind die Dividenden sehr hoch, beim STOXX Europe 600 hingegen merklich tiefer.

Ich

„In Deutschland muss eine Haltedauer eingehalten werden (ich glaube 1 Jahr), sonst ist eine Kapitalgewinnsteuer fällig.“

Die Regelung mit der Haltedauer von einem Jahr gibt’s in Deutschland schon lange nicht mehr (glaube seit 2009!?).
D.h. Kapitalertragssteuer wird immer fällig. Ebenso bei Zinsen und Dividenden. Lediglich einen Steuerfreibetrag von 1000€ pro Jahr gibt es.

Die Haltefrist von einem Jahr gilt aktuell noch bei Kryptowährungen. Wenn diese länger als ein Jahr gehalten werden, können diese steuerfrei verkauft werden.

Rolf Carl

Okay, dann ist die Steuerbelastung in DE einiges höher als bei uns. Die Kapitalgewinnsteuer beträgt ja vermutlich auch etwa 20% wie in den USA. Ein Steuerfreibetrag von 1000 Euro ist ja ein Witz. Bei uns sind wirklich die Kursgewinne am attraktivsten, weil als Privatanleger steuerfrei. Wie ich sehe, kennst du dich bei diesen Themen sehr gut aus.

Bei Kryptowährungen wäre mir das Risiko zu hoch, sowas mache ich nicht.

Ich

Die Kapitalgewinnsteuer beträgt ja vermutlich auch etwa 20% wie in den USA.“

In DE pauschal 25% + SoliZuschlag 5% + ggf. Kirchensteuer 😀
Absurd…

„Ein Steuerfreibetrag von 1000 Euro ist ja ein Witz.“

Richtig. Zumal die gesetzliche Rente bei den wenigsten ausreichen wird und man daher privat vorsorgen sollte. Da könnte man es in Deutschland den Bürgern etwas leichter machen.

„Bei Kryptowährungen wäre mir das Risiko zu hoch, sowas mache ich nicht.“

Risiko ist hoch, dementsprechend auch die möglichen Gewinne. Macht aber auch nur einen kleinen Teil meines Portfolios aus.

Rolf Carl

30% Kapitalgewinnsteuer ist schon sehr happig. da haben wir in der Schweiz ja geradezu paradiesische Zustände. Ich denke, ich würde in diesem Fall die Kursgewinne möglichst lange laufen lassen und nur realisieren, wenn es unbedingt nötig ist. Aber auch bei den Renditen, ein sehr happiger Betrag. Wenn man die Erträge bei uns als Einkommen versteuert, kommt man vielleicht auf höchstens 10%, wenn man nicht gerade im sechsstelligen Einkommensbereich unterwegs ist. Das finde ich noch okay, aber 30% sind schon fast Wucher.

Klar, einen kleinen Betrag als Spielgeld einzusetzen macht Sinn, das bringt etwas Würze ins Portfolio. Ich habe früher ab und zu in Rohstoff-Zertifikate investiert, da war von 100% Gewinn bis Totalverlust alles dabei, aber inzwischen setze ich eher auf ruhigere Investments.

lichtbetrieb

Nicht ganz richtig. Es sind 25% Ertragssteuer und auf diesen Betrag kommen noch mal 5,5 Prozent Soli. Sind also etwa 26% ingesamt die auf Gewinne abgezogen werden.

Aber immer noch Zuviel. Zumindest kann man mittlerweile „gratis“ traden beim richtig Anbieter. Das war über mein altes Depot nicht möglich. Da hat die Bank immer auch ordentlich mitverdient.

Rolf Carl

Ah, okay, aber 26% sind immer noch genug, wie ich finde. Da greift der Staat richtig kräftig zu. Kein Wunder, wohnen so viele vermögende Deutsche auf der Schweizer Seite des Bodensees.

Das gratis Traden ist aber ein kleiner Trost. Ich habe zwar auch schon vor vielen Jahren zu einem Online Broker gewechselt, aber es kostet immer noch etwas, jedoch viel weniger als bei einer normalen Bank. Wenn das Trading gratis ist, heisst das aber noch nicht unbedingt, dass es auch günstiger ist als bei einer kleinen Courtage, denn die Broker können das durch höhere Spreads wieder hereinholen. Herauszufinden, wer nach allen (versteckten) Kosten am günstigsten ist, dürfte sich aber als Herkulesaufgabe herausstellen.

lichtbetrieb

Ja richtig. Ganz gratis ist es nicht. Wechselgebühr z.B. ist auch ein Thema (eToro)

J.Friedrich

Leih Dir doch einfach für ein/zwei Shootings mal die Z8 & 35-150mm – wenn’s dann passt, dann passt’s. Den Ärger hinsichtlich Canons Strategie kann ich logischerweise gut nachvollziehen.

Azzaro

Ja, wäre wohl das Sinnvollste, muss mal bei meinem Dealer anfragen ob er mir eine verleiht.

Schade das Megadap und techart bisher keinen Adapter für Sony E auf Canon RF Mount auf den Markt gebracht haben…das wäre genial! 😉

J.Friedrich

Ja, die 150/200 Euro sollte man bei so einer Entscheidung durchaus mal „testweise“ einplanen – wie gesagt: wenn’s dann passt, dann passt’s.

J.Friedrich

😂👍😂 Sprach der CaSoPaLei-Bashing-RistR-NiD500SiTa-Fanboy-Spezialist 😂👍😂

N1USER

Wäre ich nicht in Canon investiert, würde ich aus denselben Gründen HEUTE wahrscheinlich Nikon kaufen. Vergleichsweise sehr gute und lichtstarke Objektive zu Preisen, die deutlich unter Canon liegen. Aber so ist das Leben: Eine Aneinanderreihung von Fehlentscheidungen 😉

P.S.: Ich bin allerdings mit Canon trotzdem sehr glücklich und zufrieden 😉

Markus B.

Na, dann viel Erfolg. Ich werde mein System nicht mehr wechseln, da ich schon zu viel Geld in den letzten Jahren damit verbrannt habe. Ich finde die Entscheidung von Canon zwar schade, aber ehrlich gesagt, wo sind denn die günstigen Objektive von Sigma? Eventuell könnten das die lichtstarken 24/35/50 1.4er der Art-Serie sein. Ja, die sind interessant. Aber die Sigma-Zoomobjektive sind jetzt auch nicht wirklich der Knaller. Und wieviel Objektive brauche ich den am Ende des Tages? Dafür einen Systemwechsel zu machen, lohnt sich nicht…übrigens habe ich Nikon Z vor Canon R ausprobiert und war nur mässig begeistert. Inzwischen hat sich das sicherlich gebessert…

Azzaro

Sigma ist für mich auch nicht unbedingt interessant…das Tamron 35-150mm f2-2.8 ist das Objekt der Begierde! 😉

Fotografiere hauptsächlich Hunde in Action und habe derzeit das Problem das ich meist mit zwei Kameras arbeite und beim Wechsel zwischen 70-200 und 24-70 viel Zeit und Bilder verliere wenn die Hunde auf mich zugerannt kommen…da wären 35-150mm für mich genial.

Zudem gibt es auch von oder für Sony sehr geile Objektive die man an Nikon Z adaptieren kann.

Azzaro

….werde nicht viel verbrennen, behalte ja einen Teil und werde Nikon erst testen, habe auch kein Problem mit zwei Systemen unterwegs zu sein, hatte fünf Jahre Fuji als Zweitsystem 😉

alex

Sigma Vollformatobjektive gibt es für Nikon Z aber auch nicht 😉

Thomas Müller

Doch gibt es, wenn man den Megadap Adapter dazwischen schaltet und ein E-Mount Objektiv verwendet 😉.

Azzaro

…genau…und das soll verdammt gut funktionieren! 😉

Thomas Müller

Ich kann aus der Praxis bestätigen, das funktioniert tatsächlich verdammt gut! 😉

Azzaro

…danke, gut es wieder bestätigt zu bekommen! 👍

Taeniatus

Da frage ich mich, warum nicht direkt eine Sony Kamera holen?

Thomas Müller

Ganz einfach, weil mir die Nikon Z6II am meisten zusagte und ich mich darauf verlies, dass Nikon seinen Objektivpark schnell ausbaut und ergänzt. Taten sie dann auch, aber leider nur zum Teil mit Linsen, die mich interessieren.

Azzaro

…sind für mich auch derzeit nicht wirklich interessant, eher Tamron und Sony 😉

Maratony

Irgendwie scheint es so, als ob das spiegellose Vollformat entweder was für sehr großzügige Menschen ist oder aber für all jene, welche kompromisbereit sind.

Einstein

Bravo Maratony, du hast völlig Recht.
Und genau da macht Canon den grossen Fehler. Canon RF-Objektive sind megateuer und meist nicht sehr lichtstark. Beim Canon hat man das Gefühl, dass sie den Kunden das letzte Geld aus der Tasche reissen wollen.
Hat man sich erstmal für ein System entschieden dann ist man darin „gefangen“. Diese Tatsache nutzt Canon in einer unverschämten Weise.

Azzaro

…ja, man fühlt sich mittlerweile bei Canon ausgenommen wie ne Weihnachtsgans und die Unzufriedenheit wird immer größer!
Nicht nur bei mir!
Zudem hört man anscheinend in keinster Weise auf die Kundenwünsche und deren Bedarf!

Azzaro

…naja, kommt auf die Art der Fotografie an die du damit machen möchtest, bei Fuji muss man ja auch Kompromise machen.

Maratony

Es gibt im Halbformat jedoch keine Konkurrenz. Daher ist der Vergleich schwierig.
Kompromislos ist es nirgends. Aber ich bekomme eine gute und bezahlbare Ausrüstung.

Azzaro

Absolut, wenn Fuji beim AF in den Kameras und in den Objektiven noch etwas Gas gibt werden auch Jungs der schnellen Fotografie Fraktion zu Fuji wechseln!
Hatte selbst 6 Fuji Kameras, letztes Jahr verkauft, habe aber noch einige Objektive…warte momentan auf ne X-E5 oder X-Pro4 😉
(…aber die X-H2s juckt mich auch)

Peter

Na wenn Du Dir 6 Fuji Kameras leisten konntest, dann lohnt es sich doch sicher für Canon Dich auszunehmen wie eine Weihnachtsgans…😉

Azzaro

…habe auch noch 6 Canon Kameras, die sind aber nicht das Problem…die Objektive 😉

Peter

Na siehst Du: es lohnt sich für Canon auf jeden Fall.😂

Maratony

Naja, die aktuellen und älteren Tests der XH2s sind zur Konkurrenz gar nicht so viel schlechter. Es mangelt eher an den Linsen die die Power umsetzen.
Aber mehr geht immer. Allerdings dauert es bis zur nächsten Kamera wohl noch min. 2 Jahre.

Jucken tut mich die allerdings auch. Aber die Vernunft…

Azzaro

…ja, der AF und die derzeitigen Fuji Linsen schwächen das System (noch) etwas ab…aber es gibt ja mittlerweile schnellere Alternativen von Tamron z.B. das 150-500mm, nur schade das es nicht TC kompatibel ist.
Aber ich glaube Fuji macht mehr seine Hausaufgaben als einige andere Hersteller.

Einstein

„Eine Kamera ist nur so gut wie ihre Objektive“ dieser Spruch gilt!!!
CANON hat in einer geistig fragwürdigen Entscheidung das neue RF-Bajonett zu 100% patentrechtlich für sich selbst reserviert und verhindert damit, daß Objektiv – Hersteller wie Sigma oder Tamron ihre Produkte für die neuen Canon – R – Kameras produzieren können.
Somit bleiben diese hervorragenden Objektive den Nikons, Sonys, Fujis usw. vorbehalten.
Mit dieser Entscheidung wollte Canon den Verkauf der eigenen, sauteueren, Objektive fördern…
Daher mein Rat: Begnügst du dich mit d. KittObjektiv dann kauf eine Canon. Da sind die R10 oder R7 besonders zu empfehlen.
Willst du dein System ausbauen und z.B. gute Portraits fotografieren oder tolle, scharfe Landschaften dann Finger weg von Canon obwohl die Kameras selbst toll ist. DIE CANON-MANAGER SIND DAS PROBLEM.

Joachim

Ich meine so. Es ist zunächst eine „Marketing Sache“ von Canon. Eine breite Palette von Kameras und eine breite RF Palette von Objektiven. Da ist Canon noch nicht am Ziel. Allerdings wird der Druck durch „gelbe“ Linsen immer höher. Die scheren sich nicht um Patente. Canon kann dann nur für die Händler den weiteren Verkauf von Canon verbieten, wenn sie denn Laowas und dergleichen verkaufen. Die Zeit läuft gegen Canon. Warte nur auf „gelbe“ Kamerabodys. Dann löst sich das Problem zum Nachteil von Canon. Aber auch Tamron und Sigma sind nicht billig. So wie die ersten BYD Kfz in Bremerhaven angekommen sind, Nachbauten von Airbussen etc., so wird sich das peu á peu verschieben. Solange es sich für Canon rechnet, schön und gut, wenn nicht mehr, dann muss man am Portfolio was ändern.

Alfred Proksch

Der Kunde kauft dort wo er für seine Art der Fotografie den größten Nutzen findet. Das kann beim reisenden Amateur eine Bridge Kamera oder beim Hobbyisten auf der selben Reise eine hochwertige DSLR sein.

Sobald für den Hobbyisten neue Objektiv Wünsche erfüllt werden müssen geht es weil man in einem System OHNE Entscheidungsfreiheit (Canon) gefangen ist massiv an das eigene Portmonee. Keine Alternativen in Sicht.

Deswegen sind Sony oder auch die L-Allianz/Panasonic/Leica für den Erwerb eines Kamera Systems sehr interessante Partner, Sigma als L-Partner beliefert auch Sonys OFFENES E-Bajonett. Als Vollformat DSLR Interessent wäre in diesem Moment eine Canon (obwohl die Kameras erstklassig sind) schon hinten vom Tisch gefallen.

Wie gesagt es geht nicht unbedingt um technische Hochleistung Boliden sondern immer auch um ein offenes bezahlbares System mit Alternativen.

Marlon

Wenn man sich bei Canon selbst widerspricht, ist das natürlich nicht wirklich überzeugend. Ich selber habe Nikon und Sony ausprobiert, letzteren Hersteller sogar über längere Zeit mit Zeugs „supported“, das ich gekauft habe. Mit keinem der beiden Hersteller wurde ich glücklich. Aus meiner Erfahrung gibt es bei jeden Hersteller etwas zu kritisieren. Aufgrund meiner persönlichen Präferenzen ist aber Canon aktuell für mich die beste Wahl. Muss aber auch nicht auf den Euro schauen und Drittanbieter Objektive sind für mich, da ich im L- Linsen Bereich kaufe, auch nicht wirklich gesucht. Das man auf günstige China Ware setzt ist mir persönlich suspekt. Kurzfristig gedacht, kann ich die Käufer solcher Produkte verstehen, auch insbesondere dann, wenn man unterschiedliche Einkommen zu Grunde legt. Langfristig sehe ich aber, da auch hier wirtschaftlich motivierte Unternehmen agieren, auch hier eine Tendenz zu höheren Preisen. Da muss ich keine „Starthilfe“ geben. Dennoch denke ich, dass Canon durchaus etwas preisaggressiver anbieten könnte, ohne die Marktführerschaft abzugeben. Durch die digitalen Helferlein relativiert sich meiner Meinung nach schnell der Preis für Objektive. Wenn dann nativ ein Objektiv nicht überzeugen können sollte, befeuert man meines Erachtens die Sehnsucht nach günstigen Objektiven von Drittanbietern. Wäre mal interessant zu erfahren, wie Leica Kunden… Weiterlesen »

Berns

Zehn von zehn Punkten für diese Aussage!

Joachim

Ist so wie in die Glaskugel schauen. Apple mit seiner Brille hat so etwas „Disruptives“ an sich. Was Leicalinsen angeht kann ich sagen, dass ich meine 3 Lumixen (TZ10, LF1 undLX15) danach ausgesucht habe. So scharf wie mit der LX15 habe ich noch nie den Innenraum des Münsters zu Aachen hinbekommen. Habe auch mit Contax und Zeiss fotografiert. Zeiss wirkt irgenwie etwas kälter (Blauanteil). Die Qualität wird da erst bei Vergrößerungen deutlich.
Wie dem auch sei; die Alltagsknipserei wird wohl dem SM angehören. Was bleibt ist der Rest der Profis und ambitionierten Photographen/innen. Haben hier im Ort (Aachen-Walheim) demnächst die jährliche Fotoausstellung der Photofreunde. Meist von Grauhaarigen. Das ist dann sehr bieder.

Joachim

Ergänzung: Betrachtet man die Bilder von Leicalinsen, dann sind die nicht nur scharf (je nach Einstellung), sondern haben auch ein gutes Kontrastverhältnis. Das kann man so auf den Bildschirmen schlecht erkennen. Die Bilder von Canonlinsen sind zwar auch scharf und farblich in Ordnung. Sie wirken aber so ein bisschen flacher in den Farben.
So ein Bild entsteht im Prinzip durch die Auflösung und den Kontrast. Dazu kommt noch das Gehirn, welches das Bild verarbeiten muss, um es auch sichtbar zu machen. Kurzum, das ist ein ziemlich komplizierterVorgang.
Das kann aber jeder sehen, wie er es gerne sehen möchte.

Cat

Ja stimmt!
Schärfe ist nicht alles, nicht einmal die Hälfte – den Kontrast und die Farbdynamik bekommen viele nicht so gut hin.
Heute kann man ein Summicron an fast jeden Sensor anschließen – die Kamera wird zur Nebensache.

Thorsten

Sigma fertigt in Japan und ist schon längst kein Billiganbieter mehr.
Selbst Leica bietet mehrere umgelabelte Sigma- Linsen an, z.B. das 2.8/24-70 zum 2 1/2 fachen Preis der Sigma Linse.

Martin Berding

So funktioniert das Geld verdienen.

Cat

Bei Leica sind Objektive der Kaufgrund – zumindest bei denen die es Ernst meinen.
Summicron, Summilux, Tri Elmar
Es ist ganz einfach.

Andreas

Wird Canon nicht interessieren, aber mich hat die Firma eben aufgrund der Objektiv Politik an einen anderen Hersteller verloren. Am Ende mit begrenzten Geld ist es schon angenehm, etwas Auswahl zu haben.

Everhard Riebel

Es gibt einen einfachen Weg Objektive von Drittanbietern an dem RF Anschluss zu nutzen: RF / EF Adapter von Canon nutzen. Der zusätzliche Vorteil ist, dass man Zugriff auf einen großen Gebrauchtmarkt hat. Für sehr viele Canon EF Objektive gibt es in den RF Kameras Profile, die die Eigenschaften der Canon Objektive digital optinieren, z.B. die Vignettierung herausrechnen. Leider gibt es eine Reihe von Canon Objektiven, wie z.B. das „Magic Drain Pipe“oder das 50-200mm L Objektiv, denen Canon die digitale Optimierung nicht gönnt, obwohl diese Objektive noch in Gebrauch sind.

lichtbetrieb

Psst, verrate doch nicht alles. Das will hier doch keiner lesen. 😉

Thorsten

Für mich war diese Politik von Canon der Hauptgrund, das spiegellose Canon System erst gar nicht in Betracht zu ziehen, für die Wahl eines spiegelloses Vollformatsystems neben meinem MFT- System.
Für mich der wichtigste Punkt eines Systems ist die Objektivauswahl.
Vielfalt, Qualität und Preise.
Konkurrenz innerhalb eines Systems, fördert die Qualität und senkt die Preise.
Deshalb habe ich vor ca 2 Jahren das L- Mount System gewählt und es noch nicht 1 min bereut, ganz im Gegenteil !!

joe

Also ich sehe das ganz pragmatisch. Canon versucht sich gerade neu aufzustellen, die Kamera- und Officesparten war mal die Glanzstücke. Beide haben in dieser Form keine Zukunft. Man wird jetzt noch so viel Geld wie möglich aus diesen Sparten versuchen rauszuholen und wenn das nicht klappt und die Gewinne ausbleiben, lässt man die langsam einschlafen oder verabschiedet sich mit einem Knall. Nicht einmal der grösste Optimist wird wohl glauben, dass Kameras – spätestens 2035 – noch so aussehen werden wie heute. Es besteht für Canon gar kein Grund irgendetwas zu ändern, denn das Ende in diesem Bereich kommt garantiert – nicht nur für Canon. Wir sind die letzten Dinosauriere, sterben aber garantiert aus.

Alfred Proksch

Joe,

dem ist wenig entgegenzusetzen, leider sehe ich das ähnlich. Für die letzten „Dinosaurier“ bleiben dann nur noch die beiden Manufakturen Leica und Pentax übrig. Letzterer hat sich schon lange auf geringe Stückzahlen reduziert und punktet mit DSLR Produkten wie der K-3 Mark III Monochrome und zukünftig mit einer neuen analogen Systemkamera.

Für die „Großen“ rentieren sich zukünftige „Nischen“ nicht um ordentlich Geld zu verdienen. Wer am bitteren Ende nach dem Verdrängungswettbewerb übrig bleiben wird? Keine Ahnung weil wirtschaftliche Zahlen dafür ausschlaggebend sind.

Thomas Müller

joe, lies Dir doch mal auf digitec.ch deren jüngsten Bericht zur Fotografie und vor allem zur Nachfrage der Fotoprodukte durch. Digitec schreibt davon, dass ihnen die (schon lange totgesagten) Produkte der Analogfotografie förmlich aus den Händen gerissen werden. Ähnlich verhält es sich mit Plattenspielern. Trotz CD,DVD, Streaming etc werden immer noch Plattenspieler verkauft. Ich glaube deshalb nicht an das Ende der Fotografie wie wir sie jetzt kennen, sondern an einen Verlauf wie bei den zuvor genannten Beispielen. Die Nachfrage wird zwar weiter stark zurückgehen. Die digitale Fotografie mit DSLMs wird es aber weiter geben, allerdings ohne das Angebot von ständig neuen Produkten auf dem Markt. Es wird wohl vor allem Produkte auf einem bestimmten Entwicklungsstand geben, die – wenn überhaupt – nur sehr langsam weiterentwickelt werden. In den Kamerabereich werden aber noch Entwicklungen aus den Automatisierungs-, Überwachungs- und derm KI-Bereich einfliessen. Auch so senken die Unternehmen ihre Kosten bzw passen diese an die zurückgehende Nachfrage an.

Peter

Das totale Aussterben halte ich auch höchst unwahrscheinlich, aber eine krasse Flurbereinigung, weniger Auswahl, weniger Neuentwicklungen und wenn zu höheren Preisen sind wahrscheinlich unabwendbar.
Die Gretchenfrage ist: welche Marken werden überleben. Wir werden es sehen…

joe

Thomas, es gibt auch noch Faxgeräte, zumindest auf deutschen Ämtern, es gibt auch analog bei Kameras, natürlich wird die ein oder andere Kamera angeboten werden, aber Sport wird mit automatischen Kameras aufgezeichnet bzw. fotografiert werden – gibt es schon heute – und sobald SPs nicht nur Makro können, sondern auch Tele, kaufen sich nur noch sehr wenige, dicke schwere Objektive. Mit Hilfe von KI wird bis dann noch eine ganze Menge mehr möglich sein. Reden wir in 10 Jahren noch mal drüber….

Trainspotter_Brenzbahn

Vergiss Canon! Ich habe heute erst wieder von jemandem gelesen, der von Canon zu Sony gewechselt und voll zufrieden ist.

Peter

Und morgen liest Du von jemandem, der von Nikon zu Sony oder von Sony zu Canon oder was auch immer…

joe

Egal wohin du wechselst, die können alle Kameras bauen. Und im Übrigen, wer würde schon zugeben, dass er sich verzockt hat. Wobei Sony ja inzwischen sehr gute Kameras baut.

Leonhard

Kurz der Senf von meinereiner:

Vielleicht sollten wir doch die Geschäftspolitik den Firmen überlassen, ob es richtig war oder nicht sehen die dann wenn abgerechnet wird.

Auch die Freigabe von einem Mount birgt Risiken für den Lizenzinhaber, ausserdem sind wir mit dem ähnlichen Problem „selbst oder fremd“ in Europa ja mit Anlauf auf die Fresse gefallen, aber wir sehen solche Dinge immer noch durch die rosa Brille.

Joe hat es aus seiner Berufspraxis ja schon des öfteren geschrieben und auch Autobauer haben oft genug erfahren müssen, dass Teile ganz schnell von „Fremdherstellern“ angeboten wurden, welche komischer Weise aber vollkommen identisch mit den „Originalen“ waren.

Canon dürfte den Markt wohl auf Dauer in der Art „jeder schaue, was er noch verdienen kann so lange es was zu verdienen gibt“ sehen, ob dies zutrifft weiß ich nicht, könnte aber sehr wahrscheinlich so sein.

Joachim R.

Genau, Strategieentscheidungen trifft ein Unternehmen immer noch selbst und trägt dafür einzig und allein das Risiko. Und vielleicht weiß ja der „Marktführer“ trotzdem noch mehr über die Entwicklung des Marktes als Außenstehende oder Click-orientierte Youtuber.

Martin Berding

Eine kleine Anmerkung. Wenn die Verkäufe bei Canon stimmen, warum sollten sie das System für Sigma und co. denn öffnen? Keine andere Marke verkauft sich so gut wie Canon, erst recht, als das R-System kam.Am meisten kann man bei den Objektiven verdienen, denn wenn ein Gehäuse oder auch 2 da sind, kommen in der Regel mehrere Linsen dazu, und die sind oftmals teurer als ein Body. Fazit: Canon wäre doof, wenn sie das System öffnen. Selbst wenn die Dritthersteller durch Reverse Engineering die Objektive konstruieren, können sie immer noch rechtlich daran gehindert werden.

Andreas

Was Canon macht ist ja nicht neu – auch die EF Objektive waren nur möglich, weil Firmen wie Sigma ein Reverse Engineering betrieben haben und dabei genau darauf geachtet haben Patente von Canon nicht zu verletzen. Das hat dann immer mal wieder dazu geführt das ein „Fremdobjektiv“ auf einem neuen Body erst einmal nicht oder nicht gut funktionierte – ein Firmware Update des Objektivs hat geholfen. Das Reverse Engineering für RF ist entweder wesentlich komplexer oder Canon hat das patentrechtlich wesentlich mehr geschützt – das ist Spekulation, jedenfalls macht keiner das Reverse Engineering. Ich verstehe durchaus, dass diese Situation für Canon User nachteilig ist (und in soweit für Canon ein Marketing Problem darstellt), auf der anderen Seite hat Canon natürlich das Recht seine eigene Entwicklung zu schützen – macht irgendwie jeder. Der Verweis auf Fujifilm ist aus mehreren Gründen nicht zielführend: Canon war zu keiner Zeit in der Situation durch Drittanbieter seine Kamerakäufe stützen zu müssen – die Dinger gehen weg wie warme Semmeln. Zum anderen hat auch Fujifilm erst Jahre nach Einführung das X Mount lizensiert – das könnte ein Hinweis sein, dass man auch dort erst die Entwicklungskosten durch Verkäufe refinanzieren wollte (Spekulation). Was bleibt: Canon ist in… Weiterlesen »

Thorsten

Auch Nikon hat die Übertragungsprotokolle immer verheimlicht und es Fremdherstellern schwer gemacht. Die mussten ebenfalls durch Reverse Engineering, versuchen die Protokolle herauszufinden. Das funktionierte mit aktuellen Kameras (F- Mount) in der Regel ohne Probleme, aber wenn Nikon neue Kameras herausbrachte, eben oft nicht mehr problemlos, wie ich leider mehrfach erfahren musste. Deshalb wähle ich auch kein System mehr, bei denen der Hersteller die Protokolle verheimlicht und es Fremdherstellern bewusst schwer macht. Gerade Sigma und Tamron boten/bieten tolle und qualitativ hochwertige Objektive, jenseits des Mainstreem an, wie meine damaligen 4/300 und 5.6/400 Makroobjektive von Sigma, tolle Objektive für scheue Kleintiere wie Libellen. Oder aktuell das 2.0-2.8/35-150 Tamron, oder das 5.6/500 Sigma. Vor ca 2 Jahren, hat ein Sigma- Sprecher verkündet, das sie für Spiegellose Kameras keine Objektive, für Canon, Nikon und Fuji planen, da diese Firmen ihre Protokolle verheimlichen und das Reverse Engineering zu aufwendig, für die zu erwartenden Stückzahlen sei, das rechnet sich nicht. Daraufhin hat Fuji die Protokolle freigegeben. Ein Hersteller der seine Protokolle verheimlicht, kommt für mich, nach meinen negativen Erfahrungen mit Nikon- F. nicht mehr in Frage. Konkurrenz innerhalb des Systems senkt die Preise und erhöht die Vielfalt innerhalb eines Systems. Einer der Hauptgründe für mich, mit… Weiterlesen »

Alfred Proksch

Ohne Objektive geht es halt noch nicht. Betrachtet man die Fremdobjektive ohne Autofokus, die für Canon RF verfügbar sind, dann stellt man fest das da sehr interessante und auch preiswerte Brennweiten dabei sind.

Beispiele sind: AstrHori 85mm f/2,8 Macro Tilt (400,- Euro), LAOWA 15mm f/4,5R Zero-D Shift (1.500,-€), oder das LAOWA 85mm f/5,6 2X Ultra Macro APO für bescheidene 580 Euronen.

Mit solchen „Nischen“ Objektiven möchte sich Canon anscheinend nicht abgeben. Sie wollen dringend ihre Stückzahlen bei den eigenen Standard „Zoom Dunkelobjektiven“ schützen, was für mich sehr verständlich ist.

Mir kann das wurscht sein weil es nicht mehr mein System ist, wie sich dieses Thema weiter entwickelt finde ich trotzdem interessant.

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