Die CP+ ist in vollem Gange und Sigma, Zeiss und Nikon haben Objektive präsentiert. Darunter gleich zwei 35mm f/1.4 sowie ein neues 70-200mm f/2.8. Deutlich kurioser ist allerdings ein neuer Prototyp von Canon: Denn offenbar arbeitet der Hersteller an einer digitalen Boxkamera mit Schachtsucher.
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Die wichtigsten Foto-News der Kalenderwoche 09
Canon überrascht auf der CP+ mit digitaler Boxkamera
Starten wir mit einer unterhaltsamen News mit einem gewissen “Ulk-Faktor”. Schaut mal hier was Canon auf der CP+ ausgestellt hat:

Die sogenannte “Analog Concept Camera” erinnert optisch an klassische Boxkameras inklusive Lichtschachtsucher. Dabei nutzt Canon ein Zwei-Spiegel-System – der erste Spiegel reflektiert das Bild des fest verbauten Objektivs nach oben in den Schachtsucher. Wir haben also die typische Handhabung von Oben aufs Bild zuschauen wie bei analogen Mittelformat-Kameras. Beim Auslösen klappt dann ein zweiter Spiegel ins Bild und leitet das Licht in den Sensor.
Kurios ist dabei: Canon verbaut nur einen Type-1-Sensor – also ein deutlich kleineres Format als APS-C. Vor Ort lassen sich zwei Modelle bestaunen, die ich Euch auf YouTube einmal einblende. Und da Canon vor Ort nach Feedback fragt, gebe ich das mal an die Kommentare weiter:
Wie findet Ihr das Konzept? Eine nette Spielerei oder völlig überflüssig? Schreibt’s mir – ihr kennt das Spiel – gerne in die Kommentare!
Zeiss präsentiert erstes 35mm der Otus-Serie
News 2 ist ein neues Objektiv von Zeiss – und über das haben wir eigentlich im Vorfeld schon alles gewusst:
Das neue Zeiss Otus ML 35mm f/1.4 ist ein manuelles Vollformat-Objektiv, das für den E-Mount, den RF-Mount und den Nikon Z-Mount erscheint.

Dabei ist es das erste 35mm, das Zeiss in die Otus-Familie aufnimmt. Der optische Aufbau besteht aus 15 Elementen in 11 Gruppen, wir bekommen eine T-Sternchen-Vergütung, die Reflexionen minimiert und den Kontrast erhöht. Und die Blende arbeitet mit zehn Lamellen. Das Gewicht variiert zwischen 698 Gramm am E-Mount bis 737 Gramm beim Z-Mount – also vergleichsweise leicht, wenn man sich an die fast 1,5 Kilogramm des 28mm f/1.4 für DSLRs erinnert.
Je nach Anschluss ist das Objektiv zudem nur 112 bis 116 Millimeter lang. Jeweils ist das Gehäuse komplett aus Metall gefertigt, was für eine bessere Haltbarkeit und eine Premium-Haptik sorgen soll.
Die Premium-Haptik spiegelt sich auch im Preis wider. Für das 35mm f/1.4 müsst Ihr 2.399 Euro einplanen. Damit positioniert sich Zeiss deutlich über den Autofokus-Alternativen anderer Hersteller. Und eine davon schauen wir uns direkt mal an!
Neues Sigma 35mm f/1.4 DG II Art ist besonders kompakt
Nämlich das 35mm f/1.4 DG II Art – also die Neuauflage des ersten Objektivs aus Sigmas Art-Serie für spiegellose Vollformatkameras.
Erfreulicherweise wurde es komplett neu konstruiert und besteht nun aus 15 elementen in 12 Gruppen. Dabei setzt Sigma auf eine neue AAC-Beschichtung, die wie bei Zeiss Reflexionen minimieren und Kontraste erhöhen soll. Die Blende arbeitet mit elf abgerundeten Lamellen, die für ein weicheres Bokeh sorgen sollen.

Mit einem Gewicht von nur 530 Gramm ist es knapp 30 Prozent leichter als der Vorgänger. Die Baulänge schrumpft zudem um 20 Prozent auf 94 Millimeter, damit ist es jetzt ungefähr so groß wie das Pendant aus Sonys G-Master-Serie.
Neuerungen gibt’s auch beim Autofokus: Gleich zwei HLA-Motoren sollen für eine schnellere und präzisere Fokussierung sowohl bei Foto als auch bei Videoaufnahmen sorgen. Zudem gibt’s minimiertes Fokusatmen, Gerald Undone zeigt in seinem Video hier auf YouTube, dass das Fokusatmen nun weniger stark ist als bei Sonys G-Master-Festbrennweite MIT aktivierter Korrektur für Fokusatmen. Das ist stark!
Gegen Staub und Spritzwasser ist das Objektiv ebenfalls geschützt – der Filterdruchmesser liegt bei 67 mm – und die Naheinstellgrenze liegt bei 28 Zentimetern.
Ein würdiges Upgrade würde ich sagen – erscheinen wird’s für 999 Euro. Marktstart ist der 16. April für den E-Mount und für den L-Mount!
Sigmas neues 15mm für APS-C-Kameras
Wir bleiben nochmal kurz bei Sigma, denn der Hersteller hat auch ein neues 15mm f/1.4 für APS-C-Kameras gelauncht.
Dabei löst es das 16mm f/1.4 DC DN aus 2017 ab und ist im Vergleich nun einen Millimeter weitwinkliger. Heißt an APS-C-Kameras bekommen wir 22,5 Millimeter äquivalent zu Kleinbild – bei Canon müssen wir dem Faktor 1,6 umrechnen und genießen hier immerhin 24 Millimeter äquivalent zu Kleinbild.

Sigma verwendet natürlich auch hier eine neue optische Konstruktion, die das Objektiv vor allem kürzer und leichter macht. Mit 220 Gramm wiegt das Objektiv etwa die Hälfte als der Vorgänger, dabei ist es rund 30 Prozent kürzer und misst in der Länge nur 64,8 Millimeter.
Trotz des kompakten Formats gibt’s einen Blendenring, Fokusatmen wurde für Videografen minimiert und das Objektiv ist sogar gegen Staub und Spritzwasser geschützt. Und DAS für nur 499 Euro für den Sony-E-Mount. Fuji-X und den Canon RF-Mount. Ob es in Zukunft auch eine Version für den Nikon Z-Mount geben wird, ist aktuell noch unklar.
Und damit halte ich die Vorstellung mal ein wenig kürzer, denn wir müssen noch irgendwie eine DRITTE Sigma-Meldung anschneiden. Vielleicht erinnert Ihr Euch, dass im Vorfeld nicht ganz klar war, was Sigma zur CP+ präsentieren wird. Im Gespräch war damals auch ein 85mm f/1.2 DG Art – und das hat Sigma jetzt zumindest offiziell in Aussicht gestellt.
Konkret bestätigt der Hersteller, dass man an einem 85mm f/1.2 für die ART-Serie arbeitet, die Präsentation soll dabei im September erfolgen. Für mehr Infos verweise ich Euch mal auf Marks News in den Shownotes. Wir kommen spätestens im Herbst nochmal drauf zu sprechen!
Nikon zeigt neues 70-200mm f/2.8
Denn zum Ende dieser Folge gibt’s noch ein letztes Objektiv … Habt Ihr noch Lust?
Solltet Ihr, denn es geht um das 70-200mm f/2.8 von Nikon für die eigenen Vollformat-Systemkameras. Mit der zweiten Generation des 70-200 aktualisiert Nikon nun das zweite Modell seines Trios an Standard-Zooms. Im letzten Jahr hatte der Hersteller bereits das 24-70mm f/2.8 II gelauncht.
Das neue 70-200 ist vor allem leichter geworden. Mit einer Gewichtseinsparung von 26 Prozent wiegt das Objektiv nun 998 Gramm. Nikon steigert die Anzahl der Blendenlamellen von 9 auf 11 und wir genießen eine geringere Naheinstellgrenze. Sie sinkt auf 38 Zentimeter im Weitwinkel und 80 Zentimeter im Telebereich. So ergibt sich immerhin eine 0,3-fache Vergrößerung.
Die abnehmbare Stativschelle ist jetzt zudem Arca-Swiss-kompatibel, Ihr könnt sie also bei vielen Stativen ohne die Stativplatte anbringen. Außerdem soll es einen schnelleren neuen Autofokusmotor geben, der sich “Silcy Swift VCM” nennt. Zusammen mit Expeed-7-Kameras soll er dreieinhalb mal schneller sein.
Also: viele Verbesserungen beim 70-200 f/2.8 – und die haben leider ihren Preis. 3.349 Euro verlangt Nikon für das neue Objektiv. Verkaufsstart ist schon Ende März.
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Damit verabschiede ich mich und sage wie immer: „Bis zum nächsten Mal!“


😂👍😂 – Immerhin, die Redaktion bleibt sich hinsichtlich des “nahen” Jahresendes treu und hat einen unverrückbaren Standpunkt: “Damit verabschiede ich mich für dieses Jahr und sage wie immer: „Bis zum nächsten Mal!“.” – 😂👍😂
😉 – Wow, korrigiert, ohne Kommentar, na’gut, dann können wir den “kleinen Rest des Jahres” jetzt noch genießen 😉👍😂
Was ich anmerken möchte: NIKON hat ein grandioses Update seines 70-200mm gebracht und hat es damit wirklich nicht verdient am Schluss “aufzutauchen”, wie bei einer “lobenden Erwähnung”, und “ob man denn noch Lust habe?” sich das anzuhören – das Teilchen ist ein ganz großer Wurf und für Nikon sicher ein Prio-1 Profi-Projekt – es vereint wirklich Alles was man sich aktuell bei 70-200mm wünschen kann! “Habt Ihr noch Lust?” ist da fehl am Platze – “Und jetzt noch das gelbe Sahnehäubchen der Königin der Fotografie zum Schluss …”, dass wäre die richtige Ankündigung gewesen für dieses Hammerteilchen … 😉
“Canon-Prototypen” ist wohl definitiv falsch, denn ein Prototyp dient der Überprüfung der Funktionalität – es handelt sich hier aber um “Konzept-Studien”, fast schon nur “Design-Studien” und sofern sich hier mal jemand den “Strahlengang” im Hauptartikel angeschaut hat, stellt fest, entweder nimmt der Sensor ein unscharfes “MATTscheibenbild” auf oder auch die MATTscheibe müsste gemeinsam mit dem beweglichen Spiegel bewegt werden.– was ein irrer Popanz! Es ist fast wie bei Samyang-SK mit vier Mockups aus’m 3D-Drucker: Hauptsache der “Name” wird unter’s Volk gebracht – Sigma hingegen: entwickelt, liefert, entwickelt, liefert und liefert … 😉
Heute habe ich völlig entschleunigt und bewusst meine Packung Kaffeebohnen geöffnet und ganz entspannt eine Nase genommen. Danach habe ich, beschleunigt, ein neues Profil im Kaffeeautomaten abgelegt und den ersten Espresso für sehr gut empfunden. Danach wurde das Profil beschleunigt abgespeichert und die Latte völlig entschleunigt genossen 😎 Was danach beschleunigt fällig war …ihr wollt es nicht wissen😂
Ich will es wissen! 😂😎😂
Du wolltest es so, also hier in Zeichensprache … 💩💩💩😂
Hab ich’s doch gewusst: ich wollte es eigentlich gar nicht wissen! 😂👍
…das nächste mal sagst Du etwas früher Bescheid … dann mache ich Foddo davon 😂😂😂
Meine Hoffnung war das Fuji oder der Hersteller aus Wetzlar auf der CP+ wenigstens etwas kleines für die Hosentasche anbietet – oder vielleicht eine etwas andere Kamera aus Deutschland mit der man sogar telefonieren kann. Eine Leica am Ohr, eine Leica Uhr am Handgelenk, in der Brusttaschen den edlen Kugelschreiber und um den Hals das Fernglas für die Jägerei. Wenn schon denn schon!
Du solltest aufhören “Röhrenjeans” zu tragen und Hosen tragen wie sie einst “MC Hammer” trug, dann klappt es auch mit der Hosentaschenkamera 📷
Eine Leica-Klobrille wäre auch ein Angebot…..
Leica steht für Authentizität, also garnicht deren “Geschäft” – wäre ein Deep-F/C-ake
Peter hat doch recht, lieber J.F.!
Du solltest das “bewusste Scheißen” nicht unterschätzen, einen auf dem Donnerbalken ablegen kann jeder Heini, aber diese entspannte Ablage führt dann zu einem Anblick, der ist mit einem ordinären elektronischen Sucher gar nicht voll zu verfassen.
Dazu noch die passende Urinale (zugelassen für 10 T/S (Tropfen pro Sekunde), entschleunigtes Pullern ist eine sparsame Abgabe von Flüssigkeit und man hat viel länger Freude daran als andere Zeitgenossen.
Aber wir sollten ernst bleiben, die Zeiten sind lausig, kauft Kämme statt Knipsen!
Diese CP Japan Fotomesse ist ja nur ein Schatten von der Photokina… Da wurden früher Neuigkeiten präsentiert und heute? Canon berichtet nichts über die Canon R3 II und Nikon berichtet nichts über die Nikon Z9 II. Noch immer gibt es keine Freigabe von Canon für das RF Bajonett damit Sigma und Tamron endlich mal anbieten dürfen.
Aber jede Menge Neue No Name Objektive ohne Autofokus werden gezeigt auf der Messe.
Mein Einkauf der Woche, ein B-Ware Kugelkopf von Rollei. Den musste ich heute mal mit der A-Ware Taschenlampe von Rollei verbinden 🤪 Alfred, nochmal Danke für diesen Tip zu dieser Taschenlampe 👍 Ich werde mir wohl noch eine zweite dazu holen …habe schon wieder Flausen für Kroatien im Kopf 😂
Servus Mirko, Flausen im Kopf sind der Starter für alles, egal ob Fotografie oder Handwerkliches. Schon des öfteren habe ich praktische hilfreiche „Kleinigkeiten“ zum Bilder machen z.B. auf Handwerksmessen gefunden.
Auf dem Boliden mit den perfekten Objektiven vorne drauf den Auslöser drücken um nachher als Bildbearbeitung Maestro per Regler, LUT, Plugin Effekten das Foto zu verschlimmbessern ist heute Dank KI optimierter Software zur leichten besonders gerne angewendeten Übung geworden. Smartphones können das schon sehr gut.
Unsereiner hat die Flausen im Kopf wie man VOR dem Auslösen seine Bildideen optimal umsetzen kann – und wenn dazu eine geniale Taschenlampe nötig ist – wir besorgen uns diese Lichtquelle.
Gutes Gelingen – viel Vergnügen – in Kroatien.