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Sony Xperia 1 VIII tauscht Zoom-Brennweite gegen Sensorfläche

Das neue Xperia-Flaggschiff von Sony setzt auf einen deutlich größeren Tele-Sensor. Die variable Brennweite der Vorgänger fällt dafür weg.

Sony hat das Xperia 1 VIII vorgestellt. Im Mittelpunkt steht eine neue Telekamera, die mit fixer 70-mm-Brennweite und deutlich größerem Sensor an die Stelle der variablen Tele-Optik der Vorgänger tritt. Hinzu kommt ein KI-gestützter Kameraassistent, der je nach Motiv Vorschläge für Farbprofile, Brennweite und Bokeh-Stärke einblendet.

Während das Xperia 1 VII noch eine variable Brennweite von 85 bis 170 mm auf einem 1/3,5-Zoll-Sensor bot, setzt Sony beim Xperia 1 VIII auf eine fixe Brennweite von 70 mm. Dafür wächst der Sensor auf 1/1,56 Zoll und 48 Megapixel. Laut Sony entspricht das etwa der vierfachen Fläche des Vorgängers.

Längere Brennweiten erreicht ihr nicht mehr optisch, sondern per Sensor-Crop und digitalem Zoom. Bei 48 MP auf dem Sensor und einer typischen Ausgabe von 12 MP bleibt dabei Spielraum für verlustarmes Heranzoomen. Sony gibt einen Hybridzoom von bis zu 17,5-fach an, berechnet ausgehend von der 24-mm-Hauptkamera.

Restliches Kameramodul und KI-Assistent

Haupt- und Ultraweitwinkelkamera übernimmt Sony weitgehend aus dem Vorgänger. Die Hauptkamera kombiniert einen 1/1,35-Zoll-Exmor-T-Sensor mit 24-mm-Optik und f/1.9, die Ultraweitwinkelkamera arbeitet mit 16 mm, f/2.0 und einem 1/1,56-Zoll-Sensor.

Der neue “KI-Kameraassistent” blendet je nach Motiv und Lichtsituation Vorschläge für Farbprofile, Bokeh-Stärke und Brennweite ein. Die Empfehlungen orientieren sich laut Sony an den Creative-Look-Profilen der Alpha-Kameras. Zusätzlich kommt auf allen drei Modulen eine RAW-Multi-Frame-Verarbeitung zum Einsatz, die Rauschen reduzieren und den Dynamikumfang erweitern soll.

Im Inneren arbeitet Qualcomms Snapdragon 8 Elite Gen 5, daneben verbaut Sony einen 5.000-mAh-Akku, ein 6,5-Zoll-FHD-OLED mit 120 Hz und ein neu abgestimmtes Stereo-Lautsprecherpaar. Erhalten bleiben der 3,5-mm-Klinkenanschluss, der microSD-Slot und der dedizierte zweistufige Auslöser. Das Gehäuse ist nach IP68 staub- und wasserdicht.

Harte Konkurrenz auf angespanntem Speichermarkt

Mit dem Wechsel zu Sensor-Crop rückt Sony näher an die Strategie der meisten anderen Smartphone-Hersteller heran und verlässt eine Nische, die das Xperia über vier Generationen besetzt hat. Für Sony als erwiesenermaßen erfolgreicher Sensorproduzent ist der Schritt naheliegend, schließlich speist sich der größere Tele-Sensor aus dem eigenen Bauteilportfolio.

Offen bleibt, wie sich der Hybridzoom in der Praxis schlägt und wie sich das Xperia 1 VIII gegen die immer stärker werdenden Foto-Flaggschiffe von Vivo, Oppo und Xiaomi positionieren wird. Hinzu kommt das Marktumfeld. Arbeits- und Flash-Speicher sind 2026 so knapp wie selten zuvor, weil die großen Hersteller ihre Kapazitäten in Richtung KI-Rechenzentren verschieben. Für eine Nischenreihe wie das Xperia wirft das die Frage auf, wie lange Sony Ressourcen für einen vergleichsweise kleinen Marktanteil einsetzen will.

Ab 1.499 Euro

Das Sony Xperia 1 VIII kann ab sofort in den Farben “Graphite Black”, “Iolite Silver”, “Garnet Red” und “Native Gold” für eine unverbindliche Preisempfehlung von 1.499 Euro (12 GB + 256 GB) vorbestellt werden. Eine Variante mit 1 TB Speicher und 16 GB RAM steht für 1.999 Euro bereit. Android 16 kommt als Betriebssystem zum Einsatz, neben vier Jahren OS-Updates wird es sechs Jahre lang Sicherheitsupdates geben.

Für den Aufruf bleibt die Hardware in meinen Augen aber hinter dem zurück, was die Konkurrenz aktuell bietet. Xiaomi verbaut im 17 Ultra für rund denselben Preis einen 1-Zoll-Hauptsensor (der übrigens nicht mehr von Sony, sondern OmniVision kommt) und ein 1/1,4-Zoll-Tele mit stufenlosem Zoom von 75 bis 100 mm. Und wer noch mehr Geld übrig hat, greift für 2.000 Euro zum Leitzphone, das auf dieser Hardware-Basis aufbaut und zusätzlich einen mechanischen Kameraring mitbringt.

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1 Kommentar
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WRDS

Immerhin sechs Jahre Sicherheitsupdates. Besser als früher. Nur vier Jahre OS Updates ist trotzdem zuwenig für ein 1500 Euro Smartphone. Deshalb bin auch jetzt nach 10 Jahren Xperia bei Google Pixel gelandet. Dort gibt es 7 Jahre OS Updates.

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