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Z6 III kommt bald und neue Analogkamera von Pentax (Wochenrückblick)

Endlich gibt’s ein Ankündigungsdaten für die Nikon Z6 III – und erste Bilder der Analogkamera von Pentax. Alle Infos gibt’s im Wochenrückblick von Photografix!

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Die wichtigsten Foto-News der Kalenderwoche 24

Nikon Z6 III bekommt Ankündigungsdatum

Starten wir mit der ersten News! Nikon wird am 17. Juni endlich die neue Z6 III vorstellen. Diesmal gibt’s keine Vermutungen oder Spekulationen – Nikon selbst hat den Schriftzug Z 6 III sowie einige Hashtags zur neuen Kamera selbst gepostet!

Dazu gibt’s auch einen Trailer, den Ihr oben im YouTube-Video bestaunen könnt. Und in dem finden wir einige Hinweise auf Features und Eigenschaften der Kamera in Form von Zitaten.

Im ersten heißt es “Ich konnte schon aufnehmen, bevor ich den Auslöser gedrückt habe. Das ist ein echter Game-Changer.” – das ist ziemlich sicher ein Hinweis auf eine Pre-Capture-Funktion in der neuen Kamera. Die Kamera kann also auch Fotos vor Betätigen des Auslösers speichern.

Beim zweiten Zitat vermuten wir von Photografix einen Hinweis auf einen neuen elektronischen Sucher. Denn es heißt “Wenn ich in einer Situation mit viel Licht besser sehen kann, kann ich auch besser gestalten” – könnte auch ein besseres Display oder eines mit Klapp-Schwenk-Funktion sein – aber warten wir mal ab!

Im dritten Zitat heißt es “Die ganzen schönen Farben in einer so kleinen Kamera sind etwas wirklich Aufregendes.” – hier ist Nikon also ein bisschen mysteriöser. Aufnahmen im HEIF-Format, das ja mit 10 Bit eine höhere Farbtiefe als JPEGs bietet, gab’s schon in der Z6 II. Vielleicht gibt’s also mehr kreative Looks in der Kamera, so wie Panasonic sie mit den Active-LUTs anbietet?

Am 17. Juni wissen wir mehr – falls Ihr nächste Woche richtig viel zu tun habt, könnt Ihr aber auch einfach die nächste Ausgabe vom Wochenrückblick am nächsten Samstag abwarten!

Pentax 17 auf ersten Bildern geleakt

Mit der Pentax 17 sehen wir nächste Woche voraussichtlich auch eine neue Analogkamera! Ricoh – zu denen Pentax ja gehört – kündigte für den 18. Juni ein Update-Video zur Filmkamera-Entwicklung auf dem eigenen YouTube-Kanal an.

Geleakte Fotos zeigen die Pentax 17 bereits und lassen vermuten, dass es sich um eine analoge Kompaktkamera handeln wird. Dort sehen wir einen mittig angebrachten Sucher über einem Objektiv, das fest verbaut zu sein scheint. Eine “HD Pentax Lens” soll dabei eine Brennweite von 25 mm bieten und mit einer Blende von f/3.5 aufwarten. 

Die Entwicklung der Kamera soll sich laut Ricoh verzögert haben, da die Kompaktkamera einen mechanischen Handaufzug bekommen soll. Dazu heißt es “Wir wollen, dass junge Fotografen die Freude und Befriedigung erleben, die das Aufziehen des Films mit sich bringt”. Finde ich ein valides Argument – tatsächlich fühlt sich das Filmaufziehen ein bisschen mehr nach Analogfotografie an.

Obwohl das alles wirklich ganz nett klingt, frage ich mich persönlich aber wirklich nach dem Mehrwert der Kamera. Die Pentax 17 sieht aus wie eine alte Analogkamera, bietet dieselben Features und scheint auch bei der optischen Bildqualität keine großen Sprünge zu machen. Auch wenn der Analog-Boom der letzten Jahre die Preise hochgetrieben hat, gibt es noch immer wirklich sehr gute und günstige Analogkameras auf dem Gebrauchtmarkt. Warum also neu kaufen, höchstwahrscheinlich mehr ausgeben und wieder neuen Elektroschrott produzieren?

Wie seht Ihr das? Seht Ihr in der Pentax 17 eine Marktlücke? Schreibt’s mir in die Kommentare!

Canons neue VR-Objektive

Apropos Marktlücken: Canon hat zwei neue Virtual-Reality-Objektive für APS-C-Kameras angekündigt. Parallel zu Apples Entwicklerkonferenz, auf der der Hersteller unter anderem ankündigte, dass die Apple Vision Pro auch nach Deutschland kommt, stellte Canon zwei neue Objektive mit jeweils zwei Linsen vor. Beide werden erstmal nur mit der EOS R7 kompatibel sein.

Das RF-S 3,9mm f/3.5 STM Dual Fisheye kann dabei einen Bildwinkel von 144 Grad aufzeichnen und nimmt mit seinen zwei Linsen zwei leicht unterschiedliche Perspektiven auf. Schaut man sich die Fotos und Videos dann mit einem kompatiblen Headset an, nimmt man dann einen 3D-Tiefeneindruck wahr.

Eine Besonderheit des Objektivs ist noch, dass es einen Autofokus gibt. Darüber hinaus ist es das erste Nicht-L-Objektiv von Canon, das eine ASC-Vergütung zur Reduzierung von Streulicht und Geisterbildern besitzt.

Das treibt den Preis leider auch ein wenig nach oben – wer 3D-Aufnahmen mit seiner Canon-APS-C-Kamera aufnehmen will, der muss zum Marktstart im Juli 1.299 Euro einplanen!

Oder auf einen geringeren Preis des RF-S 7,8mm f/4 STM Dual hoffen. Das zweite VR-Objektiv soll Ende 2024 auf den Markt kommen und die Aufnahme von Spatial-Videos für die Apple Vision Pro erlauben. Auch dieses Objektiv soll einen Autofokus besitzen.

Noch kurz eine spannende Markt-Info: Dem VR-Markt wird bis 2025 ein Wachstum auf mehr als 22 Milliarden US-Dollar vorhergesagt – im Jahr 2022 waren es noch weniger als 12 Milliarden US-Dollar. Könnte also sein, dass Canon hier aufs Richtige “VR-d” setzt!

Adobe will Nutzungsbedingungen nach Kritik überarbeiten

Adobe will die Nutzungsbedingungen seiner Software noch einmal überarbeiten! Falls Ihr Lightroom, Photoshop und Co. nutzt, ist das insofern eine gute Nachricht, als dass es in den letzten Nutzungsbedingungen einige kritische Stellen gab.

In den englischen ABGs hieß es dabei “We may access, view, or listen to your Content through both automated and manual methods, but only in limited ways, and only as permitted by law.” – das klingt also so, als würde Adobe die eigentlich vertraulichen Nutzerdaten in der Cloud sowohl maschinell als auch händisch sichten. Mit dieser Klausel, so Adobe weiterhin, wollte man die Moderationsprozesse im Kampf gegen illegale Inhalte verbessern.

Viele Nutzer kritisierten die entsprechenden Passagen, da wohl niemand möchte, dass fremde Adobe-Mitarbeiter durch die eigenen Fotos schauen.

Und Adobe reagiert! Bis zum 18. Juni will Adobe die entsprechenden Passagen ändern und – das ist wieder ein Zitat “über die Sprache nachdenken, die wir in unseren Bedingungen verwenden” – und auch über die Möglichkeiten nachdenken, die Adobe hat, um klarer zu sein auf die von der Gemeinschaft geäußerten Bedenken einzugehen.

In einem Blogeintrag versichert Adobe dann noch einmal, dass man niemals generative Inhalte mit Kundeninhalten trainiert habe und auch niemals das Eigentum der Kunden an ihren Werken angetastet hat. Weiterhin betont man, dass die Kunden immer Eigentümer ihrer Inhalte bleiben und jeder und jede die Möglichkeit hat, nicht am Programm für Produktverbesserungen teilzunehmen.

Leica-Kamera für 1,56 Millionen Euro versteigert

Zur Auflockerung nach dieser etwas komplizierten News gibt’s noch einen Schwenk aus den Leica Camera Auctions. Die Versteigerung im Firmensitz Wetzlar sorgt jedes Jahr für Haareraufen, da Sammlerstücke für Millionenbeträge über die Ladentheke gehen. Und so auch dieses Jahr!

Eine schwarze Leica MP2 ging nämlich jetzt für 1,56 Millionen Euro an einen glücklichen Sammler und ist somit für das Doppelte des geschätzten Wertes versteigert worden. Zugegeben, ist das besagte Modell auch wirklich selten.

Denn es handelt sich um eine professionelle Variante der Leica M2, von der im Jahr 1958 nur 27 Exemplare produziert wurden. Und dank eines speziellen Motorantriebs kann die Kamera stolze 3,5 Bilder pro Sekunde aufnehmen. In schwarzer Lackierung gab’s nur sechs Modelle … Zeit also für mich, nach den anderen fünf zu suchen!


Alle News der vergangenen Woche:


Damit verabschiede ich mich und sage wie immer: „Bis zum nächsten Mal!“

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Alfred Proksch

Wenn etwas fotografisch momentan eher unwichtig ist dann sehe ich die analoge Halbformat Pentax 17 vor mir.

Als eines der wenigen Argumente die für die 17 sprechen sehe ich den Umstand das es eine neu produzierte Kamera ist, denn eine wirklich einwandfreie Sucher-Kamera ist nicht leicht zu finden, bei den meisten bröselt der Dichtung-Schaumstoff, das Batteriefach oxidiert vor sich hin oder der Sucher zeigt ein „milchiges“ Bild.

Eine gebrauchte winzige wetterfeste OLYMPUS MJU II 35mm F2.8 mit AF ist eine dieser analogen Schätzchen – richtig billig sind die wenigen guten jedenfalls nicht.

Mirko

Alfred, in Asien ticken die Uhren eben anders ⏰, das ist doch so eine einfache digitale Knipse von Kodak die in Japan gerade durch die Decke geht. Die Gruppe denen ein „Super-AF“ oder „digital glattgelutschte“ Bilder völlig egal ist wächst permanent. Die wollen fertige Bilder direkt aus der Kamera mit analogen Charme oder eben komplett in analog

Mirko

also ich bin super zufrieden damit,

https://www.der-postillon.com/2017/06/ufomatic-0001.html

joe

Mirko, noch etwas „off topic“. Habe zufällig einen Youtube Kanal gefunden, der dir gefallen könnte und auch mich wieder näher an analoge Fotografie bringen könnte. Ich finde den Typen fantastisch!
I purchased a 1930s German large-format camera: Mentor Studio Reflex. And then I fixed it! (youtube.com)

Mirko

Servus Joe,
ein geniales Video aber dennoch schaue ich mir da lieber die Resultate an. Mir persönlich ist das ganze eine Nummer zu Groß 😁 bewundere aber die Leute die das durchziehen. Ein Mitglied aus der manuellen Fotogruppe fährt manchmal in die Alpen mit seiner Plattenkamera. Dabei ist das „Making of“ sehr interessant, das Zeug muss ja irgendwie da hoch und aufgebaut werden. Der Lohn für diese Arbeit; „Das Foto“
Mir persönlich reichen 6×8 vollkommen aus und bin auch am überlegen wieder selber zu entwickeln, muss noch 6. Filmrollen zum entwickeln einschicken 📸

ccc

Sehr schön! 👍

Alfred Proksch

Servus Mirko,

schön ist es immer mit verschiedenen analogen Kameras zu fotografieren. Weil ich ehrlich gesagt persönlich zu faul bin und außerdem nicht stundenlang in der Dunkelkammer abhängen möchte nutze ich externe Labore wie https://fotoleutner.at/film/ und genieße die Wartezeit bis die erstklassigen Ergebnisse wieder bei mir eintrudeln.

Leider „kostet“ das Vergnügen eine Kleinigkeit. Wenn ich mit der Familie essen gehe gebe ich viel mehr aus und der Genuss ist schnell verflogen, die Fotos halten etwas länger.

Mirko

ich schicke ja meine Filme auch immer nach Wien in die Kaiserstraße 😎 Vermutlich arbeitet Lomography mit diesen Labor zusammen, müsste mal die Preise vergleichen. Dunkelkammer ist Schnee von gestern würde mir die LAB Box zulegen und schön auf der Dachterrasse die Filme entwickeln 🤪 der Scanner ist das Problem 💶🤑 … da kommt die XT50 um die Ecke, hier ein IR Filter von Kolari für 140$ wo der Zoll bestimmt auch noch seinen Obolus haben möchte 😂

Alfred Proksch

Sehr gut scannen wäre nicht das Problem. Im Studio das Tuch vom genormten Leuchttisch ziehen, die Rodenstock Lupe vors Auge und sorgfältig das beste Negativ für die analoge Vergrößerung auswählen, danach in die „Kiste“ setzen und ins analoge Labor fahren damit der Laborant meine individuellen Wünsche berücksichtigen kann.

In der Zwischenzeit ein wenig über den Viktualien Markt bummeln eine Kleinigkeit essen, Cappuccino trinken, den chinesischen Gästen beim Versuch eine Weißwurscht zu vertilgen zusehen, das hat was. Danach Bilder abholen und glücklich nach Hause fahren.