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Dynamikumfang der A7R VI überrascht, Leica-Übernahme und nächste Powershot (Wochenrückblick)

Im Photografix-Wochenrückblick geht es diese Woche um den Dynamikumfang der Sony Alpha 7R Mark VI! Denn erste Analysen legen nahe, dass Sony die Nachteile von Stacked-Sensoren ausbessern konnte. Interessiert euch das weniger, gibt’s Neues zur Leica-Übernahme und Hinweise auf die nächste Powershot von Canon.

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Die wichtigsten Foto-News der Kalenderwoche 23

Leica-Übernahme wird immer konkreter

In den letzten Monaten gab es immer wieder Spekulationen darüber, dass Leica durch Investoren aus dem Ausland übernommen wird. Die Seite Bloomberg berichtet nun unter Berufung auf Insider, dass der chinesische Investor HSG aktuell der Favorit für eine Übernahme sei und wahrscheinlich bald den 45-Prozent-Anteil übernimmt, den die Gruppe Blackstone seit dem Jahr 2011 hält.

HSG ist die HongShan Capital Group, über die ich in den letzten Folgen schon einmal besprochen habe. Anfang des Jahres stand zur Diskussion, ob HSG oder der nordeuropäische Investor Altor Equity Partners den Anteil an der Leica Camera AG übernimmt. Und jetzt sieht’s so aus, als würden Leica und China zukünftig tatsächlich noch näher zusammenrücken.

Was das konkret bedeuten wird, lässt sich jetzt natürlich noch nicht wirklich absehen. Allerdings rechnet einer der Inside von Bloomberg damit, dass HSG Leica in Zukunft an die Börse bringen wird. Aber auch das wäre keine große Neuerung, Leica notierte bis 2012 in Frankfurt, laut einem früheren Bericht von Bloomberg lag die Bewertung damals bei rund einer Milliarde Euro.

Davinci Resolve 21 erscheint in finaler Version

Die nächste News ist ein kleines Update zu einem Video von uns auf YouTube! Ich habe vor ein paar Wochen die neue RAW-Konertierung in Davinci Resolve ausprobiert und dafür noch die Beta genutzt.

Jetzt ist Davinci Resolve in der Version 21 offiziell erschienen. Falls Ihr ungern Beta-Versionen von Programmen nutzt, könnt Ihr nun also die finale Version installieren. Die Standardversion ist dabei kostenlos, wollt Ihr alle Funktionen nutzen, kostet die Studio-Variante laut UVP 305 Euro – ein Abonnement gibt es anders als bei vielen Alternativen nicht.

Nächste PowerShot soll besonders werden

Neuen Gerüchten zufolge soll Canon Ende September eine neue PowerShot-Kamera vorstellen, die sich von allen bisherigen Modellen unterscheiden soll. Eine Quelle der Seite Canonrumors sagt, die Kamera sei “nothing like previous G series cameras” und daraus können wir ein paar Spekulationen ableiten.

Zum einen wird die Kamera Ende September mal wieder kein Nachfolger der beliebten PowerShot G7X Mark III! Allerdings wird sie wohl eher eine Fotokamera statt ein weiteres Vlogging-Modell, das aber laut aktuellen Berichten mit einem 1-Zoll-Sensor arbeitet.

Canonrumors vermutet zudem, dass die Kamera sich preislich zwischen 700 und 1.000 US-Dollar einpendeln wird und von einer neuen Smartphone-App flankiert wird. Sie soll einen größeren Funktionsanfang bekommen als die bisherige Canon Camera Connect App, unter anderem stehen eine LUT-Anwendung, eine RAW-Verarbeitung und eine engere Integration von Kamera-Smartphones im Raum.

Falls euch das alles gar nicht zusagt, hat Canonrumors noch eine gute Nachricht: Offenbar sollen in den nächsten 6 bis 12 Monaten gleich drei neue PowerShot-Modelle erscheinen: eine erschwingliche Kamera, ein Modell mit langer Brennweite und ein Premium-Flaggschiff.

Sony A7RVI hat besten Dynamikumfang aller Vollformatkameras

Kommen wir nun zu einer Kamera, die schon erschienen ist! Der A7R VI. Sonys neues Vollformat-Flaggschiff ist ja mit einem neuen Stacked-Sensor erschienen – und mit diesem hat Sony wohl bekannte Nachteile der Sensortechnologie lösen können.
Zumindest geht das aus Analysen der Seite PhotonsToPhotos hervor, die den Dynamikumfang etlicher Kameras messen und miteinander vergleichen lassen. Stacked-Sensoren bedeuteten in der Vergangenheit, dass man Geschwindigkeit für Dynamikumfang opfern musste. Modelle wie die Nikon Z6 III haben daher teilweise gestapelte Sensoren, um einen Kompromiss aus Dynamikumfang und Geschwindigkeit zu bieten.

Die A7R VI zeigt nun aber, dass teilweise gestapelte Sensoren wohl eher eine Übergangstechnologie sind. Denn die A7R VI bietet mit mechanischen Verschluss bei niedrigen ISO-Werten den besten Dynamikumfang aller Vollformatkameras. Der Photografic-Dynamic-Range-Wert von 12,55 ist dabei sogar rund 0,86 Punkte besser als der der A7R V. Ein Sprung von fast einer ganzen Blendenstufe ist schon wirklich erstaunlich!

Vergleichen wir den Wert mit Mittelformat-Kameras, weiß die A7R VI ebenfalls zu beeindrucken: Im niedrigen ISO-Bereich liegt die Kamera fast gleichauf mit der Fujifilm GFX100 II, die auf einen PDR-Wert von 12,79 kommt.

Möglich ist das wohl durch die Unterstützung von Dual-Gain-Output, wie wir es schon bei der Sony A7 V gesehen haben. Dabei kombiniert die Kamera in niedrigen ISO-Bereichen zwei Auslesungen einer einzelnen Belichtung mit unterschiedlichen Verstärkungsstufen. Zwar funktioniert das nur mit mechanischem Verschluss, in der Landschaftsfotografie oder im Studio ist das aber ohnehin nicht weiter schlimm.

Wer also noch überlegt hat, ob sich ein Upgrade von der A7R V auf die A7R VI lohnt, der hat jetzt meiner Meinung nach ein gutes Argument mehr. Sensor-Experte Adam Horshack erwartet laut Peta Pixel nicht nur, dass künftig viele Kameras auf Dual-Gain-Output setzen werden. Er beschreibt die Ergebnisse der A7 V und der A7R VI auch als größten Sprünge bei der Bildqualität seit langem.

Zwei neue Festbrennweiten von Meike mit Autofokus

Wir beenden diese Folge mal mit zwei neuen Festbrennweiten von Meike, die beide erfreulicherweise mit Aufotokus kommen!

Das 85mm f/1.4 II ist ein klassisches Porträtobjektiv für das Vollformat und erscheint für Sony E, Nikon Z und den L-Mount. Technisch glänzt es mit STM-Autofokus, gleich 12 Blendenlamellen und einer Konstruktion aus 13 Elementen in 8 Gruppe – mit einem Gewicht von 735 Gramm ist es aber nicht gerade leicht.

Zu einem US-Preis von 498 DOllar ist es aber durchaus interessant! So wie ich es verstehe ist es zudem die etwas teurere und leistungsstärkere Variante des Meike 85mm f/1.8 SE II von Anfang des Jahres.

Für APS-C-Kameras – und zwar für Fujifilm X, Sony E und Nikon Z – ist mit dem 56 mm f1.7 Air noch ein weiteres Objektiv erschienen, das eine Kleinbild-äquivalente Brennweite von etwa 85 mm aufweist.

Mit einem Gewicht von nur 190 Gramm ist es allerdings deutlich leichter. Auch hier sehen wir einen STM-Autofokus, bekommen 9 Blendenlamellen und einen USB-C-Anschluss für Firmware-Updates. Anders als das Vollformat-Modell finden wir das neue Objektiv schon für 179 Euro bei Amazon! Ein erster Test von Stephan Forstmann lobt die Schärfe, das Bokeh und den leisen Autofokus. Als Nachteil müsst Ihr allerdings eine kissenförmige Verzeichnung und deutliches Fokusatmen in Kauf nehmen.



Damit verabschiede ich mich und sage wie immer: „Bis zum nächsten Mal!“

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17 Kommentare
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H. Jürgens

Sony A7RVI hat besten Dynamikumfang aller Vollformatkameras…

also ehrlich gesagt überrascht mich das nicht . Schließlich haut Sony immer ordentlich einen raus an dem die anderen Hersteller einige Zeit zu knabbern haben. Das ist schon seit der A7 lll so.
Somit hebt sich Sony wieder auf den Thron der Vollformat Knipsen.
Schon die A7V ist ein voller Erfolg und verweist den Rest der Anbieter auf die hinteren Plätze. Eine große Freude Sony-User zu sein 👍

Stefan Zimmermann

Schätzungsweise stammen über 80 % aller verkauften Vollformatsensoren von Sony. Es ist daher auch nicht so schwer, diesen Wert zu erreichen. Nur Canon könnte da etwas mithalten.

Uneternal

Wer eine Kamera danach auswählt, ob sie auf dem Papier eine Stufe mehr Dynamik hat, ist sowieso nicht mehr ganz knusper.

Mirko

fahrn, fahrn, fahr`n auf der Autobahn 🎶🎹 Boxenstopp bei Cuxhaven ….endlich Urlaub 🧳
https://i.ibb.co/b5Ph1mGL/Collage-1.jpg

chris xx

… is aber´n klenea Umwegg …
… )(;:-)) :::

Mirko

…aber nur ein Kleiner, ich fahr ja so gern auf der Autobahn 🤪

H. Jürgens

Die hohe Kunst der Fotografie. Respekt!

Alfred Proksch

Für alle Lebensbereiche kommt das große „Sommerloch“ in Sicht. Bis auf die jüngeren Erdenbürger welche nichts davon mitbekommen weil sie vor den Displays hängen bedeutet das endlich mehr Zeit für das Hobby Fotografie zu finden.

Akkus laden, Speicherkarten formatieren, Fototasche entstauben usw.. zwischenzeitlich entstanden die Bilder nämlich mit dem immer dabei Smartphone – die wesentlich besseren Bilder möchte man im Urlaub natürlich mit der voluminösen, schweren extra dafür erstandenen DSLM fertigen.

OH… leider ist das Ding schon einige Jahre alt – ob man damit überhaupt noch Fotos machen kann? Bei Photografix hat man mitgelesen, sich beim eigenen Markenhersteller kundig gemacht – also ohne Neukauf geht gar nichts mehr. Aber über was haben die schlauen Leute hier im Forum gestritten? Lauter technisches unverständliches Zeug ohne dem eine DSLM angeblich keine guten Bilder macht.

Also EHRLICH …. wenn man sich die Urlaubsbilder der letzten Jahre ansieht – der alte Klapperkasten macht immer noch Fotos die von denen neuerer Modelle nicht zu unterscheiden sind.

H. Jürgens

Das mag bei deinen Bildern so zutreffen, dann liegt es wohl daran das du vielleicht immer die selben Motive hast. Aber zwischen den Bildern meiner FM2 und der Canon R5 oder Sony A7V kann man gewaltige Unterschiede erkennen. Wenn man nur Möwen oder z.B. Krabbenkutter sein Leben lang aufnimmt, genügt auch eine Kamera aus den 60ern , da gebe ich dir Recht. Bei Action braucht man aber anderes Gerät.
Auf YouTube sah ich kürzlich einen Österreicher der sich für Stillleben eine Z9 gekauft hat. Ziel verfehlt, setzen, sechs.

Alfred Proksch

Meine Geschichte bezog sich auf die vielen Menschen die gerne Erinnerungen festhalten, meistens weil ihre DSLM nicht mit dabei ist wird das zwischenzeitlich mit dem Smartphones erledigt. In der spärlichen Freizeit z.B. Urlaub wird natürlich die DSLM bemüht.

Kein Mensch sprach von „früher“ oder von „speziellen“ Anwendungen. Das geschieht bei der Mehrheit von „Gelegenheitsfotografen“ Marken übergreifend. Es ist auch egal mit welchem Gerät private Vergnügungen/Events für die Nachwelt gespeichert werden. Bestenfalls wird von den Ereignissen je ein Album gefertigt, eventuell vielleicht zusätzlich ein Poster für die Bürowand und das war es dann mit sichtbaren Ergebnissen, der Rest „muss mit den Kontakten teilbar sein“ oder verschimmelt auf ewige Zeiten in der Cloud oder auf einem SSD/Festplatten Speicher.

Übrigens, seit ich von Spezialisten gescannte historische Räumlichkeiten auf dem Monitor bewundern durfte frage ich mich wieso jemand noch auf die Idee kommt das mit einer DSLM Kamera erledigen zu wollen. Egal woher dieser „Jemand“ stammen sollte – er/sie kann für diesen Zweck sogar jedes Mittelformat System in die Tonne stopfen so gut sind diese gescannten Dateien.

H. Jürgens

…alles vergänglich

Stefan Zimmermann

Hallo Alfred, ich sehe das sehr ähnlich. Ein bisschen Erdung und auch mal ein Spiegel vorgehalten zu bekommen, hat noch niemandem geschadet. Und so groß sind die technischen Sprünge zwischen den Jahren oft gar nicht, wie es in Foren oder im Marketing gerne dargestellt wird. Dieses ständige Narrativ, dass man nur mit dem neuesten Maschinengewehr gute Fotos machen kann, kann ich ehrlich gesagt nicht mehr hören. Was zeigt denn der typische Berufsfotograf bei vielen Sportveranstaltungen? Dauerfeuer, möglichst kurze Verschlusszeit, dazu modernster Autofokus. Einen großen Teil der technischen Arbeit übernehmen heute Kamera und Objektiv. Die eigentliche Eigenleistung ist oft deutlich geringer, als viele glauben. Ich würde viel lieber mutigere Ansätze sehen. Mehr Handschrift. Mehr kreative Entscheidungen. Lange Verschlusszeiten, Mitzieher, bewusst eingesetzte Unschärfe, ungewöhnliche Perspektiven und Emotionen. Genau dort wird Fotografie für mich interessant. Dort wird es aber auch schwieriger, weil das Risiko steigt, am Ende weniger verwertbare Bilder zu liefern. Aus dokumentarischer Sicht gewinnt die Berufsgruppe natürlich. Sie muss zuverlässig liefern. Das ist oft Fließbandarbeit auf hohem handwerklichem Niveau. Als besonders kreative oder künstlerische Höchstleistung würde ich einen großen Teil davon aber nicht bezeichnen. Ich persönlich würde gerne viel mehr künstlerisches Sehen erleben und deutlich mehr Emotionen in den Bildern finden.… Weiterlesen »

Mirko

Oh ich habe auch einen alten Klapperkasten mit dabei wo eine Aufnahme auch noch Geld kostet. 📷

Mirko

Der Tag ging und die Experimente begannen ….
Die Zeit war gekommen für die UV – Licht Taschenlampe und UV Lichtstrahler, leider musste ich feststellen das sie auf unterschiedlichen Wellenlängen arbeiten und die Strahler auch nicht die Wirkung erreichen. Die UV-Lichttaschenlampe erbringt zwar die fluoreszierende Licht aber die Farben in der Kamera stimmten nicht. Also dann mit den Weißabgleich der Kamera rumgespielt und jetzt kann man die mörderischen Blutflecken gut erkennen. Muss nur noch den Weg finden wie man das als Profiler professionell umsetzt. Bei Landschaft erinnert mich der Weißabgleich aus einen Mix aus Cinestill und Crossen 🤔

https://i.ibb.co/kgffhfwJ/Collage-3.jpg

Alfred Proksch

Servus Mirko, wie man am Fahrzeug sehen kann bist du „Serientäter“. Aber ansonsten echt Klasse gemacht. Leider sind meinerseits Experimente wegen Zeitmangel, beziehungsweise unvorhergesehen Reisen nicht möglich. Bitte stell ab und an der Allgemeinheit deine Ergebnisse zur Verfügung. Mich erfreuen sie jedenfalls! Schönen Urlaub!

Mirko

Servus Alfred,
eigentlich war ich mit der UV Lichtlampe auf der Suche nach Skorpionen und dann sah ich mein Auto im UV Licht 😂 Dann gingen die Versuche los, mal mit IR Filter und zum Schluss ohne Filter. Dann mit den Weißabgleich rumgespielt, letztendlich mit UV Licht ein weisses T-Shirt angestrahlt und die Kamera auf diesen Wert eingestellt. Naja wäre Glück wenn ich jetzt einen Skorpion sehen würde aber so ein Fußball kann auch schön leuchten 😂

https://i.ibb.co/n8LTvBGz/Collage-4.jpg

H. Jürgens

🤣🤦‍♂️