Panasonic hat diese Woche die Lumix TZ300 präsentiert. Die neue Kompaktkamera erscheint zum perfekten Zeitraum, denn kleine Kameras sind aktuell besonders beliebt. Aber: Panasonic verpasst die Chance und bringt acht Jahre alte Technik zurück – und das zu einem höheren Preis.
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Die wichtigsten Foto-News der Kalenderwoche 13
Neues Sony-Flaggschiff im Mai?
Laut einer vertrauenswürdigen Quelle wird Sony im Mai eine neue Vollformat-Kamera mit E-Mount auf den Markt bringen! Dabei soll es sich um einen “großen” Kamera-Launch handeln. Konkret, so Sonyalpharumors, ist die Kamera “teuer” und technisch im High-End-Bereich angesiedelt – Nachfolger der ZV-E1, der FX30 und der A6700 können laut Sonyalphaurmors ausgeschlossen werden
Was könnte es also sein: In einer Umfrage hat das Magazin seine Community gefragt – und die tippt am ehesten auf die A7R Mark Sechs! Finde ich auch erstmal plausibel – dass eine A7S IV kommt, ist nach wie vor unwahrscheinlich. Und eine neue A9 ist nach der III mit Global Shutter auch nicht so wirklich nötig.
Ich freu mich auf den Mai, wir bleiben dabei!
OM System bestätigt Arbeit an neuer PEN
Kazuhiro Togashi ist Senior Vice President bei OM System – und wurde jetzt vom französischen Magazin Phototrend auf eine neue PEN-F angesprochen. Hintergrund ist dabei vor allem, dass die originale PEN-F auf dem Gebrauchtmarkt noch immer fast zu Neupreisen zu kaufen ist. Daraufhin sagte er:
“Wir sind entschlossen, eine Kamera auf den Markt zu bringen, auf die wir stolz sein können und die unsere Kunden zufriedenstellt!” Dass es sich dabei eventuell um eine neue PEN handeln könnte, geht dann aus einem anderen Interview hervor.
Dabei sprachen Togashi und Hiroki Koyama – Director Product-Planning – dass es durchaus Pläne für eine neue PEN-Serie unter der Marke OM System gibt. Konkret heißt es:
“Wir können keinen konkreten Zeitpunkt nennen, aber wir haben Pläne, eine neue PEN-Serie unter der Marke OM System auf den Markt zu bringen.” – das klingt doch schon ziemlich konkret.
Also stellt sich die Frage: Wie oft müssen wir noch penn’ bis zu neuen PEN. Kleiner Scherz!
Panasonic TZ300 vorgestellt
Die Panasonic Lumix TZ300 ist eine neue kompakte Reisezoomkamera mit einem rückwärtig belichteten 1-Zoll-CMOS-Sensor und einer Auflösung von 20,1 Megapixeln. Davor sitzt ein Leica DC Vario-Elmar Objekttiv mit einer Brennweite von 24-360 Millimetern und einer Lichtstärke von f/3.3 im Weitwinkel und f/6.4 im Tele-Bereich. Abblenden könnt Ihr aber jeweils nur bis f/8. Das ist wie bereits befürchtet dieselbe technisch Grundlage wie bei der acht Jahre TZ202.
Das Display auf der Rückseite ist fest verbaut, lässt sich also weder schwenken noch neigen. Es misst 3 Zoll und löst mit 1,84 Millionen Bildpunkten so “OK” aus. Was ist sonst gleich geblieben?

Die Serienbildgeschwindigkeit, der Autofokus-Makromodus mit Naheinstellgrenze von 3 Zentimetern und auch der optische Bildstabilisator – gleich geblieben.
Der Autofokus basiert auf der alten DFD-Technik – gleich geblieben und keineswegs ein moderner Hybrid-Autofokus mit umfangreichem Tracking. Zumindest Gesichter und Augen werden aber erkannt.
Beim Video hat sich nichts getan, die Kamera nimmt nach wie vor in 4K bei 30 Bildern pro Sekunde oder in Full HD mit 120 Bildern pro Sekunde auf.
Wenn Ihr jetzt schon denkt, Ihr versteht, was das Problem ist, dann muss ich Euch nochmal zurückhalten. Denn jetzt kommen wir zu den Änderungen:
Die TZ300 hat nun USB C auf der rechten Gehäuseseite, was Panasonic wegen der neuen EU-Richtlinie für einen Verkauf ja machen muss. Das Gehäuse sieht ein wenig anders aus und Panasonic verzichtet jetzt leider komplett auf einen Sucher.

Damals bei der TZ202 gab’s einen elektronischen Sucher mit 2,33 Millionen Bildpunkten. An der Stelle findet sich bei der TZ300 jetzt eine schlichte Plastikabdeckung. Nichtmal für einen optischen Sucher oder einen zusätzlichen Knopf haben die acht Jahre Entwicklungszeit gereicht.
Und all das kostet nun … 999 Euro – also 200 Euro mehr als was die TZ202 bei ihrem Marktstart im Frühjahr 2018 gekostet hat. Dazu will ich kurz einen Meinungs-Block einschieben:
Es gibt ja aktuell einen kleinen Verkaufsboom für Kompaktkameras. Mein Vergleichs-Video zu Kompaktkameras aus letztem Jahr wurde inzwischen fast 30.000 Mal angeschaut. Und Kunden, die sich bei Panasonic nun nach einer neuen Kamera umschauen, die lesen dann auf der Produktseite von einer “außergewöhnlichen Bildqualität”, “atemberaubenden Nachtaufnahmen” und von einer Kamera, die “großartig für Konzerte und Sportveranstaltungen” ist.
Dann geben sie 200 € mehr für eine Kamera aus, die leistungsschwächer ist als das nahezu identische Modell, das man vor acht Jahren herausgebracht hat. Das ist kein Upcycling, sondern einfach frech und auch aus dem Grund schade, dass Panasonic die Potenziale nicht ausnutzt, die der Hersteller technisch in anderen Kameras bietet.
Stimmt Ihr mir da zu? Oder findet Ihr, dass die Technik der TZ202 für Kompaktkameras auch im Jahr 2026 noch ausreicht. Ist ja auch irgendwie nachhaltiger … ich weiß ja nicht – freue mich aber auf Eure Kommentare.
Neue 360-Grad-Drohne von DJI
Was im Jahr 2026 bei Drohnen möglich ist, hat DJI diese Woche noch zur Schau gestellt. Es geht um die Avata 360, die eine Mischung aus FPV-Drohne – also First-Person-View-Drohne – und 360-Grad-Kamera ist.
Warum das interessant ist, seht Ihr am besten oben im Video. Als Filmer kann man nach Drohnenflügen ziemlich verrückte Kamerabewegungen hinzufügen – eben so, wie man es von 360-Grad-Kameras kennt.
Technisch möglich ist das durch zwei Fisheye-Kameras, die jeweils mit 1/1,1-Zoll-Sensoren arbeiten. Sie können jeweils 8K-Videos mit 60 Bildern pro Sekunde in HDR aufnehmen. Oder 120-Megapixel-Fotos aufnehmen.
Die Flugzeit liegt bei 23 Minuten, es gibt natürlich eine omnidirektionale Hinderniserkennung und intern gibt’s 42 GB Speicher, den Ihr mit einem microSD-Slot erweitern könnt.
Preislich geht’s ab 459 Euro los, allerdings fehlt dann sogar die benötigte Fernbedienung im Lieferumfang. Die RC2 gibt’s für 719 Euro dazu. Fly-More-Combos, entweder mit RC-2-Controller oder Motion Controller UND Videobrille kostet dann 939 Euro.
Auch wenn erste Reviews positiv ausfallen gibt’s einen deutlichen Nachteil: Mit einem Gewicht von 455 Gramm benötigt man in Deutschland die nötige Versicherung und einen Drohnen-Führerschein. Wer das nicht will, der findet mit der Antigravity A1 von Insta360 die erste 360-Grad-Drohne für Verbraucher – sie wiegt unter 249 Gramm, lässt sich aber nur mit Videobrille fliegen und ist deutlich teurer!
Samyang stellt 35mm f/1.8 P FE vor
Zu guter Letzt und ganz kurz gab’s diese Woche noch ein neues Objektiv von Samyang. Das 35mm f/1.8 P FE ist ein neues Modell aus der Prima-Serie für Sonys Vollformatkameras. Das Objektiv war Anfang März erstmal auf der CP+ aufgetaucht, aber noch ohne technische Daten.

Jetzt wissen wir: Es ist besonders kompakt und leicht und soll sich wohl für Foto als auch für Video eignen. In Zahlen heißt das:
216 Gramm und eine Länge von 71,5 mm. Preislich ist die Linse mit 299,99 € eher günstig – als Verkaufsstart wird Ende April genannt.
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Damit verabschiede ich mich und sage wie immer: „Bis zum nächsten Mal!“


Ich glaube das es frech ist was Panasonic mit der TZ anbietet wie im Podcast bezeichnet trifft es auf den Punkt.
Damit zeigen sie eben auch das sie oft Kundschaft komplett ignorieren.Genau wie es im Mft System der Fall ist.
Bin gespannt welchen Fauxpas sie sich da nach ANküdigung was neues zu bringen leisten.
Aber vielleicht bekommen sie ja doch mal was hin was Kunden sich wünschen ohne wieder alles zu streichen oder auch mal aktuelle Technik zu implementieren.
Bisher war Panasonic für mich ein Garant für Preis/Leistung. Mit dem Versuch eine „TZ300“ in den Verkauf zu bringen hat Panasonic seinen freundlich gesinnten Kunden auf bayrisch gesagt: „a gscheide Watschn“ verabreicht!
Glauben die Verantwortlichen bei Panasonic tatsächlich das die Kunden den Besch… nicht merken?
Wenigstens eine öffentliche Entschuldigung wäre fällig. Eine nachträgliche Einpreisung auf 399 Euro entspräche dem Wert einer alten Kamera ohne Sucher.
Ach so heftig würde ich das nicht sehen, Autoradios konnten die in den 90ern sehr gute bauen. Na und was man so hört sind ihre Vollformat Kameras doch auch plötzlich das Maß aller Dinge…glaubt man den Käufern.
😉
Bin da völlig bei Dir.Und wenn Du das schon so formuliertst heisst das schon was da du ja üblicherweise auch immer um Sachlichkeit und Zurückhaltung bemüht bist.👍
Ich versuche mich neuerdings über solche meiner Meinung nach Fehlentscheidungen nicht mehr so sehr zu ärgern.Und als Mft Nutzer hat man einen guten Grund dazu da man ja letzendlich in ein System investiert.Man möchte ja ggf wissen ob man bei Defekt noch mal was nachkaufen kann.
Und eine Sicherheit seitens Pana für wenigstens vielleicht zehn Jahre wird nicht kommuniziert.
Oder vielleicht in Form einer Roadmap.
Mich würde mal interessieren wie Kameraverkäufer Kunden ein solches System anbieten.
Nach dem Motto,”kann sein das sie kein Zubehör bzw Upgradekamera in fünf Jahren mehr bekommen”.
Ich sage mir heute einfach das wenn es stirbt ist es so und man wechselt eben.Mit dem was ich besitze komme ich noch Jahre lang hin so lange lein Defekt vor liegt.
Zum Thema Drohnen meine ganz persönliche Ansicht.
Als Foto affiner Anwender bin ich der „Angeschmierte“. Warum? Möchte ich z.B. wegen der Bildqualität die Mittelformat auf Höhe bringen dann werden die Fluggeräte richtig teuer.
Als „Geschädigter“ der mit anderen in Gemeinschaft viel Geld ausgibt um unsere privilegierte Wohnlage in Ruhe und Sicherheit genießen zu können kenne ich die Schattenseite der Drohnen Fliegerei. Rein theoretisch gibt es ausreichend gesetzliche „Regelungen“, wie gesagt theoretisch. Mit der Durchsetzung derselben ist das freundlich erwähnt eher ein Lotteriespiel, die Bearbeitungsquote dürfte so im Bereich des Lotto Sechsers liegen. An Flughäfen sowie militärischen Einrichtungen konzentrieren sich die wenigen ausgebildeten und technisch aufgerüsteten Gesetzeshüter, Bürger hingegen haben mit ihren Anzeigen schlechte Karten.
Leider ist die große „anständige“ Mehrheit der Video affinen Hobbyisten welche ihre Sportaktivitäten mit Drohnen-Flügen begleiten von diesen Einschränkungen betroffen.
Wir haben hier so einen „Dorf-Fotografen“der auch für die örtliche Zeitung arbeitet und für eine Freilicht-Bühne im Oberfränkischen. Bisher waren seine Bilder immer recht ansehnlich, aber jetzt wird nur noch mit Drohne fotografiert…irgendwann wird halt alles zuviel.
Schönes Wochenende J.F📸
TZ 300 teuer? Denke ich 2 Jahre zurück, dann kosteten 10 Eier aus Bodenhaltung 0,99 €. Jetzt sind sie bei 2,49 €. Warum sollten Kameras nicht auch teurer werden. Ist so ein bisschen wie Äpfel und Birnen. Der Markt für Photo wird weiter anziehen. Selbst die mit den Schlitzaugen erhöhen die Preise. Preiswert sind dann nur noch die Rabattaktionen. Z.B. die Fototage in Düsseldorf. Da gibt es dann schon mal 10% auf Sigmaartikel. Hoffe, dass die TZ 300 drunter fällt.
“Selbst die mit den Schlitzaugen erhöhen die Preise.”
Ja, und das ist auch gut so! Die Zeiten in denen die Asiaten für die Weißbäuche für Omme arbeiten mussten sind Gott Lob vorbei.
Europäer ärgert es wohl auch weniger, wenn da die Preise steigen als vielmehr, dass in Asien einige Leute von “Deal-Donald” für voll genommen werden müssen, was sie von ihren europäischen Amtskollegen unterscheidet.