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GoPro mit MFT-Bajonett, aber ohne AF und IBIS?! (Wochenrückblick)

GoPro meldet sich mit der “Mission 1” zurück. Ziel der Mission ist dabei: Eine 8K-Videokamera im Action-Kamera-Format mit MFT-Bajonett. Was erstmal interessant klingt, sieht auf den zweiten Blick ein wenig kurios aus. Schauen wir uns die im Photografix-Wochenrückblick einmal an!

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Die wichtigsten Foto-News der Kalenderwoche 16

Nächste Canon-Kompaktkamera bekommt wohl neuen Sensor

Wir hatten ja neulich im Wochenrückblick schon einmal kurz über eine kommende Canon-Kompaktkamera gesprochen. Jetzt schreibt die Seite Canonrumors.com, dass die nächste Flaggschiff-Powershot einen komplett neuen Bildsensor bekommen soll.

Der soll zwar kleiner ausfallen als der interessante 1,4 Zoll Sensor der PowerShot V1, es soll aber ein rückseitig belichterer 1-Zoll-Stacked-Sensor aus eigener Fertigung sein. Das wäre wirklich interessant, da Canon in der G7X Mark III vor mittlerweile sieben Jahren demonstriert hat, wie leistungsstark 1-Zoll-Sensoren sein können.

Mir macht das Lust auf mehr, um ehrlich zu sein. MIt einer Ankündigung rechnet Canonrumors aktuell aber erst Ende August 2026.

Osmo Pocket 4 vorgestellt

Die Osmo Pocket 3 war mit seinem kompakten Gimbal-Kamera-Design ziemlich erfolgreich. Daher behält DJI bei der Osmo Pocket 4 ziemlich viel bei.

Unter anderem gibt’s einen neuen 1-Zoll-CMOS-Sensor mit einem Objektiv mit 20mm Brennweite äquivalent zu Kleinbild und einer fixen Blende von f/2.0. So nimmt die Kamera nun 4K-Videos mit bis zu 240 Bildern pro Sekunde auf. Fototechnisch liefert die Kamera nun 37 Megapixel statt der früheren 9,4 Megapixeln.

Bei der Bedienung ersetzt man das eher schwammige Schiebepade durch einen präziseren 5D-Joystick, über den man die Kamera schwenken, den Gimbal zentrieren und die Perspektive drehen kann. Dazu gibt’s eine dedizierte Zoomtaste und eine frei belegbare Prese-Taste.

Das Display ist mit 1.000 Nits nun ein wenig heller als das Modell mit 700 Nits der Vorgängerin. Und, die vielleicht sinnvollste Änderung: Es gibt nun 107 GB internen Speicher, was gerade bei den aktuellen Speicherpreisen eine tolle Neuerung ist!

Hinzu kommt ein größerer Akku, der laut Testbericht bei CHIP.de für 240 Minuten Aufnahmezeit in Full-HD und 217 Minuten in 4K reicht. Das ist richtig ordentlich für eine so kleine Kamera.

Ein paar weitere Neuerungen findet ihr bei Interesse in Marks Ankündigungs-News – natürlich über den Link in den Shownotes! Hier noch die Preise:

Die Essential-Kombo kostet 479 € – mit zusätzlicher Gimbal-Klemme und Armband sowie einem anderen Griff zahlt man 499 Euro in der Standard-Combo und die Creator-Combo mit dem sehr guten DJI Mic3, einem Licht, einem Mini-Stativ, einer Weitwinkellinse und einer Tragetasche zahlt ihr dann 619 Euro.

Damit wird die Pocket 4 sogar günstiger – nice!

Das ist die GoPro Mission 1

Ich glaube jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um über die neue GoPro zu sprechen. Die heißt Mission 1 und ist GoPros erster Versuch, in den Bereich kompakter Kinokameras im Hosentaschen-Format vorzudringen.

Dabei gibt’s drei Modelle, einmal die Mission 1 Pro mit 8K-Videoaufnahmen bei 60 Bildern pro Sekunde und fest verbautem Objektiv. Dann die Mission 1 mit 8K 30 FPS als Basisvariante und die Mission 1 Pro ILS, die soweit ich weiß die erste Actioncam mit MFT-Bajonett ist.

Bei allen Modellen gibt’s den gleichen Sensor: Einen 50 Megapixel-Sensor im 1-Zoll-Zoll Format, der bis zu 14 Blendenstufen Dynamikumfang auf Sensorebene schafft. Immer kommt ein GP3-Prozessor zum Einsatz, der 60 RAW-Fotos mit 50 Megapixeln pro Sekunde verarbeiten kann. Immer hat die Mission 1 vier Mikrofone, die 32-Bit-Float-Audio aufnehmen können. Auf der Rückseite gibt’s ein 2,59 zoll großes OLED-Display, zu dem ein 1,4 Zoll großes Display auf der Vorderseite kommt.

Unterschiede gibt’s vor allem bei den Aufnahmemöglichkeiten:

Das Pro-Modell schafft 8K mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde, 4K mit bis zu 240 Bildern pro Sekunde und FUll-HD mit bis zu 960 Bidler pro Sekudne im Burst-Modus. In dem kann die Kamera zehn Sekunden lang mit 32-facher-Zeitlupe aufnehmen. Ganz praktisch finde ich zudem noch Open-Gate bei 8K und 30 Bildern pro Sekunde sowie auch in 4K bei 120.

Im Vergleich dazu ist die Basisvariante auf 8K mit 30 Bildern pro Sekunde sowie 4K in 120 Bildern pro Sekudne begrenzt. In Full-HD gibt’s dann ebenfalls “nur” 240 Bilder pr oSekund eim 16:9-Format – wer Open-Gate in 4:3 aufnehmen will, muss mit 4K bei 120 Bildern pro Sekunde und 1440p mit 240p Vorlieb nehmen.

Die ILS-Variante übernimmt dann die Eigenschaften der Pro-Variante und erlaubt eben das Anbringen von Wechselobjektiven über Adapter. So komplett final hat GoPro die neuen Modelle noch nicht vorgestellt, weitere Infos sollen noch vor dem Release im dritten Quartal diesen Jahres folgen – ich will hier aber trotzdem einmal über dieses Konzept reden.

Wie’s aktuell aussieht, rüstet GoPro die Mission 1 Pro ILS weder mit einem optischen Bildstabilisator noch mit einem Autofokus aus. Die HyperSmooth-Stabilisierung, die elektronisch erfolgt, funktioniert laut GoPro nur mit Festbrennweiten. Das ILS-Modell soll, so wie ich es verstehe, also eher in professionellen Kontexten zum Einsatz kommen:

Entweder in Verbindung mit einem Gimbal und einem LiDAR-Autofokussystem bzw. manuellen Fokussystemen – oder die Mission 1 wird irgendwo fest mit Festbrennweiten installiert, um etwa Fahrzeuge in der Bewegung zu filmen. Dass wir da überhaupt erstmal fokussieren können, ist im Vergleich zu anderen Action-Cams zwar durchaus ein Vorteil. Allerdings ergibt sich mit dem 1-Zoll-Sensor in Verbindung mit Micro-Four-Thirds-Objektiven aber ein recht kurioser Crop. Ein Beispiel:

Laowa bietet etwa das 6mm f/2 mit MFT-Bajonett an, das normalerweise mit 12mm recht weitwinklig ist. Rechnen wir das nun auf 1-Zoll mit einem Crop-Faktor von 2,7 um – sind wir hier schon bei 16 Millimetern. Das wäre ein Bildwinkel von knapp 106 Grad in der Diagonalen. Also deutlich weniger weitwinklig als das Sichtfeld von 159 Grad, das man in der Mission 1 und der Mission 1 Pro bekommt.

Aktuell wissen wir zudem noch nicht, wie stark die Mission 1 Pro zuschneiden muss, wenn sie in den verschiedenen Videomodi filmt. Ich bin echt gespannt, wie sich die neue Actioncam dann in den ersten Praxistests behaupten kann.

Die Preise hat GoPro ebenfalls noch nicht kommuniziert – wir kommen also später nochmal zur Mission 1 zurück. Schreibt mir aber gerne jetzt schon in die Kommentare, wie Ihr das Konzept findet!

Davinci Resolve bekommt Fotobearbeitung

News Nummero 4 hat mich überrascht, gefreut und ein wenig beunruhigt zugleich! Meine wöchentlichen Videos für Euch schneide ich mit Davinci Resolve Studio, also der Bezahl-Variante des kostenlosen Videoschnittprogramms Davinci Resolve.

Das sind beides sehr sehr sehr komplexe Programme, die Videografen über unterschiedliche “Seiten” aktuell schon von der Sichtung des Materials hin zum groben Schnitt, über den Feinschnitt zum Colograding, zu mehr oder wenigen komplexen Videoeffekten über die Audiobearbeitung hin zum fertigen Video bringen.

Und zu diesen sieben Seiten soll nun noch eine Fotoseite hinzukommen, mit der Fotografen RAW-Fotos und JPEGs bzw. HEIFs bearbeiten können. Falls Ihr Davinci schonmal genutzt habt: Für Fotos greift man dabei vor allem auf die Color-Seite zu, sodass Ihr zum Beispiel Nodes zum Color-Grading oder sogar LUTs auf Fotos anwenden könnt, wie wir das schon bei Kameras wie der Panasonic Lumix S9 gesehen haben.

Entwickler Blackmagic bietet zudem recht viele Werkzeuge an, die auf maschinellem Lernen basieren. Diese KI-gestützten Funktionen erlauben etwa äußerst präzises Maskieren von Personen, ein Scharfzeichnen des Bildes und ein Unscharfzeichnen des Hintergrundes wie man es etwa von Lightroom kennt. Angeblich lokal verarbeitet soll man Bilder und Videos jetzt zudem über Kontexte suchen können – ich geb also “Hund” ein und die AI IntelliSearch sucht mir alle Hundebilder raus.

Nach dem neuen Affinity, das ja ebenfalls komplett kostenlos ist, haben Fotografen mit Davinci Resolve nun eine weitere Alternative zu Lightroom, die ganz ohne monatliche oder jährliche Abo-Kosten daherkommt. Das ist erst einmal eine tolle Entwicklung – als erfahrener Davinci-User finde ich die Integration als neue Seite aber ziemlich merkwürdig. Sicher packt man auch mal ein Foto in ein Video, aber eine Bildbearbeitung gehört nicht zum Video-Workflow. Und es ist ja auch sehr sinnvoll, dass inzwischen alle Hybrid-Kameras getrennte Video- und Fotomodel haben.

Aktuell gibt’s die Fotoseite nur in der Beta von Davinci Resolve – sobald Versionsnummer 21 offiziell ist, schaue ich mir das ganze aber einmal an. Wenn Ihr Interesse habt, erscheint das dann gerne als neues 5-Minuten-Review hier auf dem Kanal!

Bis dahin: Lasst mir Euren Eindruck von dieser eher kuriosen Entscheidung in den Kommentaren wissen!

Sigma soll besonders lichtstarkes Objektiv vorstellen

Nach so vielen Videothemen will ich diese Folge mit einem Thema beenden, das vielleicht eher die Fotografen unter Euch freuen wird:

Sigma arbeitet wohl an einem neuen 65-mm-Objektiv mit extrem hoher Lichtstärke. Zuletzt hatte der Hersteller ja ein 85mm f/1.2 in Aussicht gestellt, aber über SOOO lichtschwaches Altglas reden wir natürlich nicht.

Der bekannte Leaker How2Fly behauptet, dass Sigma im September ein 65mm Objektiv mit einer Lichtstärke vorstellen wird, die “faster than f/1.2” sein wird. Es wird also eher ein f/1.1, ein f/1.0 oder sogar ein f/0.95 sein.

Das wäre echt eine Ansage – wie genau das aussieht, erfahren wir dann hoffentlich bald. Zumindest Autofokus soll das neue Objektiv laut Leak mitbringen!



Damit verabschiede ich mich und sage wie immer: „Bis zum nächsten Mal!“

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Alfred Proksch

Allerlei Zeugs und Themen für jede Ecke in der sich vielleicht eventuell ein Foto-Verrückter versteckt sind dieses mal dabei. Wahrscheinlich bin ich nicht verrückt genug – denn dieses Woche war für mich nichts dabei was den „haben wollen“ Reflex auslösen würde. Gerüchte? Ja, die könnten zukünftig interessant werden.

Ein schönes Wochenende wünsche ich jedem von euch.