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Digitaler Analogfilm, schlechtester Fotograf der Welt und positive Nachrichten zu MFT (Wochenrückblick)

Auf Kickstarter konnte ein digitaler Analogfilm mit APS-C-Sensor sage und schreibe 400.000 € erzielen. Im Photografix-Wochenrückblick will ich von Euch wissen, wie Ihr dieses Konzept findet. Interessiert Euch das nicht, gibt’s auch positive News zum Micro-Four-Thirds-Format und die Suche nach dem schlechtesten Fotografen der Welt!

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Die wichtigsten Foto-News der Kalenderwoche 15

Nachtrag: Sony A7R VI soll schnellen Sensor bekommen

Wir legen los mit einem kleinen Nachtrag von letzter Woche: Sony soll ja im Mai eine neue High-End-Kamera vorstellen – und der bekannte Leaker Andrea Pizzini hat letzte Woche behauptet, dass es sich dabei um die A7R VI handeln soll.

Das ist an und für sich schon interessant – auf Sonyalpharumors veröffentlichte er aber auch, dass die A7R VI einen neuen Bionz XR2 Prozessor sowie einen 67 Megapixel starken Stacked-CMOS-Sensor nutzen soll.

Der soll mit elektronischem Verschluss immerhin 30 Bilder pro Sekunde mit 14-Bit-RAWs schaffen. Der Dynamikumfang soll mit 16 Blendenstufen im mechanischen Verschluss und mit DGC-HDRs zudem besonders hoch sein. 

Videotechnisch soll’s 8K mit 30 Bildern pro Sekunde im Vollformat geben sowie 4K mit 120p mit APS-C-Crop – also 1,5. Noch interessant fand ich, dass Sony wohl einen neuen elektronischen Sucher mit 9,44 Millionen Bildpunkten einsetzen könnte.

Klingt insgesamt ziemlich vielversprechend. Aber weil ICH die News letzte Woche wegen des Feiertages verpasst hab, wusstet Ihr das eventuell bereits. 

Icelandair sucht schlechtesten Fotografen der Welt

Die Fluggesellschaft Iceland Air sucht aktuell den schlechtesten Fotografen der Welt! Und schickt den, wenn sie ihn dann gefunden haben, auf eine zehntägige Reise nach Island inklusive Flügen, Unterkunft und Transport. Dazu zahlt Icelandair 50.000 US-Dollar für die entstandenen Fotos. Was man dafür mitbringen muss:

  • Man darf keinen professionellen Hintergrund haben und auch kein besonderes Interesse, Fotografie zu lernen
  • Man muss mindestens 21 Jahre alt sein
  • Man braucht einen gültigen Reisepass und ein sauberes Führungszeugnis 
  • Körperlich fähig sein, an Outdoor-Aktivitäten wie Wanderungen auf unebenem Gelände teilzunehmen
  • Reisen nach Island, Großbritannien und in die USA müssen möglich sein

Über die Seite reallybadphotographer.com kann man sich bewerben und muss dann für bis zu zehn Tage im Juni 2026 verfügbar sein. Bewerbungsschluss ist der 30. April 2026

Finde ich persönlich eine ganz witzige Aktion und wenn man jetzt noch philosophisch werden will, auch in Zeiten, in denen generative KI viele möglichst perfekte Bildinhalte erstellt, angenehm … menschlich? Wie seht Ihr das? Schreibt’s mir in die Kommentare!

Zukunft des MFT-Formats sieht rosig aus!

Ganz kurz will ich auf einen Meinungsartikel von Mark eingehen, den ich richtig gelungen finde! Er sammelt darin positive Aussagen von den Herstellern OM-System und Panasonic, die sie in letzter Zeit zum Micro-Four-Thirds-System getätigt haben.

Ist Euch das Sensorformat lieb, könnt Ihr mit dem neuen Eigentümer von OM System, Plänen zu einer neuen PEN und vielen weiteren positiven News nämlich recht hoffnungsvoll sein.

Auch zu Premium-Kompaktkameras mit MFT-Sensor gibt es Hinweise, was ich nach meinem Test der Leica D-Lux 8 im letzten Jahr ja wirklich interessant finde. Den vollständigen Artikel findet Ihr in den Shownotes – viel Spaß beim Lesen!

Digitaler Analogfilm erreicht mehr als 400.000 € auf Kickstarter

Das ist mal eine erfolgreiche Kickstarter-Kampagne:

Das “I’m back roll” genannte Sensormodul mit digitalem Sensor für Analogkameras sollte eigentlich nur 38.000 Euro erreichen – Anfang April sind es über 400.000 Euro, obwohl noch mehr als ein Monat in der Kampagne übrig sind. Das ist also ein deutliches Zeichen dafür, dass das Konzept ankommt – daher bin ich hier echt auf Eure Meinungen gespannt.

In der aktuellen Ausführung sieht das ganze wie folgt aus: Statt eines normalen Analogfilms legt man einen Akku in der Größe einer Filmrolle in seine Analogkamera ein. Von dieser geht dann ein sehr dünnes Sensormodul aus, in dem aktuell ein Sony IMX571-Sensor mit 26 Megapixeln in APS-C-Größe sitzt. Er kommt etwa auch in der Fuji X-T3, der X100V oder der X-T30 II zum Einsatz. 

Auf wahlweise 64, 128 oder 256 GB Speicherplatz kann man dann RAW- und JPEG-Bilder mit ISO 100 bis 6.400 inklusive Belichtungskorrekturen aufnehmen. Alternativ gibt’s auch 4K Video. Übertragen werden die Daten dann über WLAN oder Bluetooth ans Handy. Außerhalb der Kamera nutzt man dann eine kleine Bluetooth-Fernbedienung zur Auslösersynchronisation.

Laut Kickstarter-Kampagne stellt man die Kamera also so ein, wie man es für ein Analogfoto machen würde. Dann drückt man die Fernbedienung, um den Sensor zu aktivieren, löst dann die Kamera aus – und der Sensor nimmt das Foto auf. 

Klingt alles halbwegs nahtlos und wird später einmal 699 US-Dollar kosten. Die Auslieferung für Unterstützer ist für August 2027 geplant. Wollt Ihr das Ganze unbedingt mal ausprobieren, könnt Ihr den Preis aktuell über Kickstarter ein wenig senken. Für die 64-GB-Version zahlt man da aktuell “nur” 390 Euro.

Was ich mir dabei aktuell ein wenig nervig vorstelle ist, dass wir einen APS-C-Sensor für 35-mm-Filmkameras nutzen. Heißt: Wir müssen uns den 1,5-fachen Crop beim Blick durch den Sucher dazudenken.

Canon soll neue Tele-Objektive vor der nächsten WM bringen

News 5 sind noch gute Nachrichten für alle, die eine Canon-Kamera nutzen oder sich die R7 Mark II kaufen wollen. Laut Canonrumors verdichten sich Hinweise, dass Canon Ende Mai jeweils einen Nachfolger für das RF 400mm f/2.8L IS USM und das RF 600mm f/4L IS USM vorstellen wird. Der Zeitpunkt würde gut passen, im Juni geht ja schließlich die nächste Fußball-WM an. Dabei wird auch ein 300-600 erwähnt, das vielleicht auch noch vor der WM vorgestellt wird.

Für die R7 Mark II könnte Canon dann auch noch ein neues RF-S – also APS-C – 15-70mm f/4 IS STM präsentieren. Habt Ihr also auf ein lichtsarkes neues f/2..8 Zoom für APS-C gewartet, könntet Ihr von dieser Nachricht enttäuscht sein.



Damit verabschiede ich mich und sage wie immer: „Bis zum nächsten Mal!“

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Leonhard

Was hält meinereiner von dieser neuen Filmrollenidee?

Wie steht schon in der Bibel? “Selig die Bekloppten, denn sie brauchen keinen Hammer mehr!”

Anstatt mal auf die sinnvolle Idee zu kommen, einen Elektroantrieb für alte Holzvergaserkarren zu bauen oder einen Laberknochen mit Trettantrieb wieder so eine neue Idee, Kameras, die die Welt nicht mehr braucht noch einmal künstlich zu beleben.

OMDS und Pana sehen eine positive Zukunft für MFT? Ach ne, fehlt ja noch der Senf von Canon, Nikon und Sony, ob die eine Zukunft für KB sehen plus die Frage an Fuji, ob der C- und der Mittelformatsensor noch eine Zukunft hat, dann haben wir ja alle Fachleute gefragt und können beruhigt sein.

Allen hier ein schönes Wochenende und glaubt alles, was man Euch erzählen will, denkt aber an die heilige Schrift, in der ja schon steht: “Glauben ist seliger denn kaufen (oder so ähnlich)”

Stefan Zimmermann

Fazit der Woche:
Wir bauen digitale Filme für analoge Kameras, diskutieren über Sensoren und suchen gleichzeitig den schlechtesten Fotografen der Welt.
Vielleicht war es nie die Technik.
Schönes Wochenende 😀
Stefan

Alfred Proksch

Egal ob analog oder digital – an den Menschen die das Foto-Zeugs bedienen wird sich nichts ändern. Jeder hat für sich als Person DAS Lieblingsgerät gefunden. Manche haben Jahre sowie sehr viel Geld verbraten bis es so weit war das man mit den eingegangenen Kompromissen leben konnte.

Jetzt kommt schon wieder etwas NEUES – noch besser, schneller, KI gesteuerte Wunderwerke für technisch noch bessere Bilder. Seltsam finden viele Foto Hobbyisten das nicht ein einziges Logo der alten Platzhirsche aufgedruckt ist, das mit den Smartphones viele Benutzer mehr als zufrieden sind. Der stolze System Kamera Besitzer sieht sich in seinem Tun gefährdet. Diesen Smartphones Leuten gelingen tatsächlich sehr gute Bilder von allen Freizeitbeschäftigungen, sie verteilen die Ergebnisse blitzschnell in ihrem Freundeskreis. Und der System Besitzer? Erst mal die Dateien mit Abo-Software am PC bearbeiten um sie einige Tage später stolz zu präsentieren. Das alte Event interessiert mittlerweile keinen mehr. (Nichts ist so alt wie die Nachricht von gestern)

Mann oh Mann – eine Sofortbildkamera muss her damit ich wenigstens ein sichtbares Bild in Händen halten kann. Nach dem betrachten klebe ich es an die Kühlschranktüre wo es hin gehört. IRONIE ENDE.

Stefan Zimmermann

Mit dem Kühlschrank liegst du näher dran als gedacht 😄
Nur dass das Bild da nicht hängen bleibt
sondern nach dem Anschauen direkt nach unten in den Mülleimer rutscht.
Nennt sich Snapchat.
Der Trick daran
nichts bleibt, also muss auch nichts perfekt sein.
Und das machen inzwischen rund eine Milliarde ganz entspannt jeden Tag so.

Leonhard

Dies, lieber Stefan, machen mehr Leute, als viele glauben!

Was haben Fotokunst und Kochkunst gemeinsam?

Genau, die Mischung macht es und der Fotograf macht das Bild und der Koch kocht das Essen, weder die Knipse noch der Schnellkochtopf und wer nur auf Gas kochen kann wird für Induktion wohl zu doof sein.

Beim Kochen ist es ja auch nicht so, je schärfer, desto besser, in einem gut gekochten Gericht muss man alles schmecken können, viele Köche meinen, man müsse immer mehr würzen, einige von denen haben sich die Geschmacksnerven im Allohol ersäuft, weswegen sich der Geschmack der Gäste ja nicht geändert hat.

Beim perfekten Bild kommt da noch ein Problem hinzu: Unter perfekt verstehen viele Menschen verschiedene Dinge, eine Definition von Perfektion dürfte im künstlerischen Bereich schwierig werden.

Auch die Anforderungen haben sich nicht wirklich geändert, die Motive ja, aber, hätte meinereiner vor 10 Jahren mit Blende 5,6, 1/60stel und ISO 100 ein perfektes Bild geschossen, wieso sollte sich beim gleichen Bild da jetzt was geändert haben, wäre es bei den Einstellungen mit einer neuen Knipse dann “noch perfekter als perfekt”?

Leonhard

Hier noch ein Beispiel aus Leos Kochstudio, wir machen “Rheinischen Sauerbraten!”

Der selbsternannte Starkoch meint, Sauerbraten muss sauer sein, sonst würde er ja Süßspeise heißen, ergo Essig-Essenz, Salzsäure und alles rein, damit der Braten auch sauer wird, Ergebnis: Nach einer ganz dünnen Scheibe wird Oma wieder Jungfrau, weil ihr die Säure von der Speiseröhre bis weiter unten alles zusammen gezogen hat, selbst das Plastik am Gebiss hat von der Säure gelitten und muss zur Inspektion.

Hobby-Koch Leo hat da einen anderen Ansatz, meinereiner stellt sich die Frage: “Wieso sind denn da Rosinen im Original?”

Ganz einfach erklärt: Der perfekte Sauerbraten lebt vom feinen Spiel zwischen Säure und Süße, natürlich muss er irgendwie sauer sein, aber, dies ist nur eine Seite der Münze, am Anfang schmeckt er leicht säuerlich, dann kommt aber auch die Süße zum tragen und so wird er mit der Soße zum Geschmacksorgasmus, der Kloß in der Soße getunkt rundet die Fülle der Aromen ab (dieses runde Ding niemals ohne Muskat, Kloß ohne Muskat ist wie ein Himmel ohne Sterne!).