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Neues von Nikon und Viltrox, Kamera-Vorschau für Canon (Wochenrückblick)

Das Kamerajahr 2026 geht los! Und zwar mit einem neuen Objektiv von Nikon, Hinweisen auf zwei neue EVO-Linsen von Viltrox und einer ersten Vorschau auf die Canon-Releases in diesem Jahr.

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Die wichtigsten Foto-News der Kalenderwoche 02

Zwei neue Viltrox-Objektive im Anmarsch

Thematisch startet das Jahr 2026 mit zwei neuen Objektiven von Viltrox, die beide der Mittelklasse des Herstellers entstammen. Genau sind’s das 55mm f/1.8 EVO und das 35mm f/1.8 EVO – offiziell vorgestellt sind die beiden Linsen zwar noch nicht, im Netz sind aber bereits Bilder aufgetaucht, die zumindest das 55mm f/1.8 EVO für den Nikon Z-Mount zeigen.

Wenn Viltrox sich dabei am bereits erschienen Modell aus der EVO-Serie orientiert, werden die beiden Linsen vergleichsweise leicht und zu Preisen von unter 500 € erscheinen. Das 85mm f/2.0 EVO erschien im vergangenen Herbst für knapp 300 € und war 340 Gramm schwer. Die Bildqualität war sehr gut und dementsprechend könnten die neuen Objektive durchaus interessant werden!

Sobald ich hier neue Infos hab, teile ich Euch die natürlich umgehend mit!

Nikon stellt 24-105mm f/4 bis f/7.1 vor

Lasst uns nochmal bei Objektiven bleiben und zufälligerweise auch bei einem Objektiv für den Z-Mount. Denn Nikon selbst hat in der ersten Januarwoche das 24-105mm f/4 bis f/7.1 präsentiert, das für den Vollformat entworfen wurde. Das neue Objektiv wird dabei wahlweise im Kit mit der Nikon Z5 II verkauft, die ja von vielen mit ihrem geringen Preis als eine der besten Kameras des letzten Jahres gehandelt wurde. Sind wir also mal gespannt, wie teuer das Objektiv geworden ist.

Als erstes Highlight würde ich im Datenblatt den Abbildungsmaßstab von 1:2 nennen – man kann sich mit dem 24-105mm f/4 – f/7.1 also schon ein wenig an die Makrofotografie wagen. Bis zur Brennweite von 50mm liegt die Naheinstellgrenze zudem bei 20 cm, bei allem darüber müsst Ihr ein Stück zurückgehen und mindestens 28 cm Abstand vom Motiv zum Sensor aufbauen.

Optisch konstruiert Nikon das Objektiv aus 12 Linsen in 10 Gruppen, darunter findet sich ein einzelnes ED-Glaselement und zwei äspherische Linsen. Einen Autofokus gibt’s natürlich auch, er funktioniert über einen STM-Motor und für’s Bokeh setzt Nikon auf 9 Blendenlamellen.

Klingt mit einem Gewicht von 350 g und einer Länge von knapp 11 Zentimetern durchaus interessant. Zumal Nikon neben einem Zoomring auch noch einen Kontrollring verbaut, den man in den Einstellungen seiner Kamera mit Fokus, Blende oder etwa der ISO-Empfindlichkeit belegen kann. 

Zusammen mit dem gegen Wasser und Staub abgedichteten Gehäuse ergibt sich doch ein ganz solides Reise-Zoom für … 599 €. Den Preis finde ich auch fair, wenn man auf eine Gegenlichtblende verzichten kann. Denn die verkauft Nikon nur optional und dann für stolze 40 € – das ist ziemlich teures Plastik!

Nikon könnte in diesem Jahr die Z90 bringen

Okay, noch eine Nikon-Meldung – bei anderen Herstellern ist bisher echt noch nicht so viel passiert! Aber dafür ist News 3 für Nikon-Fans umso interessanter!

Denn eventuell kommt in diesem Jahr endlich die Nikon Z90, die als Nachfolgerin der beliebten D500 erscheinen könnte. Am 5. Januar feierte die D500 ihren 10. Geburtstag und wartet bislang noch immer auf eine offizielle Nachfolgerin.

Die Z50 II wurde zwar Ende 2024 für nur 999 Euro vorgestellt – die D500 kam im Jahr 2016 für 2.329 Euro auf den Markt. Auch wenn man die Preise natürlich nicht direkt vergleichen kann, wäre im Nikon-Lineup noch Platz für eine teurere und leistungsstärkere APS-C-Kamera.

Wie diese aussehen könnte, lassen neue Gerüchte andeuten. Unbekannte Quellen aus China wollen erfahren haben, dass zur Z90 bereits ein produktionsreifer Prototyp existiert. Und dessen Auflösung soll im Bereich zwischen 32 und 33 Megapixeln liegen. Außerdem soll die Kamera mit mechanischem Verschluss 15 Bilder pro Sekunde aufnehmen können – eine Präsentation sei in der zweiten Jahreshälfte möglich.

So richtig viel Geld würde ich auf diese Informationen zwar noch nicht wetten – eine erste Neugierde entsteht bei mir aber durchaus! Warten wir mal ab und behalten die Z90 im Hinterkopf!

Ausschau auf das Kamerajahr bei Canon

Welche Kameras erscheinen im Jahr 2026? Falls Ihr aktuell plant, Euch ein wenig neues Equipment zu kaufen, ist diese Frage natürlich richtig relevant für Euch. Wäre ja ärgerlich, wenn Ihr Euch eine Kamera kauft, die ein paar Wochen später von der Nachfolgerin abgelöst wird. 

Aus diesem Grund wollen wir in den nächsten Folgen von Photografix-News jeweils eine kleine Ausschau auf die Neuerscheinungen beliebter Hersteller aufnehmen. Los geht’s mir Canon, die letztes Jahr mit der R6 Mark III, der EOS C50 oder auch der PowerShot V1 wirklich tolle Kameras gelauncht haben.

Im Jahr 2026 gehen wir aktuell recht fest davon aus, dass Canon die R7 Mark II vorstellen wird. Dabei wird es sich um das neue APS-C-Flaggschiff von Canon handeln, das womöglich einen Sensor mit 40 Megapixeln bieten wird. Dieser könnte im leistungsstarken Stacked-Design verbaut werden, das besonders hohe Serienbildgeschwindigkeiten ermöglicht. Vermutet wird die Kamera aktuell in der ersten Jahreshälfte, also in den nächsten paar Monaten!

Ein wenig unsicherer sind wir uns bei der RE-1 – also der ersten digitalen Vollformat-Retro-Kamera, die Canon in diesem Jahr veröffentlichen wird. Die Kamera soll eine Wiederauflage der Canon AE-1 darstellen, die im April ihren 50ten Geburtstag feiern wird. Als technische Basis soll dabei die R6 Mark III oder die R6 Mark II sein, wobei die Kamera wohl videotechnisch deutlich abgespeckt wird.

Ebenfalls im Gespräch, aber nicht ganz so wahrscheinlich: Die Präsentation einer R3 Mark II – also einer Nachfolgerin der R3, die inzwischen schon fünf Jahre alt ist. Warum das unwahrscheinlich ist? Canon stellte letztes Jahr – also 2025 – die R1 als neues Sport-Flaggschiff vor. Daher ist ein wenig unklar, was Canon mit der R3-Serie zukünftig vorhat.

Ebenfalls noch unklar ist, wie’s mit Canons Einsteiger-APS-C-Lineup weiter geht. In Laufe des Jahres könnten wir eine R10 Mark II, eine Nachfolgerin der R50 oder eine R100 Mark II sehen. Wirklich relevante Gerüchte gibt es hier nicht, überraschen würden uns diese Kameras aber auch nicht.

Abseits der Welt der Systemkameras vermuten wir auch den Release einer neuen Kompaktkamera von Canon. Der Hersteller hatte bereits die Produktion der G7X Mark III und der SX740 HS wieder hochgefahren, da Kompaktkameras so beliebt sind. Meiner Meinung nach aus gutem Grund, die G7X Mark III habe ich mir im Kompaktkamera-Vergleich vor einigen Wochen angeschaut und fand sie echt klasse.

Wie genau die nächste Kompaktkamera von Canon aussehen wird, wissen wir aktuell aber auch noch nicht. Und an die Canon-Fans unter uns: Freut Ihr Euch auf das Jahr 2026 bei Canon oder lassen Euch die vermuteten Kameras eher kalt? Schreibt’s mir in die Kommentare!

Xiaomi 17 Ultra vorgestellt

Als letzte Meldung will ich noch was aus dem Dezember 2025 aufgreifen – denn Leica und Xiaomi haben zum Jahresende noch das Xiaomi 17 Ultra vorgestellt, das wieder einen deutlichen Fokus auf die Smartphone-Fotografie legt.

Im Kamerabereich ist das Handy insofern besonders, als dass Leica und Xiaomi ihre Partnerschaft noch einmal ein wenig verändert haben. Im neuen “Strategic Co-Creation Model” – was ein Name – soll Leica schon ab der frühen Konzeptphase beim Design der Optik, der Bildcharakteristik und der Bedienlogik involviert gewesen sein. Beim Vorgängermodell beschränkte sich die Zusammenarbeit vor allem auf eine Beteiligung an den Optiken und den Bildprofilen.

Zentral beim Xiaomi 17 Pro ist ein 1-Zoll-Sensor in der Hauptkamera, der mit 50 Megapixeln auflöst und vom Hersteller OmniVision entwickelt wurde. Die neue Light-Fusion-Variante soll dabei einen höheren Dynamikumfang bieten, was sich vor allem in der Nacht und bei Motiven mit hohem Kontrast bemerkbar machen soll.

Die Ultraweitwinkelkamera ist bis auf kleinere optische Anpassungen dieselbe wie im Vorgängermodell und statt zweier Telekameras gibt’s eine, die einen optischen Zoombereich von 75 bis 100 mm abdecken soll. Xiaomi und Leica setzen also auch auf einen winzigen Powerzoom, wie Sony ihn vorletztes Jahr im Xperia 1 Mark VI eingeführt hat. Wie hier haben wir eine recht große Lücke zwischen Weitwinkel und 75 mm im Telebereich.

Ein globaler Marktstart steht für das Handy bislang noch aus, bei früheren Ultra-Modellen zog sich dieser aber in der Regel bis ins Frühjahr. Preislich müsst Ihr ebenfalls mit Preisen um 1.500 Euro rechnen, wobei der interessante Kameragriff mit mechanischen Auslöser und Filtergewinde nach wie vor optional bleibt.

Ich stelle hier bei Photografix-News recht selten Kamera-Handys vor, in letzter Zeit finde ich Leicas Umgang mit der Smartphone-Fotografie wirklich interessant. Ich habe einige wirklich interessante Erfahrungsberichte von Leicas “Lux”-Kamera-App fürs iPhone gesehen und die App auch mal ausprobiert. Und ich muss sagen: Mit der App schafft man es wirklich, die eher unnatürlichen iPhone-Fotos zu “renaturalisieren”. Falls Ihr Euch das einmal anschauen wollt, empfehle ich das Video von iKnowReview auf YouTube. Kilian vergleicht die App mit einer Leica Q3 und packt ziemlich viele Vergleichsbilder in sein Video. Viel Spaß beim Zuschauen!



Damit verabschiede ich mich für dieses Jahr und sage wie immer: „Bis zum nächsten Mal!“.

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chris XX

Bin ja mal gespannt darauf welche Camera zuerst kommt: R 7II oder Z90. Bei den DSLR war Canon ja auch schneller mit der 7D II.

Alfred Proksch

Meine persönliche „Glaskugel“ zeigt für 2026 das trübe Bild eines neuen Smartphones sowie eine echte „Hosentaschen-Kamera“. Vielleicht kommt endlich eine Kamera mit der man telefonieren kann, Telefone mit „aufgeklebten“ Foto/Videomodulen gibt es bereits wie Sand am Meer.

Was ich mir wünsche sind „Foto-Flohmärkte in ECHT“ – wo man das Objekt der Begierde in die Hand nehmen und ausprobieren kann. Stöbern im Netz ist zwar bequem, aber auch langweilig. Second Hand bei den Partnern von Photografix kaufen ist seriös, sicher und meistens stimmen die „Beschreibungen“ auf den Punkt, der direkte Kontakt mit den Verkäufern sowie das Gespräch mit anderen Kunden fehlen mir dabei.

Gerüchte, Spekulation was eventuell vielleicht in den nächsten Monaten von der Industrie vorgestellt werden könnte sind manches mal herrlich „aufregend“, Phantasie auslösend und führen zu interessanten Diskussionen.

Die Leser-Galerie zeigt Vielfalt, für jeden ist etwas dabei, ein kleiner Zusatzgewinn fördert bestimmt die Bildabgabe. Mit Genuss sehe ich mir die Bilder an. Schön wie Photografix arbeitet. Danke dafür!

Berthold Biehler

Den Gerüchten nach wird erst die Canon R7 II erscheinen. Also kann Nikon sich an den Spezifikationen von Canon orientieren. Beide, Canon und Nikon, werden m. E. darauf achten, dass neue APSC-Kameras nicht die Führungsrolle des für sie lukrativeren Vollformats rütteln. Aus ökonomischen Gründen werden die technischen Spezifikationen der APSC-Modelle, z. B. Bildfolge, nicht über denen einer R6 II oder Z6 II liegen, auch wenn es technisch machbar wäre.

Mirko

Einen geschenkten Gaul guckt man nicht ins Maul, Danke für den Link 🔗 (war immer noch kostenlos) Ist was für Leute die gerne umgestalten oder mal lange Weile haben 😉
https://ibb.co/dwKyh0w9