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Nikon Z6 & Z7: Was ist die größte Stärke der Kameras?

Was ist die größte Stärke der Nikon Z6 und Z7? Wie können sich die beiden Kameras von der Konkurrenz abheben?

Nikon ungefähr auf Augenhöhe mit Sony

Bevor man sich eine finale Meinung zu einer neuen Kamera bildet, sollte man definitiv ausführliche Testberichte abwarten und zudem die Kamera nach Möglichkeit einfach mal selbst in die Hand nehmen. Trotzdem dürften sich die meisten inzwischen eine grobe Meinung zur Nikon Z6 und Z7 gebildet haben, denn die technischen Daten konnten schließlich schon in Ruhe analysiert werden und es gibt auch schon zahlreiche Erfahrungsberichte und Meinungen zu den neuen DSLMs.

Hier die neusten Artikel, die wir zur Z6 und Z7 veröffentlicht haben (Liste aktualisiert sich automatisch):


Mein aktueller Eindruck: Nikon ist hier ein sehr guter Einstieg in den Markt der spiegellosen Vollformatkameras gelungen, doch an Sony vorbeiziehen kann Nikon mit der Z6 und Z7 nicht. Natürlich hat die Z6 einige Vorteile im Vergleich zur A7 III (siehe Gegenüberstellung hier), doch die Z6 ist eben auch eine Kamera, die mit einigen Schwachstellen daherkommt, genauso wie die Z7.

Sagen wir der Einfachheit halber einfach mal, die Z6 und Z7 sind auf Augenhöhe mit der A7 III und A7r III (auch wenn man da jetzt sowohl in die eine als auch die andere Richtung argumentieren könnte, aber darum soll es in diesem Artikel nicht gehen). Dann ist das auf der einen Seite ein schöner Erfolg für Nikon. Doch ein Unternehmen in dieser Größenordnung sollte sich nicht zufrieden geben, wenn man „gute“ Produkte vorgestellt hat, die mit der Konkurrenz „mithalten“ können.

Was sind die Stärken der Nikon Z6 und Z7?

Was sind also die wahren Stärken der Nikon Z6 und Z7, auf die Nikon in den nächsten Jahren bauen sollte, um an Sony vorbeiziehen zu können? Ich denke in Sachen Technik wird Nikon Sony nur schwer überbieten können. Ja, vielleicht sind Display und Sucher ein kleines bisschen besser, aber dann kommt Sony ein paar Monate später mit einer neuen Kamera ums Eck und schon wendet sich das Blatt wieder. Das sind also keine Punkte, wo sich Nikon wirklich langfristig von Sony absetzen kann. Wobei klar sein sollte, dass Nikon natürlich trotzdem erstklassige Technik verbauen muss, um nicht ins Hintertreffen zu geraten.

Gehäuse und Bedienung sind sicherlich Pluspunkte und Stärken, auf die Nikon bauen sollte. Doch auch hier lernt Sony vielleicht in den nächsten Jahren weiter dazu und schließt zu Nikon auf, das weiß man ja nicht.

Nikons größte Waffe ist das neue Z-Bajonett

Meine persönliche Meinung: Die größte Stärke der Nikon Z6 und Z7 ist das neue Bajonett. Das mag im Moment vielleicht eher ein Nachteil sein, denn für seine alten F-Mount-Objektive braucht man als Nikon Nutzer einen Adapter und neue Objektive gibt es bisher nur drei. Doch langfristig gesehen könnte das Z-Bajonett eben Objektive ermöglichen, die Sony in dieser Form aufgrund des kleineren E-Bajonetts nicht anbieten kann.

Schärfere Bilder mit offenen Blenden, weniger chromatische Aberration, schärfere Ecken, außergewöhnliche Objektive wie ein 58mm f/0.95, kompakte und leichte Objektive – in der Theorie ist mit dem neuen Z-Bajonett so einiges möglich. Und wie wir alle wissen sind es langfristig gesehen nicht unbedingt neue Kameras, die einen Fotografen an ein bestimmtes System binden, sondern die Objektive, die er sich im Laufe der Jahre zulegt.

Mit dem Z-Bajonett hat Nikon eine große Chance. Hoffen wir, dass sie diese Chance auch nutzen. Welche neuen Objektive Nikon in den nächsten Jahren für die Z6 und Z7 vorstellen möchte, darüber haben wir bereits hier berichtet.

Was denkt ihr? Was ist die größte Stärke der Nikon Z6 und Z7?


Nikon Z6 vorbestellen:

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Mark Göpferich

Mark Göpferich

Gründer von Photografix und freiberuflicher Redakteur, der sich seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue von Fotografie und Kameras begeistern lässt. Mit mehr als 2.500 Artikeln hier auf Photografix inzwischen so etwas wie ein Experte für neue Kameras.

36 Kommentare

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  • Sucher: Das ist für mich das zentralste Objekt beim Umstieg auf eine Spiegellose. Weshalb hätte ich mir sonst zuvor eine Spiegelreflex-Kamera gekauft. Der Sucher war auch der Grund für die D810 statt der D750.
    Mag sein, dass ich damit allein bin – auf jeden Fall hatten mich bisher sämtliche digitale Suche vor einem Wechsel abgeschreckt. Und die Marke ist mir dabei egal. Wenn der Body den Umstieg begründet hätte, wäre ich auch mit den Objektive umgestiegen. Bisher hatte mich jedoch nichts so vom Hocker gehauen, dass ich hatte wechseln müssen.
    Jetzt gäbe aber einen guten Grund, eine Spiegellose mal ernsthaft in Erwägung zu ziehen.

    • Mal abgesehen von den elementaren Unterschieden zwischen OVF und EVF haben mich alle Nikon-Sucher der 1er-Reihe besonders bei wenig Licht maßlos enttäuscht. Der EVF der Canon EOS-M5 ist zwar um Längen besser aber immer noch meilenweit davon entfernt, vernünftig damit arbeiten zu können. Vielleicht hat ja jemand Lowlight-Erfahrungen mit der Nikon-Z, die er hier kundtun kann.

    • War bei deinen Tests auch die Leica SL dabei? Die müsste heute noch den besten Sucher aller DSLMs haben und ist auch von der Sensoranlage her deutlich adaptierfreudiger als andere Hersteller. Bin gespannt auf den Nachfolger, der hoffentlich bald kommt!

  • Welche Vorteile das Z Bajonett bringt sehe ich momentan nicht so richtig. Die neuen Festbrennweiten bei f1.8 bieten uns Dimensionen was die Größe betrifft wie die gleichen Brennweiten bei f1.4 (DSLR)

    https://www.dpreview.com/products/compare/side-by-side?products=nikon_35_1p4g_afs&products=nikon_z_35_1p8_s&products=nikon_z_50_1p8_s&products=nikon_50_1p4&sortDir=ascending

    Wenn ich mir vorstelle das eventuell Nikon eine Z im APS Format bringt und ich mir solche „Klötzer“ anschrauben müsste….dann lieber eine Canon M

    • Canon zeigt hier für mich ganz eindeutig, wo die Reise hingeht. APS-C-DSLMs in kompakten Gehäuse für den Amateurbereich. Sowohl Canon als auch Nikon werden mit ihren „neuen“ DSLMs bei entsprechenden Preisen nur noch das Vollformat bedienen wollen – mal sehen, ob’s funktioniert.

      Übrigens: APS-C und Vollformat-DSLRs mit demselben Bajonett war historisch gesehen ein Fehler.

      • Da hast Du Recht, bin ja selber damals auf das „Verkaufsgelaber“ drauf reingefallen, kaufen wollte ich eigentlich das Nikkor 17-55/2.8 gekauft habe ich ein 24-70 der Zukunft wegen, man weiß ja nie 😂

      • hmm – also war das 24-70 wohl keine so gute Investition? Ich habe meins jetzt erst seit 14 Tagen bin recht angetan davon – Dein Kommentar gibt mir aber grade zu Denken 🙂

      • naja, so neu ist das ja jetzt auch nicht mehr (wüsste ich, wie man diese verlegenen Smilys hinbekommt…). Ich weiß, das Tamron 🙂 … Aber ich bin vom Nikkor wirklich recht begeistert (noch ein verlegenen Smily…)

      • Mimas,

        ich meine ja nur so. Ich stand auch vor der Wahl. Die Nikkore kamen für mich auf Grund der hohen Preise und der eher mageren Leistung nicht in Frage. Schlussendlich entschied ich mich zwischen dem Tamron 24-70 2.8 und dem Sigma 24-105 4. Den Vorzug gab ich dem Sigma, da ich die Lichtstärke nicht unbedingt brauche und etwas mehr Brennweite habe. Aber beide sind besser als die Nikkore und kosten nur die Hälfte.

      • Rolf Carl,
        ja, wahrscheinlich lasse ich mich zu sehr vom Marketing um den kleinen Finger wickeln und ich glaube Ihnen gerne, das die Sigmas und Tamrons qualitativ sehr gut sind. Ich nutze Nikon seit 2005 und bin damit immer gut gefahren. Als ich 2014 dann bei den etwas größeren Sensoren und Kameras mit Wechselobjektiven ankam, war ich schon sehr auf Nikon fixiert. Enttäuscht haben sie mich bis heute nicht, kenne aber auch nicht viel was anderes. Stimmt schon, die Preise sind nicht immer wirklich gerechtfertigt, allerdings kann ich von keinem meiner 10 (Nikon) Objektive sagen, dass ich mir da Schrott gekauft hätte. Ich mache mir einfach kein Objektiv eines anderen Herstellers drauf, sonst würde ich mir wahrscheinlich jetzt in den Ar… beißen 😉

      • Mimas,

        wenn du zufrieden bist, ist ja alles in Ordnung. Ich hab mir auch auf Grund des Bajonettwechselservices von Sigma für diese Objektive entschieden. Ich könnte also meine Objektive auch auf das Z-Bajonett oder auf Canon umrüsten lassen, wenn ich wollte. Und auf dem Kaufbeleg steht betreffend Garantie: 99 Jahre bring in. Im Gegensatz zu dir habe ich nur noch ein Objektiv von Nikon, nämlich das sehr gute 200-500 f5.6 VR. Alle anderen sind Sigma, Sigma Art oder Tamron.

    • Mimas,
      letztendlich geht es ja nicht darum womit ich raus gekommen bin (Sigma) sondern um die Verkaufspolitik von Nikon. Man hatte schon damals keine große Auswahl an lichtstarken APS-C Linsen und wenn sie so weiter machen dann sage ich „Gute Nacht“ denn das meiste Geld wird immer noch mit den kleineren Formaten gemacht.

      • @Mikro
        yep, da bin ich bei Dir. Ich sehe besonders bei dem doch recht großen Z-Bajonett und APS-C nicht so wirklich eine Zukunft. Die APS-C Benutzer hängen bei Nikon momentan ohnehin in der Luft, da absolut nicht ab zu sehen ist, ob oder was da jetzt bei den Spiegellosen kommt.
        Wenn ich mir jetzt eine neue APS-C kaufen müsste, würde es eindeutig die D500 werden und das ist auch schon wegen des Preises nichts für Jeden. Da ich einfach zu viel Objektive (auch DX) und sonstiges Zubehör habe, macht ein Wechsel zu einem anderen Hersteller für mich keinen großen Sinn und die D500 wäre mir schon ein echter Leckerbissen. Solange es die D5300 noch tut, bleibe ich aber dabei, denn die genügt mir in dem Bereich erst mal (klar, vergleichen kann man diese Kameras nicht).
        @Rolf Karl
        Glauben Sie wirklich, dass es möglich ist an einem Objektiv ein F-Bajonett gegen das Z zu tauschen? Da müsste man doch auch den ganzen Tubus im Durchmesser ändern, oder? Der ganze Service von Sigma, Preise und die Garantie sind schon Argumente. Allerdings werde ich die (Kamera)Marke so schnell nicht wechseln. Habe auch nicht vor mir in absehbarer Zeit eine neue Kamera zu kaufen, P7800, D5300 und D750 genügen mir völlig und 99 Jahre Garantie werde ich nicht mehr ausschöpfen 🙂
        Hatten Sie schon mal den Fall, nach vielen Jahren gebrauch die Garantie in Anspruch nehmen zu müssen? Ist Sigma da wirklich so kulant? Wie gesagt, das sind schon Argumente und in meinen Augen mehr als fair.
        Übrigens: das 200-500mm hatte ich bis jetzt immer noch nicht an der D750. Wollte damit die Mondfinsternis neulich fotografieren, allerdings mit der APS-C. Genau in dem Moment als der Mond aufging, zog ein Gewitter auf 🙁

      • Mimas,

        ja, der Sigma Service ist so gut. Er gilt aber nur für die neueren Objektive (so die letzten 8 Jahre) und auch sämtliche Sigma Art. Beim Kauf in der Schweiz gibt es eine schwarze Servicekarte dazu von Ott + Wyss AG in Zofingen. Diese gilt nicht nur lebenslänglich für technische Mängel, sondern beinhaltet auch einen Gratisservice pro Jahr, das heisst Kontrolle, Reinigung und Nachjustierung. Das klappt jeweils tadellos. Wobei ich anmerken muss, dass Nikon bei einzelnen Objektiven in dieser Beziehung auch oft sehr kulant ist. Wenn ich aber gleich die ganze Ausrüstung bringe inkl. Reinigung des Sensors, ist dies bei Nikon kostenpflichtig.

        Ob ein Umbau auf das Z-Bajonett überhaupt geht und auch Sinn macht, weiss ich natürlich noch nicht, nehme aber an, dass wenn Nikon die F-Bajonette adaptieren kann, Sigma diese auch umbauen kann. Für mich ist das allerdings im Moment kein Thema.

        Ich habe ja auch wie du die D750 und bin sehr zufrieden damit. Die D500 habe ich einzig aus dem Grund gekauft, weil der AF noch etwas bissiger ist und bei der Tierfotografie noch einen etwas engeren Bildausschnitt hat. Zusammen mit dem 200-500 ist die Kombi einfach genial. Wenn du aber nur langsame Motive fotografierst, brauchst du die D500 wahrscheinlich nicht. Übrigens kannst du in der Not ja auch an die D750 DX-Objektive montieren, hast dann natürlich aber nur noch 16 MP.

      • Rolf Carl,
        das mit dem Sigma Service hört sich wirklich gut an und sollte ich mal einen Systemwechsel in Angriff nehmen, werde ich bestimmt auch deren Objektive in Betracht ziehen.
        Der letzte Service bei Nikon hat mich, als registrierter Benutzer, 40€ gekostet. Darin war enthalten die Reinigung und Justierung der Kamera (Autofokus, Belichtungsmessung usw.) und die Anpassung eines Objektivs, mit dem ich einen leichten Backfokus hatte. Ein mal im Jahr gönne ich das meinen beiden Kameras, die 40€ gelten aber 1x pro Kamera.
        D500 – ich mache größtenteils Makros von Pflanzen und Insekten. Besonders bei letzteren wäre ein guter Autofokus mit Abdeckung bis zum Bildrand schon ein Vorteil, zumal genau das die Achillesferse der D5300 ist. Bei gutem Licht ist alles toll, zieht eine Wolke vor die Sonne ist deren AF die größte Schwachstelle, auch mit „lichtstarken“ Objektiven (z.B. 105/2,8). Bei schlechtem Licht hilft mir aber das R1C1 Makroblitzset, was ich jedem nur empfehlen kann. Auch wieder teuer, aber unglaublich gut!

      • Mimas,

        wieso nimmst du nicht die D750 für Makros? Das 105er 2.8 ist ja ein VF Makroobjektiv. Anscheinend machen wir ähnliche Bilder, und da ich häufig zwischen meinen beiden Kameras wechsle, kann ich dir versichern, dass der AF der D750 fast ebenso gut ist. Vor allem im Nahbereich merke ich in der Praxis keinen Unterschied.

        Mit Blitz fotografiere ich nie. Am Anfang hatte ich mal über einen Ringblitz nachgedacht, aber die Idee wieder verworfen. Ich nehme meistens Aufhellfolien, wenn überhaupt etwas. Aber das ist sowieso Geschmacksache.

      • Rolf Karl,
        wieso nimmst du nicht die D750 für Makros? …
        wegen dem kleineren Sensor! Klar mache ich auch Nahaufnahmen mit der VF, aber will ich wirklich nahe am Maßstab 1:1 z.B. Fliegen, Wespen, Bienen usw. ablichten, ist der APS-C Sensor einfach besser. Es ist dann natürlich abhängig von der Motivgröße. Eine Biene passt perfekt auf einen APS-C Sensor, während größere Falter oder auch Blüten besser auf den FX Sensor passen. Immer vorausgesetzt ich möchte möglichst an die Nahgrenze. Ansonsten gebe ich Ihnen recht, großen Unterschied sieht man wirklich nicht.

      • Unterschied – hatte ich nicht richtig gelesen, es ging um den Autofokus…
        Kann ich kaum glauben, dass der AF der D500 mit seinen 100000 Messpunkten nicht um Welten besser ist, als der 54 Punkt AF der D750. Zugegeben, mit dem bin ich auch recht glücklich, bis auf die Bildfeldabdeckung.

  • Nur kurz zum Z-Bajonett: mit dem Erscheinen frage ich mich, wie es Leica möglich ist mit einem kleineren Bajonettdurchmesser ein Noctolux-Objektiv zu fertigen?

    • Das mit dem größeren Z-Bajonett halte ich für einen Werbegag! Für ein gedachtes Mittelformat, müsste NIKON erst einmal einen Sensor dazu haben und die kommen bislang alle, einschließlich der Z6/Z7 von SONY!

      Ist das nicht furchtbar für einen NIKON-Freak!!

      • Wenn man sich die Bajonettgeometrie einmal genau anschaut kann man erahnen, dass Mittelformat kompletter Unsinn und dem Bereich des Wunschdenkens zuzuordnen sein dürfte.

      • Der Werbegag trifft es wohl ganz gut.

        Canon EF –> 54mm Bajonettdurchmesser
        Nikon Z –> 55mm

        Fuji GFX –> 65mm

        Ich glaub das mit dem Mittelformat ist eher Wunschdenken.

      • Zweifellos sind die Aussagen zum neuen Bajonett ein Werbegag. Nikon hätte problemlos das F-Bajonett für seine spiegellosen Kameras verbauen können. Entweder ist die Entscheidung für das neue Bajonett für eine geschäftliche Entscheidung eines früheren Toilettenhersteller Managers oder direkt Sabotage.

      • JA, das ist auf jeden Fall ne blöde Ausrede!
        Canon kommt schon am Anfang mit einer 1.2er Linse
        und die gabs ja auch schon vorher – sogar 1:1 und weniger.
        Nikon „konnte“ es wohl nicht besser.

  • Ah, endlich wird über das Z-Bajonett gesprochen. Ich vermute, das „bauen können“ eines 0.95 wird daraus nicht resultieren (solche Objektive gibt es ja wie hier schon erwähnt wurde für kleinere Bajonette) – aber ich erhoffe mir, dass deutlich bessere optische Qualität das Ergebnis des neunen Bajonetts ist. Dann wird Nikon für mich vielleicht auch irgendwann interessant …

    • Das wird keine bessere Qualität. Die optische Leistung gerade bei lichtstarken Objektiven setzt gewisse Linsenkombinationen und Durchmesser voraus. Diese machen aus einer lichtstarken Optik aber auch einen riesigen Trümmer. Ob man solche Lichtstärken bei immer empfindlicheren Sensoren braucht, sei mal dahingestellt. Auf jeden Fall zerstört man damit die Kompaktheit des Systems, dann kann man gleich bei den riesigen Klapperkisten bleiben. Von den Kosten für derartige Objektive mag ich überhaupt nicht reden. Ich sehe kein Vorteil für ein solch riesigen Mount. Auch für Sony gibt es lichtstarke Optiken. Und ob ich in so einer Kamera einen Mittelformatsensor brauche, bezweifle ich auch sehr stark. Aber nach oben ist immer Luft…

      • Vollig richtig, ganz meine Meinunng!
        Ich denke als vor ein paar Jahren die Sensoren so raushfrei wurden, kamen vermehrt Objektive mit 4.0 raus, weil die meist durchgehend eine sehr gute Bildquallität liefern und sie auch deutlich einfach zu realisieren waren. (Das günstige Canon 17-40 4,0 war schon immer besser als das 16-35 2.8 Serie 1).
        Außerdem wird die Offenblende eher von deren „Liebhabern“ benutzt, im professionellen Bereichen, wo es auch mal um die bessere oder praktikablere Blende geht – gewinnt 4.0/5.6 meist gegenüber 1.2/1.4 etc.

  • Die größte Stärke eines spiegellosen Kamerasystems ist zuerst einmal ihre Größe. Mir scheint die Nikon so groß zu sein, wie eine Olympus em1mk2. Leider sind die vorgesehenen Objektive für die Z recht groß und fressen den Vorteil ab etwa 3 Linsen gegenüber beispielsweise einer D750 zur gänze auf. Die anderen Vorteile der neuen Kameras sind Variationen des heute möglichen, aber nicht Systembedingt. Ob man nun einen optischen oder elektronischen Sucher bevorzugt, ist ganz einfach eine Frage des Geschmacks.

  • Ich kann mir durchaus vorstellen, dass sich das Z-Bajonett auf längere Sicht als Nachteil für Nikon erweisen wird. Richtig ist, dass Sony E-Mount für Kleinbild 2-3 mm größer sein dürfte. Andererseits verhindert aber das große Z-Bajonett den Bau von wirklich kompakten Kameras.
    Ginge es nur nach den Foren, dann ist ja ja Vollformat das Maß aller Dinge. Bei den verkauften Stückzahlen schätze ich den Anteil von Vollformat-Kameras bei 15- 25 %. Canon ist bei den (spiegellosen) APS-C gut aufgestellt. Und auch die Sony 6000er-Serie verkauft sich gut. Bei Nikon ist da z.Z. spiegellos nichts zu sehen. In der Folge wird das proprietäre Z-Bajonett eher nur bei Nikon-Altkunden zu sehen sein. Entsprechend gering ist der Anreiz für Fremdhersteller sich dort zu engagieren.

  • Nikon Z Mount hat sicher eine Zukunft.Die DSLR und DSLM kann man nicht mehr viel verbessern, wenn
    dann nur noch mit neuen Objektiven.Man sieht bei Sigma werden die Linsen immer größer und schwerer
    nur wegen Bildschärfe und Kontrast.Mit dem neuen Z Mount kann man sicher noch viel mehr rausholen.

    Für Nikon Gemeinde ist hier kein Nachteil,denn mit dem FTZ Adapter kann man mit allen F-Mount Linsen
    ohne Qualitätsverlust weiterverwenden.Die neue Z Objektive werden mit der Zeit bestimmt billiger.

  • Nikon ist dabei neue Melkmaschinen zu produzieren. Kleinere gab es schon öfter, sieht man sich mal einige Preise an bei allem was neu von da kommt. 3 von den Nikon AF-S Nikkor 300mm 1:4E PF ED VR hatte ich bisher, alle zurückgegangen, beim Preis von >1700 EUR erwarte ich etwas Fehlerfreies, oder das neue 24-70mm VR > 2000 EUR.
    Eine erstaunliche Ausnahme bildet offenbar das neue 200-500 mm, da war der Preisdruck der anderen wohl zu groß. Das hätte ich mir auch gekauft, hätte ich nicht zuvor das Sigma 150-600 schon besessen.
    Jetzt nun 4000 EUR für ne Kamera ohne Spiegel mit Wunderbajonet. Nikon wird die Objektivproduktion sicher in Abhängigkeit der verkauften Bodys einrichten. Wenn das wie gewünscht läuft, stelle ich mir dann vor, dass eine 70-200 Linse dann auch um 3000 EUR zu haben ist. Wer brauch ein NOCT ohne Autofocus?
    Dass die Z7 nun 4k Video kann interessiert mich auch kaum, ich filme ab und zu mit der D810, wer zuvor mal eine gescheite echte Schulterkamera hatte, wird das Filmen mit einer DSLR verfluchen, ich zumindest, dieses Gehample mit den Zusatzaufbauten, bei Licht sieht man nix im Display usw.
    Eigentlich geht doch seit einigen Jahren der Trend zu kleiner, besser, genauso gut wie die Großen. Viele kleine Speigellosen haben doch fast Qualitäten wie die SLR, wenn man den Testberichten glaubt.
    Ich glaub das wird kein großer Wurf für Nikon, (meine persönliche subjektive Meinung).
    Ach ja, ca 60% aller Fotos mache ich immer noch mit meinem Arbeitstier, der Nikon D700, das ist die letzte Kamera vo der ich mich trenne.
    -es ist interessant hier-
    Schönen Tag allen.

  • @Cat

    Da du ja den EVF der Nikon Z7 ja sooooo toll findest (eigentlich schon in der Hand gehabt?), und von der Sony ja sooo schlecht ist:

    Nikons EVF kann nur 60fps pro Sekunde. Da kann sogar meine A6300 120 Bilder Pro Sekunde anzeigen… Die A7SIII sogar 240fps. (Die Hardware hat Sony ja schon präsentiert.)
    Aber ist ja sooooo „grottenschlecht“ bei Sony..^^ . LOL.