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Darum liebt das Netz die Sony FX5 (Wochenrückblick)

Sony hat mit der FX5 das neue Flaggschiff im Prosumer-Video-Bereich präsentiert. Im Photografix-Wochenrückblick schauen wir uns die Kamera an und werfen auch einen Blick auf die weiteren Themen der Woche.

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Die wichtigsten Foto-News der Kalenderwoche 30

Nikon soll in Zukunft Fokus auf Video legen

Starten wir mit einer kleinen Info, die allerdings die Zukunft von Nikon bestimmen könnte.

Nikon-Chef Yasuhiro Ohmura hat in einem Interview mit der japanischen Nachrichtenagentur Jiji Press erklärt, wie man umgerechnet rund 1,95 Milliarden Euro an Wachstumsinvestitionen bis 2030 verteilen will.

Dabei soll der Großteil des Geldes in das Halbleitergeschäft fließen, was Euch als Fotografen wahrscheinlich weniger interessiert. Interessant ist allerdings, dass man sich beim Kamerageschäft – was immerhin rund 40 Prozent des Gesamtumsatzes bei Nikon ausmacht – zukünftig auf Video konzentrieren möchte.

Diese Entscheidung ist mit Blick auf den aktuellen Weltmarkt erst einmal nachvollziehbar. Konkret sagt Ohmura nämlich, dass man sich auf Belichtungsanlagen für die Chipmontage konzentrieren möchte. Deren Bedarf wächst mit der aktuellen Nachfrage an Rechenzentren, die ja angeblich jetzt alle brauchen.

Jonathan erklärt in seinem Artikel ausführlicher, wie Nikons Halbleitergeschäft aussieht und warum man dafür überhaupt Belichtungsanlagen braucht. Nikons stärkere Ausrichtung auf Videos war spätestens seit der Übernahme von RED im Jahr 2024 klar. Ich find’s trotzdem ein wenig beunruhigend, dass Fotokameras gerade bei Nikon an Bedeutung verlieren.

Wie seht Ihr das? Eine Traditionsmarke, die das aufgibt, was ihre Tradition ausmacht – oder nur eine sinnvolle Evolution? Ab in die Kommentare mit Euch!

Leica M auf RF Adapter erscheint endlich

Canons RF-Bajonett ist ja nach wie vor nicht so wirklich für Dritthersteller geöffnet. Daher fand ich es ganz witzig, dass ausgerechnet für Canon nun ein besonders verrückter Adapter erscheint.

Der chinesische Hersteller Megadap hat mit dem M2RF nun den weltweit ersten Autofokusadapter von Leica M auf Canon vorgestellt und verlangt dafür immerhin 499 €. Dabei bedient nicht den manuellen Fokusring des Objektivs, sondern gleich das ganze Objektiv.

Ein motorsisierter Helikoid-Mechanismus – das ist eine Spiralstruktur oder sowas wie eine Schraube – verändert also den Abstand zwischen Objektiv und Sensor, um die Schärfe zu finden. Dadurch kann der M2RF aber den Dual-Pixel-Autofokus der Canon-RF-Kameras unterstützten und supported sogar Motivverfolgung, Augenerkennung und Co.

Der Adapter verlängert den Fokusweg zudem um 4,5 Millimeter, wodurch die klassische Naheinstellgrenze von 70 Zentimtern überwunden wird. Heißt: Der Adapter bringt mehr Möglichkeiten im Makrobereich. Dazu überträgt er sogar EXIF-Informationen!

Also: Wenn Ihr sowohl eine Leica M als auch eine Systemkamera von Canon habt, könnte das für Euch interessant sein! Erhältlich ist er ab Anfang August.

Das ist die Sony FX5

Sony FX 5! Die ist unser nächstes Thema und ich hab mir im Laufe der Woche schon ein paar Reviews angeschaut, die allesamt positiv auffallen. Dabei gibt’s Vermutungen über den Sensor, die ich wirklich interessant finde – da kommen wir gleich zu.

Erstmal ist die FX5 quasi die inoffizielle Ablöse der FX3 und dabei die erste Kamera der FX-Reihe, die Sonys RAW-Format X-OCN intern aufzeichnen kann. Zudem unterstützt sie Open-Gate-Formate, bei denen der ganze Sensor ausgelesen wird. 

Dabei kommt laut Herstellerangaben ein neu entwickelter, voll gestapelter Vollformatsensor mit einer Auflösung von 16,6 Megapixeln zum Einsatz. Er arbeitet mit einem BionZ XR2 samt eigener KI-Einheit zusammen und liefert in S-Log3 einen Dynamikumfang von 15 Blendenstufen.

Multiplizieren wir die Auflösung mal vier, erhalten wir genau die knapp 66,5 Megapixel der A7R VI. Zudem sollen die Auslesegeschwindigkeiten des Sensors der FX5 und des der A7R VI identisch sein – wahrscheinlich hat Sony also den hochauflösenden Sensor abgewandelt und in der FX5 eingesetzt. Das würde auch erklären, warum Sony die Videospezialistin nach der neuen Fotokamera herausbringt. Und erfreulicherweise bleibt die FX5 trotz der Ähnlichkeiten beim Sensor deutlich stärker auf Videos fokussiert:

Wirklich interessant ist, dass die FX5 drei Basis-ISO-Werte unterstützt – und zwar 800, 400 und 12.800. Dazu kann sie auch Dual-Gain-Shooting, was bei der A7 V und bei der A7R VI in Sensortests schon für Rekordwerte beim Dynamikumfang gesorgt hat.

Intern zeichnet die Kamera jetzt zudem in 16-Bit-RAW auf. Neben dem X-OCN-Format, das wir schon von anderen Sony-Videokameras kennen, gibt es auch C1 und C2, die Platzsparender sein sollen.

Open Gate – also die volle 3:2-Auslesung des Sensors, funktioniert dann nur in X-OCN. Zum Marktstart schafft die FX5 zudem “Nur” 5K mit bis zu 60 Bilder pro Sekunde, 4K mit bis zu 120 Bilder pro Sekunde und FUll-HD mit bis zu 240 BPS.

Im August 2027 – also der August im nächsten Jahr – reicht man noch ein Firmware-Update nach, das dann 5K mit 120 Bildern pro Sekunde und 4K mit 240p nachreicht.

Der Autofokus liegt dann auf demselben Niveau wie der der A7R VI dank eigenem KI-Chip und Posenerkennung. Für den Weißabgleich setzt Sony auf einen zusätzlichen Infrarotsensor und Deep-Learning und für anamorphe Objektive gibt’s mehrere Entzerrfaktoren. Leider deaktiviert sich dabei der Autofokus, wenn ich es richtig verstanden habe. Das ist ärgerlich, da es immer mehr brauchbare Anamorphe Cine-Objektive mit Autofokus gibt.

Interessant finde ich zudem, dass Sony nun endlich mal ein 3,5 Zoll Display eingebaut, das sich wie in der A7R VI drehen, schwenken und neigen lässt. Allerdings kommt in der FX5 das Big6-Menü von Sonys Profi-Videokameras zum Einsatz. Das macht insofern Sinn, als dass man sich bei Videoproduktionen nicht umgewöhnen muss. Wer von einer Alpha-Kamera kommt, muss sich aber umstellen.

Sony bietet jetzt zudem als Zubehör einen elektronischen Sucher an, den einige Filmer bei der FX3 vermisst haben und den andere wiederum bei der FX2 sehr möchten. Man steckt ihn auf den Hotshoe auf der Oberseite und kann dann den XLR-H2-Griff nicht mehr Aufsätzen. Dafür löst er mit 7,07 Millionen Bildpunkten auf und lässt sich wie bei der FX2 neigen.

Ihr merkt: Ich finde die FX5 durchaus interessant – mit einer UVP von 5.399 Euro bleibt sie für mich allerdings wirklich nur auf dem Papier interessant. Sony bietet zudem ein Bundle mit dem XLR-Griff an, das 5.999 € kostet. Einzeln kostet der XLR-Griff übrigens 900 € und der OLED-Sucher stolze 750 €.

Was sagt Ihr zur neuen FX5 und dazu, wie Sony sich generell im Profi-Segment aufstellt? Schreibt mir das gerne in die Kommentare!

Sonys günstiges 100-400mm kommt später

Noch ein kleiner Nachschub für Sony: Wir sind eigentlich davon ausgegangen, dass Sony zur FX5 auch ein neues Objektiv zeigt. Mark von Photografix hatte mir im Gespräch dann allerdings gesagt, dass er das wirklich komisch fänd, da ein 100-400 für Videos ja nicht unbedingt brauchbar ist.

Und: Mark hat recht behalten. Das 100-400 f/5.6 bis 8 und Bildstabilisator kommt wohl später. Laut Sonyalpharumors kommt es in 1-2 Wochen und wird wohl 899 € kosten. Das will ich ganz kurz erwähnt haben, falls Ihr auf das neue Objektiv gewartet habt!

Peak Design zeigt interessanten L-Winkel

Abschließen will ich die heutige Folge mit einem neuen Zubehörteil von Peak Design. Das Schnellwechselsystem für Kameragurte hat Peak Design ja ziemlich beliebt gemacht … und jetzt gibt’s einen ähnlichen Ansatz auch für einen L-Winkel.

L-Winkel ermöglichen einen schnelleren Wechsel zwischen Quer- und Hochformaten auf Stativen. So kann man einfach die Kamera drehen und an der Seite auf das Stativ setzen, statt den ganzen Stativkopf umzubauen. 

Das neue Field-Bracket fügt diesem Prinzip nun einige weitere Funktionen zu. Ganz grundlegend sitzt die vertikale Platte auf einer Basisplatte, die immer an der Kamera bleiben kann. So kann man den L-Winkel ohne Werkzeug abnehmen, wenn man ihn nicht braucht. Dazu plant Peak Design, Zubehör wie Handgriffe, oder Anschlüsse fürs Filmen anzubieten.

Ich finde die Idee wirklich gut, da ich sogenanntes “Cages” für Kameras recht umständlich finde. Meine Sony A7 VI packe ich manchmal in einen Cage, wenn ich Sachen Filmen muss, da ich hier etwa Mikros oder einen Handgriff anbringen kann. Zum Fotografieren ist der dann aber nervig und ich muss jedes Mal Werkzeug in die Hand nehmen.

Wie findet Ihr die Idee von PeakDesign? Falls gut, gibt’s noch immer eine Kickstarter-Kampagne.



Damit verabschiede ich mich und sage wie immer: „Bis zum nächsten Mal!“

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12 Kommentare
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Mirko

Darum liebt das Netz die Sony FX5…stimmt doch garnicht 😎
https://i.ibb.co/v4vGLr5J/DSCF0021anton.jpg

joe

Da hast du absolut Recht, ein Netz kann nicht lieben! Aber für Sonyaner sicher eine spannende Kamera.

chris xx

Das Netz liebt Laowa💓.
Was für ne Camera ist n das?🎍📸

Mirko

Was für ne Camera ist n das?
Das sind die ersten Leaks von der Fuji XPro3 😂

chris xx

Is die im Netz ausgeliefert worden?🐡

Mirko

Nachhaltigkeit wird bei Fuji groß geschrieben 📜😵‍💫

chris xx

😵‍💫der sieht gut aus
🤢

J.Friedrich

😉 Echt, ist die kompostierbar und die Fliegen gehen sonst an das “olle” Stück?! 😂

Alfred Proksch

Eine Fliege? Die kommen immer im Schwarm!

Mirko

… ich liebe die Natur und dazu gehören auch die Fliegen 🪰

Alfred Proksch

Wie findet Ihr die Idee von PeakDesign?“ (Frage von Benjamin Lucks)

Bei mir stehen die Handhabung erleichternde Dinge sehr weit oben auf der Liste „haben wollen“, denn was nützt die neueste Kamera wenn das System nicht schnell, flüssig und sicher in „der Hand“ liegt oder kompliziert auf dem Stativ Zeit aufwendig befestigt werden muss, recht wenig muss ich sagen.

Eines muss ich den PeakDesign Leuten lassen – dort sind Praktiker zu Gange die anscheinend selbst gerne Bilder/Videos fertigen. Weiter so!

Mirko

…und ich habe schon ein Auge auf einen Kameragurt geworfen für die kommende XPro4 😂